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Kurze Zeit später rief er alle Führungsoffiziere im Lageraum zusammen, um die Situation zu erläutern. Am Demonstrationsmonitor vorn stand Fähnrich Berger, der in Tholas Auftrag schon etwas vorbereitet hatte. "Computer, erbitte Informationen über Cygnus III!", sagte er.
"Cygnus III gehört zur Klasse M und ist Föderationsmitglied", antwortete der Computer. "Landmasse 33%, davon 65% trockene Steppe. Atmosphäre erdähnlich, aber mit einem dreiprozentigen Argonanteil und höherer Partikelbelastung. Durchschnittstemperatur 21°C. Leben ist hauptsächlich in Küstennähe vorhanden. Die Bevölkerung befindet sich in Technikstufe 8, entsprechend der Erde um 2075. Gesamtbevölkerung 5 Milliarden. Weitere Daten abrufbereit."
Thola, der Chefwissenschaftler und 1. Offizier, nickte Berger zu und fragte: "Haben wir Informationen darüber, welchen Typs die Schiffe sein könnten? Gab es in letzter Zeit Verlustmeldungen für diesen Sektor?"
"Ich habe es überprüft. Es ist nichts gemeldet", antwortete Lt. H'Korr.
"Konnten denn die Cygnerianer keine bessere Angabe über Typ der Schiffe machen?", fragte Lt. Cmdr. Sanchez, der Chefingenieur.
"Nein, Sir. Sie haben zwar Tiefenraumscanner und Subraumkommunikation, aber beides ist nicht sehr ausgereift und ziemlich fehleranfällig; soweit die Informationen in unserer Hauptdatenbank", warf Fähnrich Berger ein.
"Nun genug der Diskussion, von wem die Schiffe stammen könnten, informieren Sie uns lieber über den Ablauf des Zusammenpralls, wenn er tatsächlich passieren sollte, Fähnrich", griff Spencer ein.
Berger bediente einige Kontrollschalter, dann erschien eine Simulation der Cygnus-Systems. Er zoomte den dritten und vierten Planeten heran und erläuterte die Situation: "Die Schiffe wären wahrscheinlich an Cygnus III vorübergedriftet, hätte Cygnus IV nicht eine immense Gravitation, da er noch ein größeres Volumen als Jupiter hat. So werden die Schiffe in einem Bogen über die sonnenabgewandte Seite von Cygnus IV auf einen Kurs genau auf den dritten Planeten geführt. Soweit Cygnus die Parameter richtig übermittelt hat, werden die Schiffe dann in einen engen Orbit um Cygnus III einschwenken und bald auf den Planeten stürzen. Obwohl die Atmosphäre einen Teil der Schiffe mit Sicherheit verdampfen wird, bliebe wahrscheinlich genügend Masse übrig, um einen Kontakt mit der Oberfläche auszulösen. Da dieser Aufprall ungefähr im Äquatorbereich erfolgen wird, hätte dieser Zusammenstoß dramatische Auswirkungen. Cygnus III hat eine hauptsächlich äquatorial konzentrierte Landmasse und so würden mindestens 85% der Gesamtbevölkerung umkommen. Der Großteil der Meere wird verdampfen, und das Land unbewohnbar." Berger musste sich sichtlich im Zaum halten, um die letzten Sätze auszusprechen.
"Danke, Fähnrich. Was meinen Sie dazu?", richtete Spencer einen Appell an seine Führungsoffiziere.
"Also, die Lösung liegt doch ganz klar darin, dass wir die Schiffe mit unserem Traktorstrahl vom Planeten wegschieben und in Besitz nehmen. Oder eben, wenn es gar nicht anders geht, nehmen wir den Phaser", meinte Lt. Hwang, die Navigatorin.
"Was wäre, wenn es noch Leben auf den Schiffen gäbe, sie aber nur manövrierunfähig wären?", warf Dr. Jame M'Boya, die dunkelhäutige Schiffsärztin ein.
"Dies ist eigentlich unwahrscheinlich. Warum sollte denn der Antrieb defekt sein, kein Navigations- und Identifizierungssignal gesendet werden, aber ausgerechnet die Lebenserhaltung noch funktionieren?", fragte Sanchez. "Dass die Götter des Zufalls bei einem systemweiten Versagen die Lebenserhaltung verschonen, glaube ich eigentlich nicht", setzte er hinzu.
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