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Inzwischen waren die Geschäftsräume Shudars Gegenstand eifriger Ermittlungen der sofort herbeigerufenen Stationssicherheit, eine von einer vielstimmig diskutierenden Menge umsäumte Absperrung verhinderte das Betreten des Tatorts. Das Außenteam war kurz aber ergebnislos befragt worden, M‘Boya hatte darüber hinaus darauf bestanden, gemeinsam mit dem vergleichsweise spärlich ausgerüsteten medizinischen Team der Station die Untersuchung des inzwischen zweifelsfrei als Shudar identifizierten Leichnams vorzunehmen.
"Sind Sie fertig?", fragte der orionische Sicherheitschef namens Daran schneidend.
M‘Boya, die lässig an der dem Leichnam nahen Seitenwand lehnte, sah von ihrem Tricorder auf und musterte Daran mit einem durchdringenden Blick, worauf dieser unbewusst einen Schritt zurücktrat. "Bald", erwiderte M‘Boya knapp. "Ohne eine gründliche Autopsie, die die yridianischen Bräuche verhindern, können wir ohnehin nur an der Oberfläche kratzen."
"Wie meinen Sie?"
"Wir werden nicht das Wissen erlangen können, dass wir bräuchten, um diesen Mord zu lösen", erklärte sie wie auswendig gelernt.
"Ich werde diesen Mord lösen, und nicht wir", verbesserte Daran energisch. "Sagen Sie mir, was Sie wissen, dann können Sie gehen und weiter nach dieser... dieser Sphäre suchen."
Lemois, die M‘Boya gerade durch eine stumme Geste herbeiholen wollte, baute sich auch ohne diese wie aus dem Nichts kommend vor Daran auf. "Wir haben ihn gefunden, das sollten Sie nicht vergessen!", rief sie. "Shudar hat die Sphäre, die wir suchen und dass er ermordet wurde geht uns fast noch mehr an als sie!"
Daran nahm Lemois ebenso fest ins Visier wie sie ihn. "Das einzige was sie hier angeht, ist das, was hinter dieser Absperrung passiert! Also los, gehen Sie!"
"Wir werden nicht gehen, sondern ermitteln", formulierte Lemois überdeutlich und verschränkte die Arme.
Daran funkelte sie wütend an, wägte aber zur gleichen Zeit die Optionen ab. Er bezweifelte, dass es geschickt sein würde, sich das Sternenflottenteam zum Feind zu machen. Würden sie ihrem Ruf gerecht werden, würden sie ohnehin ermitteln, ohne dass er Einfluss darauf hatte... außer es gab jemanden, der Einfluss auf sie hatte.
"Ich möchte ihren Captain sprechen", forderte Daran.
"Mit Vergnügen", erwiderte Lemois siegessicher. Sie tippte auf ihren Kommunikator. "Lemois an Kennedy!"
"Kennedy, Spencer hier", knarrte Spencers Stimme über den Kommunikatorlautsprecher.
"Captain, hier ist jemand, der möchte unbedingt mit Ihnen reden", formulierte Lemois umständlich. Mit wenigen Tastendrücken funktionierte sie ihren Tricorder zum Sprechgerät um, den sie Daran mit einer übertrieben geschwungenen Geste und einem vergnügten Gesichtsausdruck darbot.
"Ich höre", brummte Spencer.
"Sicherheitschef Daran von der Alkaid-Station." Ihm war sichtlich unwohl, sich mit einem Tricorder zu unterhalten, das sah man ihm nicht nur an, das hörte man auch. "Captain Spencer, ihre Leute behindern meine Ermittlungen im Fall Shudar. Ziehen Sie sie ab und lassen Sie uns unsere Arbeit machen!"
"Kommt nicht in Frage", entgegnete Spencer entschieden. Lemois hatte ihn bereits in aller Kürze über die momentane Lage ins Bild gesetzt. "Shudar ist der Hehlerei und der Beihilfe zum schweren Raub verdächtig. Da er umgebracht wurde, greifen die Regelungen zum Schutz seiner Privatsphäre nicht mehr. Meine Leute haben die Pflicht, seinen Tod zu untersuchen und sein Leben auf mögliche Verbindungen zur von uns gesuchten Sphäre. Weiterhin erhalten sie vollen Zugang zu ihren Ermittlungsergebnissen und zu allen Computerdaten, die Shudar betreffen. Im Gegenzug bieten wir Ihnen an, unsere Ermittlungsergebnisse zu teilen."
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