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"Wir riskieren nichts, Commander. Die Mission scheint nicht allzu wichtig, das ist aber kein Grund sie abzulehnen. Objektiv spricht schließlich nichts dagegen, oder?"
"Und was ist mit den Problemen mit unserem Computer? Wir haben keine Ahnung, was es damit wirklich auf sich hat", bohrte sie weiter.
"Noch nicht", versicherte Spencer. "Konnten sie sich in den letzten zwei Stunden darum kümmern? Nein. Das konnte keiner. Das werden wir tun, wenn wir unterwegs sind."
"Wollen Sie sich denn darauf verlassen, dass die Störungen so harmlos bleiben?" Lemois drohte, aufzufahren, konnte ihre Lautstärke aber noch auf akzeptablem Niveau halten. "Wir wissen nicht was kommt und wir wissen nicht, was los ist. Mir kommt hier einfach viel zu viel spanisch vor, Captain!"
"Jetzt dramatisieren sie aber." Spencer wirkte grad so als wollte er Lemois beruhigen. "Unsere Computersysteme sind doch relativ sicher. Und wenn wirklich etwas dahinter stecken sollte... solange wir nicht unterwegs sind, werden wir gar nichts erfahren."
"Na gut", flötete Lemois unbekümmert, so als machte ihr diese ‚Niederlage‘ rein gar nichts. Insgeheim wunderte sie sich jedoch, warum er ihre doch sicherlich zurecht vorgebrachten Vorwürfe so geflissentlich ignorierte und in gelassenstem Tonfall vage Beschwichtigungen vorbrachte. Sie beschloss jedoch, es dabei bewenden zu lassen, um einem guten Auftakt ihrer Zusammenarbeit willen.
"Dann sollten wir jetzt auf die Brücke gehen, sonst fliegt die Kennedy ohne uns ab und das will ich vermeiden." Ohne auf eine Reaktion Lemois‘ zu warten, erhob sich Spencer und ließ seinen Worten die entsprechende Tat folgen. Ihre Miene strahlte alles andere als Freude aus als sie ihm folgte.
"Commander?"
"Ja? Was haben Sie, Mr. Strecker?", fragte Karaplidis, die nicht mal eine Minute wieder in der Werftzentrale war, den regulären Diensthabenden der Nachtschicht.
"Unbekannte Signale, ganz schwach. Und immer nur für einige Sekunden."
"Die Quelle?"
"Wechselnd, aber unmöglich zu lokalisieren."
Karaplidis lud sich die Daten auf ihr Display und ließ einige Analyseroutinen laufen.
"Das ist einmal hier im Bereich der Werft und einmal draußen bei den Docks. Bei denen mit den kleinen Nummern."
Strecker überlegte. "Da liegen die Dickens, die Kennedy, die Wisconsin... die ist wegen Schwierigkeiten mit ihrer Funkanlage hier. Wahrscheinlich sind die es."
"Sie senden unmotiviert zufällige Signale aus und werden durch den Kommunikationsschild der Werft zurückgeworfen", überlegte Karaplidis. "Möglich wäre es, aber dann müssten Log-Einträge des Kommschildes darüber existieren..."
"Drei Minuten bis zum Start", gab Hellmann ungefragt bekannt. Spencer nickte.
"Die Ausgänge sind zu?", richtete Lemois eine Frage an Terk.
"Nein, Commander. Dr. M'Boya hat zwei Pfleger angefordert, die noch nicht eingetroffen sind", antwortete Terk in einer sehr tiefen, gutturalen Tonlage.
Als Antwort verdrehte sie genervt die Augen, ein ärgerliches, wenn auch stummes ‚M‘Boya‘ entschlüpfte ihr, unbemerkt von allen außer Spencer.
Dieser konnte jedoch nicht lange über Lemois‘ Ärger schmunzeln, da ihn ein Kommunikatorsignal erreichte. "DeFalco an Spencer!"
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