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Logbuch der Kennedy, Commander Spencer, Nachtrag:
Durch die Audioüberwachung der Skate konnte Leyton durch ein Sicherheitsteam gefasst werden. Seine Festnahme war durch sehr gute Zusammenarbeit aller Abteilungen erfolgt, die eine ausdrückliche Erwähnung an dieser Stelle verdient. Wir werden wieder auf unserem ursprünglichen Kurs ins Alpha Lalande-System gehen, wo wir dann in etwa sechs Tagen eintreffen werden.
Spencer hatte nach Hwangs Benachrichtigung seinen Platz auf der Brücke wieder eingenommen und die Bewegungen des Außenteams genau verfolgt. Mit einem hörbaren Atemzug quittierte er die Erfolgsmeldung Karovs und veranlasste den Rücktransport des Außenteams. Die Mienen der Brückenbesatzung hatten sich nach ihrer Meldung fühlbar aufgehellt, die gesamte Atmosphäre wirkte nun freundlicher aus zuvor.
"Endlich haben wir ihn!", freute sich Hwang.
"Ja, das wurde auch Zeit", brummte Spencer. "Koppeln Sie die Skate wieder an und gehen Sie auf alten Kurs, alte Geschwindigkeit."
"Ja, Sir", bestätigte Hwang, nicht mehr ganz so freudestrahlend wie gerade.
"Mr. Torrente, informieren Sie Dr. Martin, dass wir wieder unterwegs sind. Es wird ihn sicherlich freuen zu hören." Den Sarkasmus in Spencers letztem ignorierte Torrente geflissentlich, als er den Befehl bestätigte. Hwang dagegen drehte sich kurz mit einem leidenden Blick um, den Spencer mit einer entschuldigenden Geste quittierte.
Karov kam auf die Brücke. "Captain, Leyton lebt und wird auf der Krankenstation versorgt", berichtete sie. "Meinem Team ist nichts passiert."
"Danke, Miss Karov. Gute Arbeit", lobte Spencer und wandte sich dann etwas lauter an alle. "Morgen um 11:00 werden wir eine Abschlussbesprechung im Fall ‚Leyton‘ abhalten. Dort will ich auf jede Frage eine passende Antwort haben. Die Geräte, die Leyton bei sich hat, sind in der Technik zur Untersuchung?"
"Ja, Captain", bestätigte Karov.
"Ich werde die übrigen informieren", fügte Hwang an.
"Okay." Spencer nickte Karov zu, dass sie gehen könne. Er beschloss, den Rest dieser Schicht für Lemois beziehungsweise Hwang zu übernehmen. Er brauchte Ruhe, Ruhe die er genauso gut auf der Brücke haben konnte, denn nichts sprach dagegen, dass es jetzt endlich ein ruhiger Flug werden könnte.
Um 11:00 am nächsten Tag versammelten sich alle Führungsoffiziere bis auf Lemois, die immer noch krank geschrieben war, im Besprechungsraum.
"Guten Morgen", begrüßte Spencer die Anwesenden. Er wollte gerade beginnen, zu sprechen, als ihn ein Kommunikatorsignal unterbrach.
"Lemois an Captain Spencer!"
"Spencer hier! Was gibt's?"
"Ich würde gerne per Sichtschirm an der Besprechung teilnehmen." Ihr Tonfall klang zwar bittend, doch war ein amüsierter Unterton gut herauszuhören.
"Gibt es medizinische Einwände dagegen?", fragte Spencer M'Boya, die nicht auf Anhieb sagen konnte, ob er es ernst gemeint hatte oder nicht. Sie entschloss sich zu einem kurzen, verbindlichen "Nein!"
Spencer schaltete Lemois auf den Sichtschirm, der sich hinter ihm an der Wand befand und drehte sich um. "Einverstanden." Er blickte kurz in die Runde, dann fuhr er fort. "Als erstes zu Leyton selbst: Wie ist sein Zustand?"
"Er hat einen kurzen Phasertreffer der Stufe 5 in den rechten Brustbereich erhalten", berichtete M'Boya, "Lieutenant Rodriguez meinte dazu, dass sie den Beschuss nach dem Ausfall seines Kraftfeldes sofort eingestellt haben. Dadurch haben sie wahrscheinlich sein Leben gerettet. Wenige Augenblicke länger und wir hätten nur noch eine Leiche einlagern können."
"Danke, Doktor." Spencer verkniff sich einen Kommentar, ob die letztere Möglichkeit denn so schlimm gewesen wäre. An einem kurzen, fast zufälligen Blick DeFalcos merkte er, dass dieser gerade genau dasselbe gedacht hatte.
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