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Kennedy


"Gegen Willen und Vernunft"

von Andreas Drechsler

Kapitel 3


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"Danke, Admiral. Spencer Ende." Spencer schloss den Kanal, wesentlich zufriedener als vor diesem Gespräch, welches ihm ein erstes Erfolgserlebnis an diesem Tag beschert hatte. Er fuhr fort, die zum Auslaufen notwendigen Formalitäten zu erledigen.

"Paris an Counselor Naru!"
Naru, der in seinem Büro saß und sich gerade auf eine in Kürze anstehende Sitzung mit einem Patienten vorbereitete, sah auf und aktivierte den Monitor, den das Konterfei Paris‘ prompt bildschirmfüllend zierte.
"Hier Naru. Admiral?"
"Ich habe gerade ein Gespräch mit Spencer geführt und sein Verhalten scheint darauf hinzudeuten, dass Sie sich wohl geirrt haben. Er wirkte normal, völlig ruhig und beherrscht. Ich kann Ihnen eine Aufzeichnung zukommen lassen, wenn Sie möchten", schlug Paris vor.
"Gerne, Admiral. Ich würde mich freuen, wenn meine Einschätzung wirklich falsch gewesen sein sollte", antwortete Naru, dem das Wohlergehen Spencers mehr am Herzen lag als die unbedingte Richtigkeit seiner eigenen Expertise.
"In Ordnung, Counselor. Paris Ende."
Naru erwartete die Datenübertragung, die auch prompt durchgeführt wurde und sah sich den Wortwechsel zwischen Spencer und Paris mehrfach an. Die ausgeglichenen und bedächtigen Reaktionen Spencers auf die wie üblich schroffen, direkten Aussagen von Paris schienen die Ansicht Paris‘ zu bestätigen. Er konnte dennoch das Gefühl nicht loswerden, dass das Auftreten Spencers nicht das war, was es zu sein vorgab; der Teufel musste im Detail stecken, allerdings so gut verborgen, dass Naru ihn nicht entdecken konnte. Sichtlich unzufrieden fuhr er mit den Vorbereitungen auf seine nächste Sitzung fort.

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