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Logbuch der Cousteau, Sternzeit 21154.6: Commander Spencer: [25.02.2344 14:00:23]
Die Namib hat ihre Warpfähigkeit zurückerlangt, auch ihr Antimateriereaktor funktioniert wieder stabil. Nachdem ihre medizinische Abteilung alle Verletzten wieder übernommen hat und unsere Ingenieure an Bord zurückgekehrt sind, fliegen wir weiter ins Kaus-System.
"Sanchez an Brücke! Wir alle sind wieder an Bord. Die Reparatur war nicht unbedingt einfach, es gibt aber keine Probleme", meldete der Intercomlautsprecher in der Armlehne von Spencers Kommandosessel.
"Danke, Mr. Sanchez. Das war gute Arbeit."
"Ich mag nun mal Herausforderungen", stellte Sanchez fest.
Spencer musste schmunzeln. "Können wir den Energietransferstrahl gefahrlos trennen?"
"Sicher."
"Dann deaktivieren Sie ihn und halten sich bereit für den Weiterflug."
"Verstanden."
Spencer schloss den Kanal zum Maschinenraum.
"Sir, eine Nachricht von der Namib!"
"Auf den Schirm!"
Dieses Mal zeigte der Hauptschirm ein wesentlich klareres Bild der Brücke der Namib, Spencer konnte Desac problemlos verstehen.
"Gerade wurde das letzte Crewmitglied zurückgebeamt", gab dieser bekannt. "Wir danken nochmals für Ihre Hilfe, Captain Spencer. Viel Glück im Kaus-System!"
"Danke, Captain Desac. Ich wünsche Ihnen einen sicheren und ruhigen Flug zurück zur Sternenbasis. Cousteau Ende."
Auf dem Hauptschirm konnte Spencer verfolgen, wie die Namib langsam wendete und mit einem Mal auf Warpgeschwindigkeit ging.
"So, hier sind wir fertig?", fragte Spencer halb rhetorisch.
"Ich denke schon", antwortete Thola vorsichtshalber, da er sich nicht sicher war, ob die Frage an ihn oder an niemanden gerichtet war.
"Dann setzen Sie Kurs auf das Kaus-System, Miss Hwang, Warp 5!"
"Aye, Sir. Wir werden etwa vier Tage unterwegs sein", meldete sie ungefragt.
Spencer nickte ihr zu, sie beschleunigte das Schiff.
Er lehnte sich in seinen Kommandosessel zurück und dachte über die bevorstehende Mission nach. Dass eine diplomatische Delegation widerrechtlich festgehalten wird, noch dazu eine offizielle Föderationsdelegation, war schon eine sehr lange Zeit nicht mehr vorgekommen. Er aktivierte das Intercom: "Maschinenraum!"
"Sanchez hier."
"Was gab's denn gestern beim Subraumgespräch mit der Konstruktionsabteilung?"
Sanchez hatte sich gestern bei zuständiger Stelle über mögliche Gründe für ihre kürzlichen Traktorstrahlprobleme erkundigt und ihn interessierte als Captain natürlich das Ergebnis.
"Nichts Besonderes, Sir. Sie werden die Sache in Ruhe überprüfen. Wir können also dieses Jahr noch mit einer Modifikation rechnen", antwortete Sanchez leicht genervt. "Übrigens, wir basteln hier gerade an einer behelfsmäßigen Überbrückung. Sollten Sie den Traktorstrahl benutzen wollen, warnen Sie uns bitte vor."
"Alles klar, Mr. Sanchez. Spencer Ende", sagte er und deaktivierte das Intercom.
Vier Stunden später versammelten sich die Abteilungsleiter im Lageraum, um sich mit der Situation vertraut zu machen. Thola, der in den letzten Stunden mit umfangreichen Recherchen beschäftigt war, kam als letzter und meldete: "Mr. Sanchez lässt sich entschuldigen."
Spencer drehte sich um und sagte: "Sanchez, gut. Er lässt sich nun mal ungern bei seinen Basteleien stören. Ich kenne das. Na ja, dann muss er halt mit dem Protokoll dieses Meetings vorlieb nehmen." Er deutete ein Lächeln an und nickte Thola zu, der sich setzte.
"Schießen Sie los, Mr. Berger!" Thola hatte sich angewöhnt, den jungen Fähnrich Berger für die Vorträge einzuspannen und Berger seinerseits war immer mit Feuereifer bei der Sache.
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