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Kennedy


"Die Sphären der Algiebaner"

von Andreas Drechsler

Kapitel 4


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"Willkommen zurück. Was haben Sie denn erfahren?", begrüßte Spencer die Fünf, nachdem sie den Turbolift erfolgreich verlassen hatten.
Lemois berichtete Spencer kurz über die Ergebnisse des Gesprächs mit Ethnys.
"Also, die Sphären sind weg, auf welche Weise auch immer, und wir sollen sie zurückholen", resümierte er. Er dachte nach. "Mr. Hellmann, können Sie die Sensoren so modifizieren, dass Sie dieses Poly-Jakmanit/..." - er suchte nach dem Begriff - "wie auch immer orten können?"
"Poly-Jakmanit/Vendarit", wiederholte Hellmann geduldig. "Solange es nicht pures Jakmanit ist, kein Problem." Er setzte sich an Terminal I und begann mit dem Abtasten von Chort.
"Wie lange brauchen Sie ungefähr?", fragte Spencer.
"Maximal eine Minute, Captain. Beide Stoffe sind extrem selten, die Verbindung sowieso" meinte Hellmann. "Die Feinjustierung ist das Problem."
"Gut. Alle übrigen bitte in den Besprechungsraum, Sie kommen nach, wenn Sie fertig sind. Mr. Torrente, Sie übernehmen."
Nachdem alle ihre üblichen Plätze eingenommen waren, begann Spencer: "Falls die Sphären nicht mehr auf Chort sind, stellt sich die Frage, erstens, wer hat den Algiebanern ihre Sphären gestohlen und zweitens, wo sind die Sphären? Was haben wir zu erstens?"
"Wir wissen, dass sich die Sphären nicht beamen lassen", begann Karov bedächtig.
"Moment!", unterbrach DeFalco. "Utrece sagte, dass keine Transportererfassung möglich sei. Das ist etwas anderes."
"Und das heißt?", fragte Lemois. Hellmann hatte seine Arbeit auf der Brücke abgeschlossen und gesellte sich zur versammelten Runde.
DeFalco erklärte es gestenreich: "Die Sphären lassen sich wahrscheinlich durchaus beamen, wenn man mit einem Tricorder daneben steht und die Koordinaten ans Schiff übermittelt. Oder reagiert Poly-Jakmanit/Vendarit allergisch auf Transporte?"
"Ich habe mich gerade schlau gemacht, da gibt‘s keine Probleme", antwortete Hellmann. "Von dem ausgehend, was mir Priester Utrece gezeigt hat, müssen wir die Sphären in maximal sechs Tagen finden, weil nur bis dahin noch genügend von dem PJV vorhanden ist, um genügend Nahrung zu konservieren." Fragende Mienen erschienen auf Gesichtern von einigen Anwesenden bis sie die Abkürzung PJV mit Poly-Jakmanit/Vendarit assoziiert hatten.
"Aha", sagte Spencer. "Die Sphären sind also nicht mehr auf Chort?"
"Nein, Sir. Es gab zwar Reste der Substanz, aber diese waren in der Apparatur, die ich vorhin bereits auf dem Planeten gescannt hatte."
"Also könnte doch ein Schiff im Orbit gewesen sein. Es beamt jemanden heimlich an den Ort, an dem die Sphären aufbewahrt werden, dieser Jemand übermittelt die Koordinaten an sein Schiff und wird mitsamt den Sphären an Bord gebeamt. Fertig", überlegte Spencer.
"Das klingt plausibel", stimmte sogar Lemois zu. "Und anders werden diese Sphären kaum vom Planeten verschwunden sein."
"Wir brauchen unbedingt Sensorenaufzeichnungen dieses Systems der letzten drei Wochen. Wer kommt da in Frage?" Die letzten Worte Spencers galten Hwang.
Sie legte sich die Informationen auf den kleinen Computermonitor, der an jedem Platz installiert war und las: "Das wären wir, Sternenbasis 53, Subraumrelaisstation 513, sowie ein kleines privates Handelsschiff, die S.S. Mira."
"Legen Sie eine Sternenkarte auf den Monitor und zeichnen Sie die Positionen und Kurse ein!", ordnete Lemois an. Hwang ließ den Computer die Grafik, an der sie die Informationen abgelesen hatte, auf den großen Monitor an der Wand projizieren.
"Das ist nicht schön", brummte Spencer. "Wir sind erst seit zwei Tagen im Abtastradius und sowohl Sternenbasis 53 als auch Relaisstation 513 sind eigentlich schon zu weit weg, als dass sie noch Daten über dieses System liefern könnten, die ausreichend klar sind, um ein Schiff zu identifizieren. Interessanter sieht da schon die Mira aus." Anhand dessen, was Spencer am Monitor ablesen konnte, hatte die Mira, ein kleiner Frachter einer privaten Handelsfirma, den Bereich um Chort vor zwanzig Tagen passiert.

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