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Logbuch der Cousteau, Sternzeit 21167.6, Commander Spencer: [01.03.2344 08:11:54]
Nach momentaner Lage der Situation bleibt uns nichts anderes übrig, als mit einem bewaffneten Rettungstrupp zu landen und die Diplomaten zu befreien. Das ist nicht ohne Risiko, weder für die Mannschaft, noch für die Diplomaten, aber es scheint nicht so, als würden uns die Tzenkethi in irgendeiner Weise entgegenkommen. Vielleicht respektieren sie unser Zeichen der Stärke. Ob es allerdings wirklich Zeichen von Stärke ist, mit Waffengewalt vorzugehen, sei dahingestellt.
Spencer betrat die Shuttlerampe, wo Fähnrich Thalvan auf ihn wartete. "Captain?"
"Was gibt's, Fähnrich?"
"Ich möchte mich für den Einsatz freiwillig melden, Sir."
Spencer wusste, dass Thalvan Phaser-Scharfschütze war, ein guter Kämpfer sowieso und dass sie jeden Mann brauchten. Aber er wusste auch, dass Thalvan andorianischer Abstammung war und sich in der Vergangenheit nicht immer vollständig seinem kommandierenden Offizier untergeordnet hatte, ein Grund, warum er immer noch, oder besser gesagt wieder, Fähnrich war. Er wurde auf die Cousteau mehr oder weniger strafversetzt, hatte sich aber seitdem nicht mehr auffällig verhalten. Andererseits war gerade sein Volk, die Andorianer, in die Auseinandersetzung hier verwickelt und Spencer konnte sich ausmalen, was passieren würde, wenn er dem Feind seines Volkes mit einem Phaser in der Hand gegenübertreten würde.
"Vielen Dank, Fähnrich. Ich weiß ihren Einsatz zu schätzen, aber ich kann Sie leider nicht mitnehmen. Ich denke, Sie wissen warum." Spencer machte eine Pause. "Allerdings suche ich noch jemanden, der den Angriff von hier oben überwacht und uns mit neuen Scannerdaten auf dem Laufenden hält. Würden Sie das übernehmen?"
Thalvan hatte wohl bereits mit einer Ablehnung gerechnet, da er jetzt freudig überrascht dreinschaute, so freudig überrascht, wie es bei einem Andorianer denn möglich war. "Gerne, Sir. Sobald ich bereit bin, melde ich mich."
"Gut, Fähnrich. Das wäre alles." Spencer nickte ihm zu und ging weiter zu dem Shuttle, wo DeFalco gerade damit beschäftigt war, einen Phaser am Shuttle zu installieren.
"Hallo Captain." DeFalco grinste Spencer an. "Willst du wirklich mit dem Ding da 'runter und auf den Putz hauen?"
"Von wollen kann keine Rede sein, aber im Moment sehe ich keine andere Möglichkeit. Außer jedoch, du hättest noch eine."
"Leider nicht. Solche Sachen überlasse ich lieber dir. Gib mir doch mal bitte den Phasenspanner", bat er. Spencer reichte ihn DeFalco und sah ihm noch kurze Zeit zu, wie er den Phaser am Shuttle befestigte und für Energiezufuhr sorgte, bis schließlich Coreman und sein Sicherheitsteam den Raum in etwas unförmig wirkenden Anzügen betraten.
Coreman winkte Spencer heran. "Wollen Sie wirklich mit da hinunter?" fragte er.
"Ja, Mr. Coreman. Wenn ich jetzt nicht mitgehe, heißt es hinterher, ich habe fahrlässig gehandelt. Und wenn ich jetzt mitgehe..."
"... dann heißt es, der Captain hat sich unnötig in Gefahr begeben", beendete DeFalco den Satz für Spencer.
"Das hast du gesagt", grinste Spencer. "Aber da ist was Wahres dran."
"Also gut." Coreman klang nicht vollständig überzeugt. "Dann ziehen Sie sich bitte diesen Kampfanzug über, damit der Captain sich nicht mehr als nötig in Gefahr begibt."
Spencer zwängte sich mit einigen Mühen in den klobigen Anzug hinein, der ihn vor Phaserschüssen genauso wie vor Projektilen oder Raubtieren schützen sollte. Dann betraten sie das Shuttle und warteten auf den Piloten.
"Thalvan an Captain Spencer!", ließ sich das Intercom vernehmen.
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