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Kennedy


"Die Friedensmission"

von Andreas Drechsler

Kapitel 10


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Logbuch der Cousteau, Sternzeit 21177.3, Commander Spencer: [04.03.2344 21:24:12]:
Sowohl Commander Thola als auch Commander Sanchez sind mit ihren Teams erfolgreich von ihren Missionen zurückgekehrt. Chefingenieur Sanchez‘ Bericht zufolge haben sie alle Minen zerstört, wobei Fähnrich Berger eine Belobigung für seine Leistungen verdient hat. Commander Thola berichtet von nur mäßigen Verwüstungen auf Kaus V, nur eine mögliche Strahlenverseuchung einer größeren Region durch eine verlassene Tzenkethi-Basis wirft weitere Probleme auf.
Spencer deaktivierte das Aufzeichnungsgerät in seinem Quartier und legte sich wieder hin, um zu schlafen, doch er wurde sofort durch das Intercom gestört.
"Sanchez an Captain!"
Spencer drehte sich mürrisch um, stand auf und beantwortete den Ruf des Intercoms. "Ja, Spencer hier!"
"Captain, Mr. DeFalco hat einen interessanten Lösungsansatz für das Verseuchungsproblem. Wir bräuchten noch ihre Zustimmung."
"Ist gut. Ich bin sofort unten. Spencer Ende", murmelte er schlaftrunken, zog sich die Uniform über und verließ sein Quartier Richtung Turbolift.
"Deck 9" war sein Ziel. Die Türen öffneten sich und er sah auch sofort Sanchez, DeFalco und noch zwei weitere Ingenieure sowie Fähnrich Berger in angestrengter Diskussion.
"Hier bin ich. Was gibt's denn so mitten in der Nacht?", platzte er in die Unterhaltung.
"Ich habe eine Idee, wie wir ohne großen Aufwand den Strahlungsaustritt stoppen könnten", sagte DeFalco.
"Ja?" Spencer wurde leicht unwirsch.
"Wir beamen den Generator da raus", sagte er nur.
"Frachtraum 2 mit den Stasiskammern und den Kraftfeldvorrichtungen?", fragte Spencer, der schnell begriffen hatte, worauf DeFalco hinauswollte.
"Genau", antwortete DeFalco und fuhr fort: "Danach vaporisieren wird die Energieleitungen und säubern wir das Areal mit einigen Ladungen Strahlungsnullisierern. Fertig."
"Was meinen Sie mit ‚vaporisieren‘? Und vor allen Dingen, wie wollen sie das bewerkstelligen?", fragte Spencer.
Fähnrich Berger ergriff das Wort: "Ganz einfach, Sir. Die Leitungen an sich bestehen nur aus Bormanit, sind aber sehr gut isoliert. Da diese Isolation den Tricorderwerten zufolge mehr aushält, als die Leitungen selbst, brauchen wir nur unsere Handphaser auf ein entsprechendes Niveau einzustellen, so dass die Leitungen erhitzt und überhitzt werden, nicht aber die Isolation verdampft wird."
"Ich verstehe. Nachdem die Leitungen verdampft sind, gibt es auch kein Strahlungsproblem mehr. Hört sich ja sehr gut an. Ich werde mal drüber nachdenken", sagte Spencer. "Und Sie alle ruhen sich erst mal richtig aus!" Das ging an die Adresse von Sanchez und Berger, die ja gerade erst von der Shuttlemission zurückgekommen waren. Spencer bewegte sich zurück in sein Quartier und hoffte, diesmal ungestört schlafen zu können.
Nach einer eher unruhigen Nacht betrat er am nächsten Morgen die Brücke, um die erste Wache zu übernehmen. Er übernahm das Kommando von Hellmann, der froh war, sich zurückziehen zu dürfen. Nach und nach kamen auch die üblichen Offiziere der ersten Schicht und, wie Spencer bereits erwartet hatte, DeFalco.
"Guten Morgen, Captain. Und? Nachgedacht?", fragte er provokativ.
"Nichts übereilen, Gerry", antwortete er und rief Coreman über Intercom.
"Hier Coreman. Sie haben Glück, Captain."
"Wieso?"
"Ich stehe hier im Transporterraum und wollte mich gerade auf die Verhandlungsinsel beamen lassen."
"Würde es Ihnen etwas ausmachen, für einige Stunden auf die Cousteau zu verzichten? Wir müssen auf Kaus V etwas richten."
"Ungern, um ehrlich zu sein. Würden Sie mir für die Zeit wenigstens ein Shuttle zur Verfügung stellen?", fragte Coreman nach einiger Überlegung.

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