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Spencer richtete seinen Blick plötzlich starr auf eine Strebe des Brückengeländers, seine Hand verharrte über dem Deaktivierungsknopf des Intercoms.
"Captain!", rief Bengasi aufgeregt.
"Bengtsson, bleiben sie dran! Ich hab's", kommentierte Spencer aufgeregt seinen plötzlichen Geistesblitz. Er stürzte unter den fassungslosen Blicken Bengasis an die Maschinenkonsole und ließ sich auch nicht von der nächsten Meldung Karovs aus der Ruhe bringen: "Strahlungseinbrüche verdichten sich. Wir sollten vielleicht langsam aufbrechen..." Sie verstummte zögerlich und warf einen fragenden, fast flehenden Blick zu Bengasi und Spencer.
Letzterer reckte zwei Finger seiner rechten Hand gut sichtbar in die Höhe, ohne jedoch den Blick von den Monitoren der Maschinenkonsole zu nehmen. "Geben Sie mir zwei Minuten. Ich muss da was ausprobieren..."
Bengasi zuckte hilflos mit den Schultern in Richtung Karov, diese wandte sich daraufhin wieder ihrer Konsole zu und versuchte, Spencer diese zwei Minuten zu ermöglichen.
Quentin drehte sich halb auf seinem Stuhl herum, kratzte sich am Kopf und stellte eine eigentümliche Miene zur Schau. Bengasi bemerkte sie, lehnte sich an das Brückengeländer neben der Maschinenkonsole, verschränkte demonstrativ die Arme vor der Brust und beobachtete Spencer, der angestrengt Daten in die Konsole eingab.
"Bengtsson?", fragte Spencer ohne von seiner Beschäftigung abzulassen in die Intercomstation links vor ihm.
"Ja, Captain?"
"Aus dem Impulsantrieb können wir nichts mehr herausholen, wie wäre es mit dem Warpantrieb?", fragte Spencer wie nebenbei.
"Mit dem Warpantrieb?", wiederholte Bengtsson einigermaßen konsterniert. "Sind Sie verrückt geworden, Captain? Sie können doch nicht den Warpantrieb im Plasmasturm aktivieren! Wenn..."
"Nicht einfach so", unterbrach Spencer Bengtsson hektisch. "Wie wäre es denn mit folgender Konfiguration?" Er drückte auf eine Taste und übermittelte die gerade eingegeben Daten an den Maschinenraum.
Bengtsson blieb einige Sekunden stumm, dann antwortete er mit einer großen Portion Zweifeln in der Stimme. "Wenn Sie meinen, Captain..."
"Ich meine, Mr. Bengtsson. Konfigurieren Sie den Antrieb und geben Sie für zwei, drei Sekunden Schub."
"Verstanden. Ende." Bengtsson trennte die Intercomverbindung.
"Bengasi, warnen Sie die Crew vor, es könnten drei ungemütliche Sekunden werden."
Mit einer Energie, die Bengasi Spencer bis vor wenigen Minuten nicht zugetraut hatte, schwang sich Spencer aus dem Stuhl an der Maschinenkonsole und saß bereits wieder auf dem Platz in der Mitte, noch bevor Bengasi Zeit und Gelegenheit gehabt hatte, Spencers Anweisung auszuführen.
Er hatte seinen Rundruf an die Crew gerade beendet, da durchfuhr bereits ein heftiger Ruck das Schiff, sprühende Funken aus weniger wichtigen Teilen des Brückeninstrumentariums waren ein deutliches Zeichen für Energieschwankungen, das feinlinige Projektionsbild des Hauptschirmes erstarb in einer dunklen Schwärze.
Nach einigen Sekunden war plötzlich wieder alles ruhig und still.
Bengtsson meldete sich ungefragt über Intercom. "Die automatische Deaktivierung hat eingesetzt, aus dem Plasmasturm sind wir raus."
"Das war gute Arbeit, Mr. Bengtsson." Spencer, der zu seiner Überraschung gerade völlig ruhig geblieben war, fand hier nicht ganz den richtigen Ton.
"Ich habe nicht viel dazugetan", hielt Bengtsson unwirsch dagegen. "Der Warpantrieb ist jedenfalls hin, dank dieses Manövers, ebenso der Traktorstrahl, der Transporter und noch einige andere Systeme. Wir beginnen mit den Reparaturen. Maschinenraum Ende."
Bengasi funkelte Spencer wütend an.
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