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Kennedy


"Die Friedensmission"

von Andreas Drechsler

Kapitel 3


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Logbuch der Cousteau, Commander Spencer: Nachtrag:
Unterwegs sind wir auf eine Gasanomalie gestoßen und haben die U.S.S. Splendor gebeten, die Analyse für uns zu übernehmen. Obwohl sie auf Testflug sind, haben sie eingewilligt. Wir setzen den Flug ins Kaus-System fort.
Wie angeordnet trafen die Konferenzteilnehmer wieder ein.
Fähnrich Berger fuhr fort: "Wo war ich stehen geblieben? Ach ja, bei den politischen Verhältnissen. Wie gesagt, die Auseinandersetzungen seit Beitritt zur Föderation wurden meist diplomatisch geregelt. Nun aber haben die Tzenkethi aus bislang ungeklärten Gründen plötzlich wieder Aktivität gezeigt und das Kaus-System für sich beansprucht. Sie haben begonnen, auf Kaus V demonstrativ eine militärische Basis zu errichten und dies keineswegs zu verheimlichen versucht. Sobald die Andorianer dies erfuhren, begannen sie ihrerseits Truppen im Kaus-System zu stationieren. Durch einige Ereignisse, oder ‚Missverständnisse‘, wie sie offiziell genannt werden...", dies brachte ihm einen strafenden Blick von Seiten Spencers ein, "... wurden die ersten Schüsse abgefeuert. Nun wird offensichtlich auf Kaus V eine Schlacht am Boden durchgeführt. Seitdem die Namib angegriffen wurde, wurde kein Schiffsverkehr von den zusätzlich entsandten Tiefraumsonden berichtet, allerdings sind gewisse Schwankungen auf dem Spektrometer zu erkennen, die darauf schließen lassen, dass Waffen auf dem Planeten eingesetzt werden."
"Und was ist nun mit der Diplomatendelegation?", fragte Spencer. "Das alles ist ja schön und gut, oder besser gesagt nicht schön und gut, aber deswegen sind wir nicht hier."
"Der Rat der Föderation hatte nun auf Antrag der Andorianer beschlossen, Diplomaten zu entsenden, die verhandeln sollten. Sie waren schätzungsweise mit zwanzig Personen auf dem Planeten gelandet, um eine Art Posten zu errichten. Sie waren fast fertig geworden, als die Namib angegriffen wurde, allem Anschein nach von ferngesteuerten Raketen."
Spencer schaute missbilligend auf den Sichtschirm und brummte: "Also alles nicht ganz so einfach. Wir sollen also in das System einfliegen, die Diplomaten finden und befreien und danach beginnen, Friedensverhandlungen einzuleiten." Spencer benutzte bewusst diesen lakonischen Unterton, um seine Meinung über diese Mission zum Ausdruck zu bringen. "Vorschläge, wie wir das anstellen sollen?"
"Wissen wir wo sich die Diplomaten im Moment aufhalten?", fragte Lt. Coreman, den Spencer mit der Vorbereitung der Rettungsaktion betraut hatte.
"Mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Kaus V, da wie gesagt kein Schiffsverkehr auszumachen war", antwortete Berger.
"Wieso kein Schiffsverkehr? Warum kämpfen sie eigentlich auf Kaus V und nicht im Weltraum? Schiffe genug hätten sie ja. Weshalb wählen sie die altmodische Art des Kampfes?", fragte Thola.
"Wissen wir nicht. Es kann genauso gut Übereinkunft, Ritual oder Tradition sein, wenngleich alles drei eher unwahrscheinlich erscheint", spekulierte Berger nach kurzer Überlegung.
"Gibt es denn keine weiteren Daten? Karten des Kaus-Systems, Beteiligte auf Seiten der Tzenkethi oder der Andorianer? Militärische Stärke? Irgendetwas?", fragte Coreman.
"Wir wissen nicht viel über diesen Teil der Galaxis. Das letzte Schiff der Sternenflotte war vor 45 Jahren hier, um das Gebiet der Andorianer und Tzenkethi zu kartographieren. Mehr als eine Routineüberprüfung war das allerdings nicht, da die Tzenkethi immer schon eine feindliche Einstellung zur Föderation gezeigt haben. Danach waren nur noch diverse Botschafterschiffe mit Eskorte hier. Was wir wissen, beruht eigentlich nur auf 45 Jahre alten Daten und den Daten der kürzlich entsandten Tiefraumsonde", berichtete Berger.

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