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Kennedy


"Die Sphären der Algiebaner"

von Andreas Drechsler

Kapitel 13


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"Sind alle okay?", fragte Lemois, nachdem sich das Krachen gelegt hatte.
Nacheinander meldeten sich Karov, DeFalco, Hellmann und nach einigen bangen Sekunden auch N'Kono. Keiner hatte sich nach eigener Aussage schwerer verletzt; überprüfbar war das für Lemois nicht, da es stockdunkel war und man nicht die Hand vor Augen sehen konnte.
"Was ist mit Mr. Seda im Cockpit?", erkundigte sich Karov.
Lemois überlegte. Sie lag an der Schleuse im Heck, zwischen ihr und der geborstenen Cockpittür lag die gesamte Passagierkabine übersät von allerlei Trümmern.
"Wer ist dem Cockpit am nächsten?"
"Das bin ich, glaube ich, Commander", meldete sich N'Kono.
Sie richtete sich vorsichtig auf. "Dann sehen Sie nach! Kann einer von den übrigen einen Tricorder finden? Ich will wissen, wie tief wir uns im Moment befinden und in welchem Zustand die Außenhülle ist!"
"Ich habe meinen noch", sagte Hellmann. "Einen Moment bitte."
Ein glühendes Leuchten in Form von Hellmanns Tricorderanzeigen erleuchtete die ansonsten dunkle Kabine. Aus dem Cockpitbereich ertönte einige klirrende Geräusche und ein unterdrückter Fluch N'Konos.
"Was haben Sie?", rief Lemois.
"Ich habe mich geschnitten, Ma'am", berichtete er. "Nichts schlimmes. Seda liegt bewusstlos auf der Instrumententafel. Mehr kann ich nicht sagen."
"Versuchen Sie, ihn aufzuwecken! Ohne seine Hilfe werden wir hier überhaupt nichts ausrichten können. Was haben Sie, Mr. Hellmann?"
"Die Außenhülle ist unbeschädigt. Wir befinden uns etwa dreihundertfünfzig Meter unter dem Meeresspiegel. Der Druck auf die Hülle ist enorm, länger als fünfzehn bis zwanzig Minuten haben wir wohl nicht Zeit."
Lemois überlegte kurz. "Versuchen Sie, wieder Licht und Energie zu beschaffen und die Antriebe wieder in Funktion zu setzen. Ich werde die Kennedy kontaktieren."
"In der Nähe befindet sich außerdem eine Felsformation, die mein Tricordersignal zurückwirft. Ich kann nicht sagen, ob das Kommunikatorsignal wirklich ankommen wird", fügte Hellmann seinem Bericht hinzu.
"Das werde ich ja sehen", gab Lemois unbeeindruckt zurück.
"Zwanzig Minuten?" DeFalco kratzte sich erschrocken am Kopf. "Gerry, lass dir was einfallen", sagte er zu sich selbst. "Christoph, Talja, stellt eure Tricorder auf visuellen Scan ein und überblendet mit maximaler Helligkeit. Dann habt ihr eine bessere Taschenlampe."
Hellmann stellte seinen Tricorder dementsprechend ein und leuchtete so lange, bis Karov und DeFalco ihre Tricorder gefunden hatten und es ihm gleichtun konnten.
"Lemois an Kennedy!" Sie musste einige Sekunden auf eine Antwort warten.
"Kennedy, Spencer hier", schepperte es dann aus ihrem Kommunikator. Das Wasser über ihnen und die Felsformationen in der Nähe störten das Signal erheblich. Bei einem solch mäßigen Empfang war es vermutlich für den Transporter unmöglich, Werkzeuge oder Gegenstände hier unten hin zu beamen oder gar sie hier herauszuholen.
"Captain, wir haben die Sphäre gefunden", meldete Lemois und hoffte, dass er sie verstehen konnte. "Wir sitzen allerdings dank eines Unfalls in dreihundertfünfzig Meter Tiefe fest. Können Sie uns mit dem Transporter erfassen?"
"Moment, Commander."
Lemois hörte knarrende Geräusche aus ihrem Kommunikator. Das Signal verlor an Stärke.
Spencer meldete sich wieder. "Negativ. In ihrer Nähe befindet sich Felsgestein unter anderem aus Fistrium, das die Transporter stört. Sollen wir ein Shuttle schicken?"
"Es muss in zwanzig Minuten hier sein. Länger wird unsere Außenhülle dem Druck nicht standhalten." Wie zur Bekräftigung waren im Hintergrund die ersten leisen Knarrgeräusche zu hören.

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