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Kennedy


"Debüt mit Schwierigkeiten"

von Andreas Drechsler

Kapitel 13


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"Aus gutem Grund", erklärte Karaplidis, trotz allem relativ unbeeindruckt. "Wir auch ein Stück weiter: Morretti ist gefasst und in seinen Dateien fanden wir zum einen detaillierte Sensorenaufzeichnungen über Reaktivierungsversuche eines Wurmlochs, wahrscheinlich des Giclas-Wurmlochs. Die gesamte Astrophysikabteilung der Sternenflottenakademie fährt deswegen heute Frühschicht", begann sie augenzwinkernd.
Spencer und die übrigen konnten sich ein Lachen nicht verkneifen. Gerade die Subraumwissenschaften hatten einige empfindliche Rückschläge in den letzten Monaten hinnehmen müssen und waren dementsprechend froh über ein positives Resultat. Zudem es ihnen praktisch in den Schoß gelegt wurde...
"Die zweite Sache, auf die wir gestoßen waren, war ein Lageplan einer Station des D‘Karian-Typs, von denen Raynet die einzige im näheren Umkreis ist. Ich habe die Captains der Raynet-nahen Schiffe, also der Black Sun, der Europa und der Na‘bue, informiert. Sie antworten aus dem Grund nicht, weil sie fürchten, dass die Kennedy ein Sicherheitsrisiko darstellen könnte."
"Das tut sie ja nun nicht", brummte Spencer.
"Kann ich ja nicht wissen", entschuldigte sich Karaplidis. "Man ist halt vorsichtig, zumal ihr nicht auf meine Rufe geantwortet habt."
"Wann?", fragte Spencer nachdenklich zurück.
"Sternzeit 21618,021", antwortete Karaplidis.
"Da... waren wir im Orbit um Giclas V", überlegte Spencer.
"Vielleicht eine Fehlfunktion im Subraum-Empfängermodul", überlegte DeFalco. "Das wurde, wenn ich mich nicht sehr täusche, kaum getestet."
"Wie auch immer", beendete Spencer seine offensichtlich fruchtlosen Überlegungen in diese Richtung. "Die Frage ist also: Warum Raynet?"
"Sie haben umfangreiche sicherheitsrelevante Analysedaten in ihren Datenbanken, selbstverständlich geheim. Oder man war an den aktuellen Prototypen interessiert... das würde allerdings nur Sinn machen, wenn die Cardassianer dahinter steckten", antwortete Karaplidis.
"Weil die Klingonen im Moment mehr an einer Politik der Entspannung interessiert sind, die Romulaner sich seit langer Zeit nicht mehr gerührt haben und keine anderen Großmächte da sind, die sich für so was interessieren könnten", erläuterte Hwang wie im Selbstgespräch.
"Würden die Cardassianer jemanden wie Bonzo Morretti engagieren?", fragte Lemois.
"Sie würden auf jeden Fall subtile Manipulation unserer Computersysteme in Betracht ziehen, anstatt eines simplen Totalausfalls. Sie mögen Spielchen", erwiderte Spencer. "Zu einer endgültigen Antwort werden wir wohl mit unserem Datenmaterial leider nicht gelangen."
"Vielleicht sollten wir eine Falle stellen", überlegte Karov tatendurstig.
Spencer und auch Karaplidis schüttelten den Kopf. "Wir haben nicht einmal einen Ansatzpunkt, geschweige denn eine Vorstellung, wer überhaupt Morrettis Hintermänner und -frauen sein könnten. Wir können leider nur warten und hoffen, dass sich etwas Neues ergibt. Die Sternenflotte wird heute eine Untersuchungskommission berufen."
"Dann gib‘ uns einen neuen Satz Software und ein paar Testflüge, dann sind wir auch schon glücklich", schlug Spencer vor.
"Das lässt sich einrichten...", erwiderte Karaplidis lächelnd.
"Wenn ich damit nicht noch Geistesblitzen ihrerseits im Wege stehe... beende ich hiermit diese Versammlung", schloss Spencer etwas abrupt.

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