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Logbuch des Shuttles del Cano, Commander Spencer, Nachtrag:
Den einzigen Überlebenden, den wir von der Viking haben retten können, ist ein etwa dreijähriger, menschlicher Junge. Er ist zwar noch am Leben, war aber einer hohen Dosis Strahlung ausgesetzt. Es wird schwierig werden, ihn am Leben zu erhalten, da Doktor Özhan ebenfalls schwerere Verletzungen erlitten hat. Wir werden uns möglichst schnell auf den Weg zurück zu Sternenbasis 53 machen.
"Verstanden. Halten Sie sich bereit zum Beamen, Commander. Bernhard Ende", hörte Spencer soeben noch aus der Kommunikationsanlage der del Cano, nachdem er seinen Logbucheintrag verfasst hatte.
Wenige Sekunden später erfasste ein Transporterstrahl die Shuttleinsassen und ließ Austin als Pilotin allein in der Kabine zurück. Erleichtert über den Ausgang der Mission bereitete sie den Anflug auf die Magellan vor. Sie überließ die Steuerung für fünfzehn Sekunden dem Autopiloten und fixierte rasch ihre Haare mit der Haarspange, die Spencer absichtlich oder unabsichtlich liegen gelassen hatte.
Die Gruppe materialisierte direkt auf der Krankenstation. Karov trug das Kind auf ihren Händen, Spencer und Bengasi hielten Özhan, die immer noch kaum bei Bewusstsein war.
Die beiden Pfleger, die die restliche Besatzung der Krankenstation bildeten, platzierten den Jungen und Özhan vorsichtig auf den Biobetten und begannen mit ihren Untersuchungen.
Austin kam ebenfalls herein und wurde auf einen Wink Bengasis von einem der Pfleger einer genauen Untersuchung unterzogen.
Der andere Pfleger, ein Bolianer mit dem Namen Chell, eröffnete währenddessen das Ergebnis seiner Untersuchung. "Doktor Özhan hat eine Strahlenvergiftung mittleren Ausmaßes erlitten, außerdem einige Prellungen, Quetschungen und Platzwunden. Diese zu behandeln ist kein Problem. Gegen die Strahlenvergiftung habe ich mit einer Toron-Bestrahlung begonnen und sie dazu in Stasis versetzt. Aufgrund der Art der Strahlung wird das leider nicht viel helfen. Das für die Behandlung nötige Medikament ist nicht an Bord."
"Was?", fragte Spencer entgeistert. "Das darf doch wohl nicht wahr sein! Können Sie es nicht replizieren?"
Chell verneinte. "Das Wirkstoffmolekül der Hyronalyn-Verbindung ist zu komplex, um es zu replizieren, Captain."
Bengasi und Austin tauschten zustimmend entsetzte Blicke, besonders Bengasi musste sich arg im Zaum halten, um nicht unkontrolliert herumzuschreien; er wanderte stattdessen unruhig auf und ab. Irgendwer hatte während der Vorbereitung wohl doch nicht an alles gedacht, er musste einsehen, dass sich im Nachhinein daran auch nichts mehr zu ändern war.
"Was können Sie tun?", fragte Austin, die sich äußerlich weniger anmerken ließ als der wie angewurzelt stehende Spencer oder Bengasi.
Chell blickte ratlos drein, der zweite Pfleger, Wynn, eilte ihm zu Hilfe.
"Für den Jungen gilt das gleiche, nur in wesentlich extremerem Ausmaß", berichtete er. "Er hat eine wesentlich höhere Dosis der Strahlung verkraften müssen. Ich weiß nicht, ob wir ihn überhaupt noch für einige Zeit am Leben erhalten können. Wir sind keine Ärzte, müssen sie wissen. Wäre Dr. Özhan hier, könnte sie vielleicht improvisieren, aber so..." Einer Geste der Hilflosigkeit begleitete Wynns abruptes Schweigen. Es war leicht zu sehen, dass alles in Chell und Wynn gegen die Einsicht in ihre Machtlosigkeit rebellierte; sie wollten helfen, sie sahen jedoch gleichzeitig ihre Unfähigkeit ein, dies zu tun.
"Wir sollten schnellstens abfliegen. Kümmern Sie sich darum", bestimmte Spencer. Bengasi verharrte eine Sekunde, verschwand aber dann zusammen mit Karov.
"Wie geht es mir?", erkundigte sich Austin, nachdem Wynn seinen medizinischen Tricorder wieder deaktiviert hatte.
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