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"Wissen Sie denn schon was?", erkundigte sich Lemois.
"Ich habe einen Verdacht, Commander, ihn im einzelnen zu erklären, würde aber zu lange dauern. Ich sage nur, dass es ins Schema Morretti passt und das wir bald größere Schwierigkeiten kriegen könnten."
Spencer nickte ruhig und machte sich schleppenden Schrittes auf den Weg zurück in seinen Sessel während Hellmann eilig im Turbolift verschwand.
"Karov, setzen Sie sich wieder!", wies Lemois an. "Und kommen Sie bloß nicht auf die Idee, Däumchen zu drehen!"
Sie lächelte unsicher. "Ja, Ma'am."
"Noch was, Commander", brummte Spencer, nachdem auch Lemois sich endlich wieder niedergelassen hatte. "Sie dürfen DeFalcos Aussagen nicht immer so bildlich nehmen... oder zumindest darauf vorbereitet sein, es nicht zu tun."
"Ich werde es beherzigen", erwiderte Lemois frohlockend. Spencer konnte sich nicht erklären, woher sie selbst in dieser Situation die Lebhaftigkeit in ihrem Auftreten nahm.
"Krankenstation an Brücke!", meldete sich M'Boya nach einigen gespannten, weil ereignislosen Minuten.
"Brücke, Spencer hier."
"Sir, zwei unserer Biobetten haben plötzlich den Dienst eingestellt. Die Kontrollen flimmern nur noch."
Spencer und Lemois sahen sich an, eine vergleichbare Portion Entsetzen im Blick. Letztere gab die Information prompt über den Computer an Hellmann weiter.
"Wir kümmern uns drum, Doktor." Spencer bemühte sich um einen neutralen Tonfall und kappte die Komm-Verbindung.
"Vielleicht sollten Sie sich doch mal mit meinem Standpunkt anfreunden", schlug Lemois in gedämpftem Tonfall vor. "Morretti hat scheinbar an alles gedacht."
"Jetzt nicht mehr, Commander. Wir haben vor exakt drei Minuten den Punkt überschritten, an dem die Black Sun von uns weiter entfernt ist als Giclas. Und im Moment erschreckt er uns nur, oder?"
Lemois ignorierte Spencers Versuch einer Provokation. "Woher wissen Sie das? Was bringt es uns, wenn gar nichts mehr funktioniert in Giclas? Zumal wir nicht gesichert wissen, was da auf uns zukommt."
"Sie kennen Lieutenant Hellmann nicht", erwiderte Spencer. "Ich vertraue ihm."
"Sicher kenne ich ihn", gab Lemois mit gespielter Entrüstung von sich, aber immer noch leise. "Ich habe doch seine Akte gelesen!"
"Stand da auch, dass er immer so ein Geheimniskrämer ist?"
Ein Kommunikatorsignal brachte Lemois sehr zu ihrem Verdruss um eine Antwort. "Hellmann an Brücke!"
Sie beschloss, Spencer mit ihrer Antwort zuvorzukommen. "Haben Sie was, Lieutenant?"
"Ja, habe ich. Mein Verdacht hat sich bestätigt. Wir kennen jetzt das Problem, nicht aber die Lösung", gab er hektisch bekannt.
"Eines nach dem anderen." Spencer versuchte verzweifelt, Ruhe auszustrahlen. "Mit einer deutlichen Schilderung des Problems wären wir einen Schritt weiter."
"Spricht etwas dagegen, ihre Ergebnisse uns allen zu schildern? Im Besprechungsraum, meine ich?", fiel ihm Lemois aufgeregt ins Wort.
"Durchaus nicht, Commander", stimmte Hellmann zu, so als hätte er keinen Schock zu verdauen. "Fähnrich Berger und ich sind unterwegs. Hellmann Ende."
Das Komm-Gespräch war nicht zwei Sekunden beendet, da hatte Lemois bereits die nicht anwesenden Führungsoffiziere informiert und murmelte ein zielloses "Dann bin ich ja mal gespannt." Danach folgte ein kurzer, unschlüssiger Blick in Richtung des Turbolifts...
... aus dem genau vierundvierzig lange Sekunden später Hellmann und Berger traten.
"Wir sind bereit", verkündete Hellmann ruhig.
"Na, dann kommen sie mal. Mr. Torrente... soll übernehmen, wenn er eintrifft", meinte Spencer nach einem kurzen, zögernden Rundblick. Er kniff mehrmals die Augen zusammen während er voraus in den Besprechungsraum schritt.
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