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"Ist es denn möglich, dass noch Leben auf den Schiffen existiert?", fragte Spencer.
Sanchez überlegte kurz und sagte dann: "Schon, aber ziemlich unwahrscheinlich."
"Schafft unser Traktoremitter es überhaupt, diese Schiffe anzuschieben, Mr. Berger?", fragte Hwang.
"Wie Sie sehen können, sind die Daten sehr unvollständig und ungenau, die Wahrscheinlichkeit dafür, dass er es schafft, ist aber sehr groß."
"Wie lange würde der Traktorstrahl maximal halten?", fragte Spencer.
Sanchez antwortete: "Soweit diese Daten stimmen, reicht die verfügbare Energie für maximal 5 Minuten Betrieb, das reicht, um die Schiffe in eine sichere Entfernung zu transportieren."
"OK, Mr. Sanchez. Bereiten Sie alles vor. Gibt es noch Fragen?", schloss Spencer die Versammlung und die Offiziere besetzten wieder die Brücke oder stiegen in den Turbolift, um zurück in ihre Abteilungen zu fahren.
Nachdem er sich in seinem Stuhl niedergelassen hatte, musterte Spencer den Hauptschirm und blickte immer wieder zum Wandchronometer.
"Lt. H'Korr, haben Sie inzwischen Sternenbasis 53 erreicht?"
"Nein, Sir. Die Übertragung wird gestört, wahrscheinlich durch einen Ionensturm. Ich komme nicht durch."
"Versuchen Sie es weiter!"
Der 3. Ingenieur DeFalco kam mit einem PZAG, also einem tragbaren, pad-förmigen Computer, in der Hand auf die Brücke und sprach mit dem an einer der hinteren Computerstationen arbeitenden Fähnrich Berger.
"Thomas, kannst du mir diese Datenaufstellung mal erklären?" fragte DeFalco.
Berger besah sich das PZAG. "Das ist doch die Reaktionstabelle der neuen Metallegierung, die ihr auf..."
"Ich weiß, was das ist", unterbrach DeFalco. "Ich frage dich auch nur, warum dein ‚kurzer‘ Erläuterungstext über vier PZAG-Seiten geht und dabei nur aus zwei Sätzen mit insgesamt neunundzwanzig Kommas besteht."
"Gerry, einen wissenschaftlichen Bericht muss man auch auf wissenschaftliche Art und Weise verfassen", erwiderte Berger augenzwinkernd.
"Mit dir hier an Bord gehören Wort- und Satzwürmer jedenfalls nicht mehr zu den aussterbenden Arten", grinste DeFalco. "Und was meintest du jetzt mit dem Text?"
"Das ist doch klar...", begann Berger.
Spencer hörte nicht weiter zu und musste schmunzeln. Der Wissenschaftsfähnrich Thomas Berger mit seiner Vorliebe für komplizierte Darstellungen und der 3. Ingenieur Gerald DeFalco, der einfache und verständliche Ausdrucksweisen bevorzugte, machten sich seit einiger Zeit einen Sport daraus, sich gegenseitig diese hervorstechenden Eigenschaften im Spaß an den Kopf zu werfen. Spencer kannte Gerald DeFalco schon seit der Sternenflottenakademie, hatte ihn jedoch seitdem aus den Augen verloren, bis er bei der Übernahme der Cousteau in den Crewlisten seinen Namen gefunden hatte.
"Captain, wir erreichen soeben das Cygnus-System!", riss Hwang Spencer aus seinen Überlegungen.
"Verlangsamen Sie auf Impulskraft und setzen Sie Kurs auf Cygnus III. Mr. Thola, Scan des gesamten Systems; wenn in Reichweite, Nahabtastung des Planeten und den Schiffen vornehmen", verteilte er die Aufgaben an Hwang und Thola.
"Rufen Sie Cygnus III!", folgte das Kommando an H'Korr.
"Kanal offen, Sir!"
"Hier spricht Commander Spencer von der U.S.S. Cousteau. Wir treten soeben ihn ihr System ein. Können Sie mich empfangen?"
Störungen prasselten durch die Lautsprecher, zu verstehen war nichts. Nach wenigen Sekunden reduzierte H'Korr die Lautstärke auf ein erträgliches Maß.
Spencer verzog das Gesicht und fragte H'Korr: "Geht's vielleicht etwas klarer, Lieutenant?"
"Ich versuche es, Sir. Sie verwenden eine seltsame Frequenzmodulation für ihren Kurzstreckenfunk." H'Korr betätigte schnell ein paar Schalter und Regler und die Qualität des Signals verbesserte sich spürbar. Sie erhöhte wieder auf normale Lautstärke.
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