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Logbuch der Kennedy, Commander Spencer, Nachtrag:
Die bisherigen Untersuchungen über den seltsamen Vorfall auf der Skate sind bis auf einen Transporterrückstand im Liftschacht ergebnislos geblieben. Wir halten diese Position, bis wir Ergebnisse über den Verbleib Leytons gefunden haben. Er muss sich noch an Bord der Skate befinden.
"Das ist nicht zufrieden stellend, Sir!" Lemois war auf dem Bildschirm von Spencers Computerterminal in seinem Bereitschaftsraum deutlich erregtem Zustand zu sehen. Sie befand sich immer noch auf der Krankenstation, allerdings wieder in Uniform und bereit, diese zu verlassen.
"Da kann ich Ihnen zustimmen, Commander", antwortete Spencer in seinem ruhigsten Ton. Er wollte auf jeden Fall vermeiden, sich von ihrer Verärgerung anstecken zu lassen.
"Und was gedenken Sie daraufhin zu tun?", fragte Lemois fordernd.
"Hellmann ist mit einem verstärkten Untersuchungsteam plus Sicherheitsteam auf die Skate zurückgekehrt, die Ingenieursabteilung arbeitet an Verbesserungen der Sensoren bezüglich der Beremar-Strahlung und etwaiger Transporterrückstände und ich habe alle aufgefordert, sich etwas einfallen zu lassen. Was wollen Sie denn noch mehr?"
"Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall war das unzulängliche Arbeit auf der Skate!" Lemois redete sich in Fahrt oder wollte es vielleicht sogar.
M'Boya trat ins Bild. "Jetzt beruhigen Sie sich, Commander, oder Sie bleiben die nächsten zwei Tage noch hier! Sie brauchen Ruhe."
Spencer konnte ein Schmunzeln nicht unterdrücken. M'Boya hatte ihre speziellen Methoden, um mit widerspenstigen Patienten umzugehen, im Falle von Lemois schien sie sie mit ihren eigenen Waffen schlagen zu wollen.
"Sie brauchen mich nicht einzusperren! Ich bin voll dienstfähig!", rief Lemois.
"Commander, ich streite mich nie mit meinen Patienten", stellte M‘Boya fest und blickte sie durchdringend an.
Lemois verharrte, atmete zweimal tief durch und versuchte, sich zu beruhigen.
"Danke, Doktor", sagte Spencer über die Komm-Verbindung. "Nebenbei, Commander. Ich habe vollstes Vertrauen zu Hellmann und seinen Leuten. Wenn sie nichts finden, dann ist da auch nichts, was sie finden könnten."
Lemois zögerte mit der Antwort. "Wenn Sie meinen, Captain. Ich lege mich noch etwas hin, in meinem Quartier oder so."
"Sehr vernünftig", kommentierte M'Boya, lächelte zuerst Lemois und dann den Monitor, auf dem Spencer zu sehen war, verschmitzt an.
"Lemois Ende", sagte Lemois. Das Bild auf dem Schirm in Spencers Bereitschaftsraum verschwand. Spencer atmete geräuschvoll aus. Lemois hatte, wie er bisher zur Genüge feststellen konnte, die Eigenschaft, sich über zu viele Dinge Gedanken zu machen und sich auch darüber aufzuregen, wenn sie nicht ihren Vorstellungen entsprachen. Das machte den Dienst, gerade wenn nicht alles rund und problemlos lief, nicht gerade einfacher.
Der Türsummer zirpte. "Herein!", rief er.
Fähnrich Hallersvoort trat ein. "Sir, Sie hatten auf der Besprechung gesagt, wir sollten uns etwas einfallen lassen. Ich habe mit Lieutenant Hellmann gesprochen und mir ist etwas eingefallen."
"Nehmen Sie Platz", bot er Hallersvoort an. "Was haben Sie denn?"
"Wir könnten die internen Sensoren der Skate auf permanenten Audioscan schalten und die Ergebnisse an die Kennedy senden lassen. Das braucht nur ein Minimum an Energie für die Sensoren und ich kann ein Computerprogramm schreiben, dass die große Menge an Daten automatisch auswerten kann. Sobald Leyton, wo immer er sich auch aufhält, Geräusche von sich gibt, die lauter als ein Flüstern sind, haben wir ihn."
"Interessant. Welche Bereiche des Schiffes können Sie nicht erfassen?", fragte Spencer.
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