|
Logbuch der Cousteau, Sternzeit 21154.3: Commander Spencer: [25.02.2344 11:22:16]
Auf unserem Weg zum FGC-38-Nebel haben wir einen Notruf des Schiffes Namib empfangen, dem wir nachgehen werden.
"Wann treffen wir mit der Namib zusammen?", fragte Spencer.
"In knapp fünf Minuten", antwortete Hwang.
"Funkkontakt?"
"Immer noch nichts. Ich versuche es weiter", gab H'Korr bekannt.
"Was sagen die Langstreckensensoren?"
"Sie bestätigen die Namib, NCC-27562, ein Transportschiff der Andor-Klasse. Sie haben im Raum angehalten, ich erkenne Schäden an der Außenhülle sowie Schwankungen bei den Energieverteilung. Sechsunddreißig Lebensformen sind an Bord", berichtete Thola.
"Na immerhin." Spencer hatte sich informiert, das war die Standardbesatzung für ein Schiff der Andor-Klasse. Kein allzu schlechtes Zeichen also...
"Ich habe ein schwaches Signal von der Namib!", meldete H'Korr erfreut nach kurzer Zeit.
"Auf den Schirm!"
Von Statik durchzogen war ein schemenhaftes Bild einer Brücke auf dem Hauptschirm zu erkennen.
"Hier ist das Föderations... Namib. Können S... empfangen?" Die Tonqualität stand der Bildqualität in nichts nach, musste Spencer feststellen.
"Besserer Empfang ist nicht drin?", fragte er H'Korr, die verneinte. Dann wandte er sich dem Hauptschirm zu, H'Korr aktivierte den Audiokanal.
"Namib! Hier ist die U.S.S. Cousteau. Wir sind unterwegs zu ihrer Position. Wie ist ihre Lage?" Spencer hoffte, dass seine Sätze nicht ebenso verstümmelt auf der Namib zu hören wären.
Nach einigen bangen Sekunden war eine Antwort zu hören, die ersten Sekunden gingen in Statik unter. "...kritisch. Wir wurden von ...griffen. Antrieb versagt, keine..." Nach weiteren fünf Sekunden Rauschen, ohne dass ein verständliches Wort zu hören war, brach H'Korr die Verbindung auf ein Kopfschütteln Spencers ab.
"Das bringt nicht viel", konstatierte er. "Mr. Thola, stellen Sie ein Rettungsteam zusammen und halten sie sich im Transporterraum bereit. Sobald wir unter Warp sind, gehen Sie an Bord der Namib und sehen, wie sie ihnen helfen können."
"Verstanden." Thola beorderte den Chefingenieur Sanchez, den Sicherheitschef Coreman und die Schiffsärztin M'Boya in den Transporterraum, dann verließ auch er die Brücke. Sein Stellvertreter Hellmann kam aus dem Turbolift heraus und nahm den Platz an der Wissenschaftsstation ein.
"Wir nähern uns der Namib", gab Hwang nach kurzer Zeit bekannt.
"Gehen Sie unter Warp, bringen Sie uns in Transporterreichweite. Auf den Schirm!"
Hwang brachte die Cousteau mit Hilfe des Navigationscomputers in wenigen Sekunden von vielfacher Lichtgeschwindigkeit zum Stillstand, genau fünfunddreißigtausend Kilometer entfernt von der Namib.
Auf dem Hauptschirm erschien das Bild des Schiffes, nur wenige Fenster waren erleuchtet, auch die Positionslampen waren verloschen. Außerdem waren einige versengte Stellen an der Hülle zu erkennen.
"Transporterraum, Energie!"
Im Transporterraum hörte Thola die Durchsage Spencers und brach die Einweisung von Sanchez, Coreman und M'Boya ab. "Energie!"
Chief Sisota bediente die Regler des Transporters und die vier Offiziere verschwanden von der Transporterplattform auf der Cousteau, um auf der nur von dem flackerndem Licht einiger Monitore erhellten Brücke der Namib zu rematerialisieren. Eine Gruppe von vier Offizieren stand in einer Ecke und diskutierten aufgeregt.
Coreman und M'Boya aktivierten ihre Tricorder, letztere eilte gleich einem gekrümmt am Boden liegenden Crewmitglied zu Hilfe.
Ein Bolianer mit den Abzeichen eines Commanders ging einige Schritte auf Thola zu.
|