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"Computer: Commander Spencer lokalisieren!", rief DeFalco.
"Commander Spencer befindet sich in seinem Quartier", antwortete der Stationscomputer mit seiner wie üblich stoischen Stimme.
"Und da sollte er auch bleiben", brummte DeFalco leise. Er wartete am Abend des folgenden Tages zusammen mit Hellmann, Walker und Callaway an der Shuttlerampe der Station. Nach einigen Sekunden betrat auch Hwang den Raum.
"Ah, Kim. Wurde auch langsam Zeit", sagte DeFalco.
"Ich war noch bei Johnny auf der Krankenstation", entgegnete Hwang. "Ihm geht's so langsam besser. Gerry... ich habe ein flaues Gefühl bei der Sache. Was ist, wenn das gleiche passiert, wie bei... bei..." Hwang brach ab.
"Wie bei Scott? Dagegen habe ich was. Einen der Notgeneratoren habe ich in einen tragbaren TDF-Generator umgebaut, der wenigstens die Brücke vor Schäden schützen kann.
"Können wir damit nicht wenigstens bis morgen warten...", bat Hwang.
"Kim... Entweder heute oder nie, das weißt du. Morgen beginnen die Tests wieder. Und ohne eine skateerfahrene Pilotin... können wir unseren Plan genauso gut vergessen." Er sah Hwang geradezu flehend an.
Sie kniff ihre Mundwinkel zusammen. "Na gut. Ich bin dabei." Sehr überzeugt klang sie allerdings nicht.
"Danke, Kim."
Hwang antwortete nur mit einem gequälten Gesichtsausdruck.
"Es geht los", verkündete DeFalco vernehmlich und klang dabei sehr gut aufgelegt, als hätte es den Dialog mit Hwang nicht gegeben. "Die Stationssensoren sind modifiziert, wir können."
Er führte das Team in das bereitstehende Shuttle, nur Callaway blieb zurück und trat hinter eine Konsole im Raum.
Hwang und DeFalco besetzten die Pilotensessel, die übrigen verteilten sich im Shuttle. Nachdem sich die Shuttletür hinter Walker geschlossen hatte, tippte DeFalco auf seinen Kommunikator. "DeFalco an Callaway! Wir sind startbereit."
"Verstanden", bestätigte Callaway. "Außentor in fünfzehn Sekunden offen. Viel Glück!" Langsam und geräuschvoll hob sich die Tür zum Weltraum.
"Stop."
Die Insassen des Shuttles wirbelten ohne Ausnahme erschrocken herum. Ein schief grinsender Spencer schälte sich aus einer Nische im hinteren Bereich des Shuttles. "Ja, glaubt ihr wirklich, dass ihr so eine Aktion vor mir verbergen könnt?"
"Captain... ich, also wir...", begann Hwang verwirrt.
"Hören Sie auf", lachte Spencer. "Und brechen sie das Ganze hier ab. So nicht."
"Und wie dann?", wollte DeFalco wissen.
Callaway trat an das Shuttle heran und warf einen genauen Blick in sein Inneres, er wunderte sich, warum es nicht abhob. Er prallte erschrocken zurück, als Spencer ihm übermütig zuwinkte.
"Auf die offizielle Tour zum Beispiel", schlug Spencer vor. "Ihr hättet wenigstens fragen können."
"Wir kannten doch die Antwort", beharrte DeFalco, jedoch kleinlauter als zuvor. "So wie jetzt. Wie willst du bitte Martin dazu kriegen, auf die offizielle Tour eine Nachstellung vorzunehmen?"
"Vielleicht nicht Martin." Spencer zeigte eine verschwörerische Miene. "Wie wäre es mit Moravcik? ‚Der Kommission sind Zweifel an der Richtigkeit einiger Untersuchungsergebnisse gekommen und ordnet einen Ortstermin an?‘ Oder so ähnlich..."
"Und wie wollen Sie das erreichen?" Auch Hwang blieb skeptisch.
"Lassen Sie sich überraschen. Als erstes machen Sie jetzt wieder die Außentüre zu und räumen dieses Shuttle und zwar schnell!"
"Commander Spencer, ich darf mich doch zu Ihnen setzen?"
"Aber bitte doch, Mr. Moreno." Spencer musste sich anstrengen, eine ernste Miene beizubehalten. Es war natürlich kein Zufall, dass Moreno gerade das kleine Kasino von AL4 betreten hatte. Schon seit einiger Zeit kannte er Morenos Gewohnheit, zu später Stunde einen letzten Tee genau an dem einzigen Tisch am Fenster zu trinken. Einmal, am Abend vor der Anhörung, hatte er vorgehabt, so wie jetzt dem Zufall etwas nachzuhelfen, um die Gelegenheit zu haben, ein zwanglose Unterhaltung mit Moreno zu führen, jedoch hatte er zu diesem Zeitpunkt ausnahmsweise auf seinen Schlummertrunk verzichtet.
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