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"In Ordnung", bestätigte Spencer zufrieden und deaktivierte das Intercom.
"Die Northern Star meldet sich wieder", gab Quentin bekannt.
"Lassen Sie hören."
"Wir haben die beiden, Captain", sagte Cohen. "Unser Doktor meint, dass es nicht gut um die beiden steht. Er wird aber alles in seiner Macht stehende versuchen."
"Dann wünsche ich viel Glück", antwortete Spencer halblaut. "Und einen guten Flug, Captain Cohen."
"Ihnen ebenfalls, Captain Spencer. Wollen wir sehen, wie lange die Magellan mit der Northern Star noch mithalten kann?", fragte Cohen mit einem Lächeln und einem Augenzwinkern.
Spencer war nach allem anderen als nach Spielchen zumute. "Fliegen Sie bitte ab, Captain, und zwar so schnell wie möglich", brummte er müde. "Jede Sekunde zählt, Spencer Ende."
Achselzuckend und ein bisschen enttäuscht trennte Cohen die Verbindung, die Northern Star flog eine gewagte Schleife und beschleunigte auf Warp. Warp 8.2, so konnte Spencer ablesen.
Einige Sekunden später folgte die Magellan der Northern Star, allerdings nur mit Warp 5. Bengtsson wollte den Antrieb nach dem materialbelastenden Durchflug durch die Subraumanomalien nicht mehr als nötig belasten und dafür bestand auch jetzt keine Notwendigkeit mehr. Im Gegenteil, so hatte Spencer mehr Zeit für das, was ihm nun bevorstand.
"Ich bin in meinem Raum. Ich muss jetzt tief nachdenken was ich schreiben werde", verabschiedete sich Spencer. "Lt. Karov, Sie übernehmen die Brücke."
Karov nickte verständnisvoll und nahm den leer gewordenen Platz in der Mitte ein, nachdem Fähnrich Sey als ihre Vertretung eingetroffen war.
Im Bereitschaftsraum sah sich Spencer mit der sprichwörtlichen Ruhe nach dem Sturm konfrontiert. Er ließ sie fünf Sekunden auf sich einwirken, dann begann er damit, den Missionsbericht in aller ihm zur Verfügung stehenden Objektivität zu verfassen.
Er hatte etwa eine halbe Stunde gearbeitet, als sich der Türsummer bemerkbar machte.
"Herein!", rief Spencer, dankbar für diese Unterbrechung, in der sich seine Objektivität etwas Erholung verschaffen konnte.
"Störe ich, Captain?", fragte Karov, die in der Türe stand.
"Ja, aber das macht nichts", brummte Spencer. "Nehmen Sie Platz. Wer ist jetzt auf der Brücke?"
"Lieutenant Bengtsson. Er musste einige Kontrollen an der Maschinenstation durchführen und da...", begann Karov, doch Spencer unterbrach sie, indem er die Hand hob.
"Was ich Sie fragen wollte..."
"Ja?", fragte Karov, nachdem sie sich gesetzt hatte.
"Warum waren Sie zu mir gekommen und haben mich über das Problem mit den Tetryon-Partikeln in Kenntnis gesetzt? Ich meine, nach meiner Vorstellung auf der Brücke zuvor."
"Sie waren immer noch der rechtmäßige Captain und es bot sich eine taktische Gelegenheit, das Kommando auch praktisch wieder zu übernehmen", antwortete Karov als wäre es selbstverständlich.
Spencer hob verwundert eine Augenbraue, sagte aber nichts. Karov stellte nun ihre Frage. "Was passiert eigentlich jetzt?"
"Nun, Commander Bengasi und wahrscheinlich auch Lieutenant Bengtsson werden größere Schwierigkeiten bekommen. Beide haben aktiv an der Meuterei mitgewirkt. Und selbst wenn ich Bengtssson zugute halten muss, dass er hinterher meinem Vorschlag gefolgt ist, kann ich den überflüssigen Kinnhaken, den er Bengasi öffentlich im Maschinenraum verpasst hat, nicht einfach vergessen."
Karov nickte, auch wenn sie in ihrem Inneren der festen Überzeugung war, dass Bengtsson völlig richtig gehandelt hatte. Auch wenn der Kinnhaken gegen die Vorschriften verstoßen hatte, so ging von ihm doch eine bedeutende Signalwirkung aus... Sie beschloss aber, nicht mit Spencer darüber zu diskutieren.
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