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Spencer deutete ein fast unmerkliches Lächeln an. "Deine Probleme will ich haben. Obwohl, ich will überhaupt irgendwelche Probleme haben. Sonst verlerne ich's noch, das Problemlösen außerhalb des Schachbrettes..."
DeFalco blickte Spencer ein, zwei Sekunden prüfend an. "Ist mit dir alles in Ordnung?" Sehr kommunikativ war Spencer noch nie gewesen, doch er wirkte seltsam matt und passiv auf DeFalco, selbst für seine Verhältnisse.
"Sicher. Ich fühle mich gut. So entspannt, wie selten in den letzten zwei, drei Monaten."
"Na dann." DeFalco klang immer noch leicht irritiert. "Ich sage dann mal Tschüss. Man sieht sich, Andy."
"Ja, tschüss. Bis irgendwann mal."
DeFalco war derjenige, der nach einigen Bruchteilen von Sekunden die Verbindung trennte.
Spencer warf einen Blick auf den Chronometer an der Wand und stellte fest, dass es Zeit würde. Er leerte mit einem tiefen Zug seine Tasse und begab sich pflichtbewusst zum Büro von Counselor Naru, um sich seinem heutigen Sigmundtest zu unterziehen. Mechanisch begrüßte er Naru, einen baumlangen, für gewöhnlich gut gelaunten, menschlichen Mann karibischer Herkunft, der keine Gelegenheit ausließ, seine blitzenden Zähne zu zeigen.
"Commander, ist etwas nicht in Ordnung mit Ihnen?", fragte Naru, während Brenden, sein Assistent, mit den Vorbereitungen des Tests begann. Spencers physiologische Reaktionen wurden während des Tests aufgezeichnet und Naru zur Bewertung sichtbar gemacht, das bedurfte einiger Anpassungen sowohl des Computers als auch Spencers.
"Sie sind heute bereits die zweite Person, die mich das fragt, Counselor", antwortete Spencer ganz ohne Ärger in der Stimme. "Mit mir ist alles in Ordnung."
"Die zweite Person?" Naru war natürlich bekannt, das Spencer sich selten in Gesellschaft aufhielt und er konnte sich nicht erinnern, dass ihn der Computer auf einen Bekannten Spencers in den Passagierlisten der letzten Tage hingewiesen hatte. Rein interessehalber fragte er deswegen nach.
"Lieutenant DeFalco kontaktierte mich heute morgen via Subraum", antwortete Spencer.
"Worüber haben sie mit ihm gesprochen?"
Spencer musste einige Sekunden überlegen, bis er Narus Frage beantworten konnte. "Er hat mich nach dem Ergebnis der Anhörung gefragt und danach, wann ich ein neues Kommando bekomme. Wo wir gerade dabei sind, wie sieht's denn damit aus, mit dem Kommando, meine ich? Wissen Sie etwas?"
Naru hielt kurz inne. "Sie sind auf dem Wege der Besserung, Commander. Es wird nicht mehr lange dauern. Aber jetzt noch nicht."
Brenden gab Naru ein Zeichen, dass die Vorbereitungen abgeschlossen seien.
"Darf ich sie dann bitten, Commander?", lud Naru Spencer ein, die psychoanalytische Maschine namens ‚Sigmund‘ zu betreten.
Dieser zwängte sich mit geübten Bewegungen durch den engen Eingang in den schalldichten Raum, der in der Mitte mit einer bequemen, weichen Liege ausgestattet war, seine Wände und die Decke waren in zartem Rosa gehalten und gewölbt. Durch eine beabsichtigte Ähnlichkeit zu einer menschlichen Gebärmutter sollte der menschliche Patient dazu gebracht werden, sich wohl zufühlen und es dem Psychologen möglichst leicht zu machen, in die entferntesten Winkel seines Bewusstseins vorzudringen und ihm somit die ureigensten Gründe für seine Handlungen zu eröffnen. Für jede Spezies konnte der Raum individuell verändert und angepasst werden.
Naru gab Spencer einige Sekunden, um eine bequeme Position auf der Liege zu finden, auch überprüfte er, ob alle Daten Spencers korrekt an seinen Platz übertragen wurden.
"Sind Sie bereit, Commander?", fragte er rhetorisch.
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