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Logbuch der Cousteau, Sternzeit 21222.7, Commander Spencer: [21.03.2344 12:11:48]
Einen Asteroidentreffer auf Deck 11 hat das gesamte Deck sowie den Maschinenraum verwüstet. Die strukturelle Integrität des gesamten Schiffes ist bedroht. Wir warten nun dringlichst auf ein Rettungsschiff, denn unser Schiff wird ein zunehmend ungemütlicherer Aufenthaltsort. Nur noch die wichtigsten Systeme sind in Funktion.
Als Spencer diesen Logbucheintrag verfasst hatte, musste er zweimal auf die Datumsanzeige sehen, um zu glauben, dass angesichts der ganzen Vorfälle und Katastrophen seit dem Kampf erst knapp sechs Stunden vergangen waren.
Er hatte die gesamte Crew bereits vorgewarnt, dass es zu drastischen Problemen kommen könnte, sollte die Eindämmung von Deck 11 versagen. Wie schlimm es werden könnte, versuchten im Moment Hellmann und Berger durch Simulationen herauszufinden. Die ersten Ergebnisse über Kraftfeld- und Hüllenstabilität schienen jedoch ermutigend, obwohl die Daten nicht ganz korrekt waren, da die Sensoren immer noch nicht zufrieden stellend arbeiteten und somit keine genauen Daten über die Hüllenbelastung liefern konnten.
DeFalco hatte bereits den Notcomputerkern in Gang gesetzt und die wichtigsten Maschinenkontrollen auf den Hilfskontrollraum umgeleitet. Er koordinierte die Reparaturen von dort aus. Die Decks 11 und 10 waren komplett versiegelt und so langsam bekam er auch detailliertere Daten von den übrigen Schiffssystemen.
"Sir, wir haben wieder keine externe Kommunikation", meldete H'Korr.
Spencer drehte sich zu DeFalco um, der die Schultern hob. "Ich habe keine Leute mehr. Genauer gesagt: Ich habe jetzt schon zu wenig."
"Dann gehe ich selbst", entschloss sich H'Korr.
"Genehmigt." Spencer beorderte Fähnrich Hallersvoort in den Hilfskontrollraum, damit die Kommunikationskonsole in H'Korrs Abwesenheit wenigstens besetzt wäre. H'Korr verließ ihre Station, um mit einigen ihrer Leute die Funksysteme selbst wieder in Betrieb zu setzen.
"Neue Hüllendaten, Sir. Die Versiegelung der Decks wird vorerst halten. Wir sind im Moment außer Gefahr", meldete Hellmann erleichtert.
Spencer war es ebenso. "Danke. Gerry, wie sieht's aus?", fragte er. Er hatte beschlossen, dass dieser jetzt genug Zeit gehabt hatte, die wichtigsten Systeme in den Griff zu bekommen.
"So wie's im Moment aussieht, ist bei dem kleinen Crash ungefähr das alles zu Bruch gegangen, was vorher noch ganz gewesen war. Wenn das System nicht direkt platt ist, dann haben wir wenigstens keine Kontrolle mehr."
"Was funktioniert denn noch?", fragte Spencer.
"Nicht viel. Lebenserhaltung ist weiterhin stabil, aber nur weil ich die Decks 10 und 11 rechtzeitig von jeglicher Energieversorgung abgetrennt habe. Schilde und Antriebe sind jetzt endgültig hinüber. Kommunikation wird gerade repariert. Im Moment brauche ich jeden Ingenieur, um die Energie- und Plasmaleitungen einigermaßen stabil zu halten. Der Fusionsreaktor hat auch einiges abgekriegt. Wir brauchen im Moment übrigens mehr Energie für die Versiegelungskraftfelder, als für die Lebenserhaltung."
"Hört sich ja toll an. Besteht die Chance, dass der Fusionsreaktor uns um die Ohren fliegt?"
DeFalco schüttelte den Kopf. "Nein. Nur dass er uns einfach so ausfällt. Und das könnten wir beim besten Willen nicht verkraften, richtig?"
Spencer stimmte zu. "Richtig! Also sorge dafür, dass es nicht so kommt."
"Aye, aye, Sir!" DeFalco wandte sich wieder seiner Arbeit zu, Spencer blieb angespannt in seinem Stuhl sitzen.
Hallersvoort traf auf der Brücke ein, besetzte die Kommunikationsstation und wunderte sich, dass nahezu kein Kontrollicht brannte. Er wunderte sich aber nicht mehr, als er sah, dass es Hellmann und mehr noch Hwang genauso ging. Mit gemischten Gefühlen ließ er sich in seinen Stuhl nieder, wagte aber nicht, dabei seinen Unmut über den beschädigten Hilfskontrollraum zu zeigen.
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