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Kennedy


"Die Sphären der Algiebaner"

von Andreas Drechsler

Kapitel 17


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"Ich habe diese Informationen nicht, Alzo!", gellte die von Verzweiflung erfüllte Stimme Achuts durch den düsteren Lagerraum. "Wenn Shudar sie hatte, hat er sie mit ins Grab genommen!" Lemois und Nida liefen beim Widerhall Schauer über den Rücken. Sie fragten sich, wie es Dercoux und seiner Geduld ergehen mochte, alleine, verborgen, wartend im dunklen Gang.
"Das will ich nicht hoffen", drohte der kleinere der beiden Orioner, der wohl Alzo hieß. "Umsonst haben wir diesen Aufwand nicht getrieben. Sie stehen in unserer Schuld, vergessen Sie das nicht!"
"Wir wollten doch... kooperieren!", brachte Achut verstört hervor, doch Alzo wischte seine Aussage mit einer verächtlichen Geste ins Nichts. "Sie haben achtzehn Stunden Zeit, um die Information zu besorgen. Ansonsten..."
Mit seinem stummen Partner im Gefolge bewegte er sich in Richtung des Hauptzugangs, ein sprichwörtliches Häufchen Elend von Achut zurücklassend.
Mit hektischer Gestik wollte Lemois Nida dazu bewegen, den Weg zurück zu nehmen, den sie gekommen waren, doch diese war bereits vorausgekrochen. Lemois beeilte sich, mit ihr Schritt zu halten, ohne ihre Anwesenheit durch eine unbedachte Bewegung zu verraten.
Mit einer abrupt einsetzenden Handbewegung fegte Alzo eine Reihe aus der Ferne unidentifizierbarer Gegenstände von der dem Ausgang nächststehenden Haltevorrichtung, die geräuschvoll auf den harten Boden krachten. Lemois und Nida nutzten diese Gelegenheit, um ihr Verschwinden risikolos zu beschleunigen.

Dercoux erschrak, als zwei Gestalten mit Getöse den Lagerraum verließen und die bedrückende Stille auf dem Gang urplötzlich durchbrachen. Seine eigene Geräuschentwicklung in Folge des Schrecks ging glücklicherweise darin unter.
Er war unsicher, wie er verfahren sollte, schließlich war es eigentlich nur seine Aufgabe, den vorderen Ausgang zu bewachen. Die Versuchung war groß, den beiden Unbekannten zu folgen, doch das Risiko, dies ohne Anweisung und vor allem ohne Rückendeckung zu tun, wollte er nicht eingehen. Erleichtert war er, als seine Ohren ein eindeutiges Kommunikatorsignal von Lemois vernahmen. Er löste sich aus seinem Versteck und folgte den beiden, indem er jede sich bietende Deckung voll ausnutzte.
"Menos wird nicht erfreut sein", murmelte der kleinere Orioner unvermittelt. Dercoux konnte diese Antwort nicht zuordnen, während er gleichsam versuchte, ungesehen an die beiden Anschluss zu halten, ohne Lemois und Nida die Chance zu verbauen, zu ihm aufzuschließen.

"Wenn es bei diesen Geschäften um Technologie geht...", überlegte Karov, die zusammen mit Hwang und Hellmann ziellos über die betriebsamen Gänge schlenderte und mit ihnen nach dem erlösenden zündenden Gedanken suchte, "... kann man da nicht versuchen, die Ultraschallwaffen zu identifizieren?"
"Wenn überhaupt mit diesen gehandelt wurde", warf Hellmann ein. "Daran verweigert uns den Zugang zu den Verschlüsselungsalgorithmen und das leider mit Recht."
"Wie wäre es damit", platzte Hwang plötzlich heraus und platzierte sich so, dass sie ganz dicht bei Hellmann und Nida stand. "Alkaid ist für die Zalkonianer eine Art Spionagezentrum", flüsterte sie.
"Wenn dem so ist", begann Karov, deren blaue Augen sich vor Einfällen und Gedankensprüngen unruhig in rascher Folge auf wechselnde Ziele fixierten, "... dann gibt es viele Möglichkeiten. Die Geschäfte sind vielleicht alle nur Tarnung. Oder was, wenn Menos Geheimagent des Zalkonianers ist und Shudar Doppelagent oder aktiver Spion gegen die Zalkonianer und nicht nur Informant?", sprudelte es hastig aus ihr heraus. "Die finden es heraus und beauftragen einen ihrer Agenten, Shudar zu ermorden. Die Ultraschallwaffen passen auch."

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