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"Captain", meldete sich Quentin verunsichert zu Wort.
"Ja?" Spencer hatte vor etwa zwei Minuten Bengasi auf der Brücke abgelöst, wirkte aber auf die Brückenbesatzung nicht unbedingt sortierter als vor der Auseinandersetzung mit Bengasi.
Quentin meldete: "Ich habe gerade den Kontakt zu Navigationsfunkboje 53-Gamma verloren. Der routinemäßige Zeitabgleich nach unserem Manöver im Plasmasturm stand an."
Spencer konnte Quentins Aussage nicht prompt auf seiner inneren Bedrohlichkeitsskala einordnen. Bengasi bemerkte Spencers Verwirrung und fuhr an seiner Stelle fort: "Versuchen Sie, andere Funkbojen in der Nähe zu kontaktieren."
"53-Epsilon und 53-Kappa reagieren auch nicht", meldete Quentin.
Spencers Zustand änderte sich von einfacher Verwunderung eine Stufe in Richtung Besorgnis. "Probleme mit der Funkanlage?", erkundigte er sich.
Bengasi überprüfte dies bereits an der Maschinenkonsole. "Negativ, Captain. Diagnose der Stufe 4 zeigt keinerlei Defekte an Kurzstrecken- und Subraumfunksystemen."
"Kontaktieren Sie die nächstgelegene Sternenbasis und bitten Sie um Informationen. Wir waren einige Zeit ohne Funkkontakt, vielleicht haben wir eine wichtige Nachricht verpasst."
Quentin begann damit, Kontakt herzustellen.
"Sagen Sie, Commander, Sie sprachen von unregelmäßig auftretenden Problemen am Funksystem. Wie...?", begann Spencer, doch Bengasi schüttelte den Kopf. "Diese Probleme beschränkten sich auf Bild- und Tonstörungen beim Kurzstreckenfunk. Das kann es nicht sein."
"Captain!", rief Quentin. "Ich kann Sternenbasis 53 nicht erreichen. Subraumrelaisstation 544 reagiert ebenfalls nicht!"
"Was ist denn hier los?", fragte Spencer verstört. Langsam wuchs sich dieses Ärgernis in eine sehr unangenehme Richtung aus. "Mr. Bernhard, führen Sie einen ausgiebigen Subraumscan durch."
Dieser führte einige gewohnte Tastendrücke durch, doch bereits nach wenigen Sekunden änderte sich sein Gesichtsausdruck von routinemäßig-neugierig nach verwirrt-entsetzt. "So etwas habe ich noch nie gesehen."
Spencer und Bengasi begaben sich zu Bernhards Konsole und warfen selbst einen Blick auf die seltsamen Scanergebnisse.
"Der... der gesamte Subraum ist auf einer niedrigen Ebene völlig aus der Ordnung geraten. Es sieht aus wie... ich weiß nicht."
"Können Sie nichts genaueres sagen?", fragte Bengasi. Spencer betrachtete nur stumm die Messwerte auf den Monitoren.
"Es könnte eine Folge einer Interaktion zwischen einem Schwarzen Loch und einem Quasar sein", spekulierte Bernhard vorsichtig. "Für genauere Informationen bräuchte ich die Geräte einer supermodernen Subraumforschungsstation."
"Sie könnten Recht haben, es gibt einen Quasar in vierundzwanzig Lichtjahren Entfernung und ein Schwarzes Loch in siebenundzwanzig. Wie kommen Sie darauf?"
"Ich hatte nach dem Ende meiner Akademiezeit ein mehrmonatiges Praktikum auf der Borden-Forschungsstation absolviert. Da habe ich solche Werte schon mal gesehen, in einer Simulation", erklärte Bernhard. Die Borden-Station war eine der renommiertesten privaten Forschungseinrichtungen in der Föderation. Bernhard konnte sich glücklich schätzen, dass er dieses Praktikum hat absolvieren dürfen, es blieb für gewöhnlich Top-Absolventen der Akademie vorbehalten.
Spencer prüfte einige der Daten genauer und verglich sie mit den Betriebswerten der Magellan. "Wir werden auf die Dauer Schwierigkeiten mit dem Warpantrieb kriegen. Welcher Art kann ich unmöglich sagen, aber dem Betrieb eines normalen Warpfelds sind solche Werte mit Sicherheit abträglich." Er betätigte den Intercomschalter an Bernhards Station. "Spencer an Maschinenraum!"
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