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Logbuch der Kennedy, Sternzeit 21717.0, Commander Spencer: [18.09.2344 10:16:36]:
Wir nähern uns dem Alkaid-System und werden auf der dortigen Handelsstation nach der letzten verbliebenen Sphäre suchen.
"Spencer an Lemois! Wir treffen im Alkaid-System ein. Ich würde vorschlagen, dass Sie auf die Brücke kommen." Nachdem er bereits drei einfache Erinnerungssignale in Lemois Quartier geschickt hatte, versuchte er es jetzt mit einem direkten Kommunikatorsignal. Seine wachsende Ungeduld konnte er nicht aus seinem Tonfall verbannen.
"Lemois hier. Geben Sie mir noch einige Minuten, Captain", bat sie. Offensichtlich hatte sie bis gerade tief und fest geschlafen, denn die Antwort ließ einige Sekunden auf sich warten und ihr Tonfall wirkte träger als sonst.
"In Ordnung, Commander", erwiderte Spencer neutral. Schließlich hatte auch er sich beim Anflug auf Phad verspätet und wenn, dann Gleichheit für alle...
Karovs Konsole ließ ungewöhnliche Warnsignale ertönen. Spencer sah auf.
"Ich registriere energetische Entladungen aus dem Alkaid-System. Ein Kampf", berichtete sie ungefragt. "Ich kann leider nicht sagen, ob die Station betroffen ist."
"Alarmstufe Rot, Schilde hoch", reagierte Spencer unruhig abwartend. Das hörte sich nicht gut an...
"Wir sind in Reichweite", rief Hwang.
"Unter Warp gehen in sicherer Entfernung! Phaser in Bereitschaft, die Quelle der Entladungen auf den Schirm. Und einen genauen Lagebericht", forderte Spencer.
Die Kennedy fiel auf Sublichtgeschwindigkeit, zwei in nicht allzu großer Entfernung von der Handelsstation kämpfende großvolumige Schiffe erschienen auf dem Bildschirm, zwischen ihnen tummelte sich noch ein sehr kleines. Sie alle verschossen zuckende Energieblitze verschiedenster Farbgebung; gerade als Spencer die Lage erfasst hatte, wurde die Station von einem fehlgeleiteten Schuss des ganz in Blau gehaltenen Schiffes gebeutelt. Sie erwiderte nicht das Feuer.
"Ein orionisches und ein flaxianisches Schiff und sein Shuttle sind in den Kampf verwickelt, mehrere andere Schiffe haben sich in sichere Entfernung zurückgezogen", berichtete Karov. "Ihre Waffen sind nicht stark, ihre Schilde auch nicht. Im Moment ist die Lage ausgeglichen."
"Uns erreichen drei Hilferufe, die beiden Schiffe und die Station", vervollständigte Terk verwirrt.
Atemlos erschien eine sehr ungeordnet wirkende Lemois auf der Brücke, gerade rechtzeitig, um die letzten Worte Terks vernehmen zu können.
"Schalten Sie mich auf alle", wies ein ebenso verwirrter Spencer an. Lemois nahm Platz, die Entwicklung der Situation interessiert beobachtend.
"Hier spricht Captain Spencer von der U.S.S. Kennedy", schnarrte Spencers Stimme. "Ich fordere Sie hiermit auf, ihr Feuer mit sofortiger Wirkung einzustellen. Andernfalls werden wir Maßnahmen ergreifen!"
"Keine Reaktion", berichtete Karov enttäuscht.
"Miss Hwang, steuern Sie uns genau zwischen die beiden Kampfhähne. Schirmen Sie sie voneinander ab. Das kleine Schiff wird mit dem Traktorstrahl auf einer entfernten Position gehalten. Wir feuern nicht", brummte Spencer, bei den letzten drei Worten ließ er Lemois nicht aus den Augen. Sie tat, als bemerkte sie den eindringlichen Blick Spencers nicht.
"Traktorstrahl ausgerichtet", gab Karov bekannt.
"Kein Problem", bestätigte Hwang fröhlich. "Die sind viel zu schwerfällig, die Großen." Mit sichtlicher Freude genoss sie es, die Beschleunigungskraft und die Wendigkeit der Kennedy unter Beweis stellen zu können, sie flog enge Schleifen um die beiden in den Kampf verwickelten Schiffe und erreichte somit, dass nachdem eine hellgelb leuchtende Entladung den Rumpf der Kennedy nur knapp verfehlt hatte, für fünf Sekunden keines der großen Schiff einen weitereren Feuerstoß ausspuckte.
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