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Kennedy


"Debüt mit Schwierigkeiten"

von Andreas Drechsler

Kapitel 13


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"Hallo Ina", begrüßte Spencer die soeben materialisierte Karaplidis.
"Na, Andy", meinte sie während sie die Transporterplattform verließ. "Dann weihe mich mal in deine Geheimnisse ein. Meine habe ich dabei." Sie winkte mit einem PZAG.
"Na, dann komm. Im Lageraum wird schon eifrig diskutiert."
Karaplidis tat erstaunt. "In deiner Abwesenheit?"
"Die Abwesenheit eines Vorgesetzten soll inspirierend wirken, habe ich gehört", erwiderte Spencer augenzwinkernd.
"Na, die eigentliche Vorgesetzte ist doch anwesend, oder?", stichelte Karaplidis.
"Hey..." Spencer bedachte sie mit einem sanften Rippenstoß, doch auch der konnte ihr Lächeln nicht aus ihrem Gesicht vertreiben.

Als sie beide im Besprechungsraum eintrafen, schien jede Unterhaltung plötzlich verstummt. "Tun Sie sich keinen Zwang an und reden sie weiter. Wir hören sehr gut zu", brummte Spencer.
Mit einem Blick vergewisserte er sich der vollständigen Anwesenheit aller Führungsoffiziere. Er rechnete es Hwang hoch an, dass sie ihren üblichen Platz zu seiner Linken für Karaplidis freigehalten hatte. Sie beide ließen sich nieder.
Hwang nahm sich die Freiheit, zu berichten. "Wir haben gerade nur ein paar Freundlichkeiten ausgetauscht, um die letzte Konferenz möglichst vergessen zu machen."
"Löblich", urteilte Spencer. Karaplidis fragte sich, was dieser kurz gehaltene Wortwechsel bedeuten sollte, mutmaßte aber, dass es besser sei, es nicht zu wissen.
"Doch trotzdem", begann Spencer erneut, "bevor irgendetwas weiter in diesem Raum besprochen wird, möchte ich Klarheit über eine mögliche Involvierung der Crew in diese Zwischenfälle. Ich hoffe, dieses Mal in einem etwas rationaleren Rahmen."
Nach einigen Sekunden war es Hellmann, der sich zu einer Antwort aufraffte. "Ich habe mir dazu einige Gedanken gemacht, Captain. Für keinen der Vorfälle war eine direkte, aktive Manipulation notwendig, es gibt auch keine Hinweise darauf."
"Außerdem hätten dann jemand sicherstellen können, dass wir dann doch irgendwann unterwegs die Black Sun rufen müssen", fügte Karov hinzu. "Die Vorausberechnungen wäre dann überflüssig gewesen."
"Und was ist mit dem Wurmloch?", fragte Lemois. "Da hätte es ja fast geklappt."
"Das wissen wir auch inzwischen", gab Hellmann bekannt. "Es gibt Restspuren in der Computeraufzeichnung, dass die vorderen Deflektoren zu dieser Zeit in Energie waren. Wahrscheinlich wurde das Wurmloch durch gezielte Deflektoraktivität angeregt. Ich würde nur zu gerne wissen, wie die Impulse aussahen."
"Das wissen wir genau", mischte sich Karaplidis ein.
Spencer und alle übrigen blickten sie fragend an, doch sie wehrte ab. "Ich erzähle gleich, alles."
"Verstehe", nahm Lemois den Faden wieder auf. "Und das war wohl der eigentliche Grund für die Ausschaltung der taktischen Konsole. Niemand sollte merken, dass die Deflektoren ferngesteuert wurden."
"Dann hätten wir alle Merkwürdigkeiten geklärt, oder?", fragte Spencer.
Die folgende, mehrsekündige Stille interpretierte Spencer als ein ‚Ja‘ und fuhr fort, zu Karaplidis gewandt: "Ina, wir haben ein zugrunde liegendes Muster hinter diesen ‚Merkwürdigkeiten‘ entdeckt." Er berichtete ihr das trickreiche Wechselspiel, dass mit den Aufgabenverteilung zwischen der Kennedy, der Black Sun und der Europa gespielt werden sollte.
Karaplidis lauschte den Ausführungen gespannt, stellte die eine oder andere Zwischenfrage und murmelte dann: "Das war verdammt schlau eingefädelt. Wer ist sonst noch informiert?"
"Die Captains der Black Sun und der Europa haben wir natürlich bereits in Kenntnis gesetzt, über eine verschlüsselte Nachricht", fügte Lemois hinzu. "Sie haben allerdings noch nicht geantwortet, dass sie keine Probleme haben."

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