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Logbuch der Magellan, Sternzeit 21476,0, Commander Spencer: [22.06.2344 05:11:02]
Wir befinden uns im Anflug auf Sternenbasis 53, endlich, möchte ich sagen. Ich bin froh, dass die Mission wenigstens zum Teil erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Bis jetzt haben wir keine Nachricht über den Zustand Doktor Özhans oder des Jungen erhalten können.
Spencer war sich klar, dass dieser, sein letzter Logbucheintrag an Bord der Magellan nicht besonders gelungen war, aber er war einfach nur froh, dass er ihn hinter sich gebracht hatte.
"Captain, wir werden gerufen. Es ist Admiral Paris." Quentin hatte den Moment, in dem Spencer den Deaktivierungsknopf der Logbuchaufzeichnung drückte, exakt abgepasst.
"Auf den Schirm."
"Willkommen zurück, Captain", begrüßte Paris Spencer in seinem üblichen, gleichmütigen Tonfall.
"Wissen Sie schon etwas über Doktor Özhan und den Jungen, Admiral?", fragte Spencer erwartungsvoll.
"Noch keine Informationen", antwortete Paris. "Die Ärzte kämpfen weiter um ihre Leben. Ich übermittle Ihnen jetzt ihre genauen Dockanweisungen. Sie erwarte ich in einer halben Stunde in meinem Büro. Mit dem fertigen Missionsbericht. Paris Ende."
"Fähnrich Austin, folgen Sie den Anweisungen." Spencer war mehr als froh, endlich die Sternenbasis in direkter Sichtweite zu haben. Und den Bericht hatte er auch fertig geschrieben, auch wenn es ihm alles andere als leicht gefallen war.
Der Admiral beobachtete den weiteren Anflug der Magellan auf dem großflächigen Sichtmonitor in seinem Büro, als plötzlich sein Kommunikationsgerät summte.
"Paris hier."
"Counselor Naru. Ich hörte gerade, die Magellan kommt wieder."
"Sie haben richtig gehört, Counselor. Was wollen Sie?"
"Wenn Sie mit Spencer sprechen, da wäre ich gerne dabei."
"Das ist möglich, Counselor. In dreißig Minuten in meinem Büro."
Paris warf einen letzten Blick auf die zu seiner Zufriedenheit äußerlich unversehrte Magellan, die gerade die nur leicht beschädigt wirkende Viking auf der für sie vorgesehenen Parkposition vom Traktorstrahl gelöst hatte und widmete sich wieder seiner Arbeit. Ein erster Bericht der Krankenstation über die Strahlenopfer traf ein.
"Der Andockvorgang ist abgeschlossen, Captain", meldete Austin. Sie hörte sich beinahe so an, als wäre sie besonders stolz darauf.
"Danke, Fähnrich." Spencer erhob sich. "Das war's. Sie alle haben recht gute Arbeit geleistet... in der meisten Zeit jedenfalls. Ich wünsche Ihnen allen viel Glück für ihre jeweilige Zukunft, ich verabschiede mich", leierte er seine vorher zurecht gelegten Abschiedsworte herunter.
"Auf Wiedersehen, Captain", sagte Karov gerade noch rechtzeitig, bevor Spencer im Turbolift verschwunden war. Er fuhr in sein Quartier, nahm seine bereits zusammengepackten Sachen und verließ auf dem schnellsten Wege die Magellan, noch bevor etwas wie Abschiedsstimmung aufkommen konnte. Die Mission hatte er überstanden, glücklich im wahrsten Sinne des Wortes. Er sehnte sich nach der Geborgenheit seines Quartiers auf der Sternenbasis.
Eine knappe halbe Stunde später stand er vor dem Büro des Admirals. Er kam sich vergleichsweise klein vor, wie er vor den riesigen Türen stand. Er betätigte den Türsummer.
"Herein!", rief Paris. Die Türen glitten dicht vor ihm auseinander, er ging einige langsame Schritte in den Raum hinein.
"Commander Spencer meldet sich wie befohlen, Admiral", brummte er. Paris sah sehr reserviert drein, die Meldung war wohl für seinen Geschmack nicht schneidig genug ausgefallen. Erst auf den zweiten Blick wurde Spencer gewahr, dass noch jemand im Büro des Admirals anwesend war. Er ließ sich die Überraschung äußerlich nicht anmerken.
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