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Kennedy


"Angriff und Verteidigung"

von Andreas Drechsler

Kapitel 7


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Logbuch der Cousteau, Commander Spencer, Nachtrag:
Der Versuch, das Schiff anzuhalten, hat einen Teil unserer Fracht zur Explosion gebracht, wodurch die Backbordstrebe gebrochen ist. Wir sind nun bewegungsunfähig und versuchen nun, Lösungen zu finden, um Hilfe zu rufen.
Spencer verfasste den Logbucheintrag und verließ dann ebenfalls die Hilfsbrücke in Richtung Physiklabor 2.
Er betrat den Raum und war überrascht, wie schnell das großflächige, aber ansonsten leere Labor in einen Konferenzraum verwandelt werden konnte, dank der tatkräftigen Hilfe einiger Fähnriche, die die Stühle aus ihren Quartieren spenden mussten und diese sowie einen Tisch in das Labor gebracht hatten. Er wählte seinen üblichen Stuhl vor Kopf und gab den Anwesenden Zeichen, sich zu setzen.
"Sie wissen sicher alle, was passiert ist, und wie es im Moment aussieht", begann er ruhig. "Unsere oberste Priorität ist Kommunikation, oder, um es banaler auszudrücken: ein Hilferuf." Er scheute sich nicht, dieses Wort in den Mund zu nehmen, um jedem die Lage verständlich zu machen. "Wie sieht es damit aus?"
"Die Subraum-Kommunikationssysteme sind ausgefallen, und zwar irreparabel, so wie ich das sehe", berichtete DeFalco. "Wir können keine Shuttles einsetzen, weil der Hangar im Moment nicht mit Luft gefüllt ist. Die Shuttles haben die Tür eingedrückt. Nebenbei brauchen wir die Hangartür im geschlossenen Zustand, um für nötige Stabilität zu sorgen. Wir können auch keine Sonden auswerfen, weil der Torpedoabschuss ausgefallen ist und die Transportersysteme nicht arbeiten."
"Danke. Irgendwelche Vorschläge?" Unwillkürlich sah er Müller an.
"Ich habe mir den Schlamassel im Hangar gründlich angesehen. Wir müssten die Türe von außen versiegeln, denn die Shuttles innen versperren den Weg, selbst wenn wir reinkämen. Wir können aber keinen Trupp nach außen schicken, weil wir zwar nur noch langsam durch den Raum driften, aber immer noch zu schnell, um am Schiff zu arbeiten. Shuttles können wir vergessen, solange wir nicht stoppen", stellte Müller fest. "Was ist denn mit den Transportern?"
Spencer sah zu DeFalco, der ungefragt antwortete. "Es gibt unregelmäßige Schwankungen bei der Energiezufuhr. Die Transportertechniker arbeiten im Moment daran, aber Sisota meint, dass es schwierig werden wird, die Energie zumindest für Molekularauflösung wieder herzustellen und stabilisieren. Lebende Wesen wird der Transporter aber auf keinen Fall mehr transportieren können, jedenfalls nicht innerhalb von ein bis zwei Wochen."
"Aha. Und was ist mit den Sonden und dem Torpedoabschuss?", fragte Spencer.
DeFalco schüttelte den Kopf. "Der Torpedoabschuss ist vollständig zerstört. Da klafft ein mittelgroßes Loch in der Hülle, immerhin mit stabilen Kraftfeldern."
"Können wir die Sonden nicht einfach aus dem Schiff werfen? Genug Hüllenbrüche hätten wir ja?", überlegte Xuma.
"Hm. Sie meinen, wir schicken Teams mit Lebenserhaltungsgürteln in eine beschädigte Sektion, versiegeln die Türe, schwächen die Kraftfelder und werfen die Sonde hinaus?", fragte Spencer, der sofort begriff, was Xuma meinte. Dieser nickte.
DeFalco erhob sich leicht von seinem Stuhl. "Ich bin froh, dass ich die verdammten Kraftfelder endlich stabil habe. Soll ich die jetzt wieder mutwillig schwächen?", fragte er ereifert.
Spencer blieb ruhig und sagte knapp: "Ja. H'Korr, wie sieht's denn mit Kurzstreckenkommunikation aus? Wir müssen die Sonden ja per Funk ansprechen, da wir sofort von ihnen wegdriften."
"Der funktioniert größtenteils. Wir müssten vielleicht einige Kommandos mehrfach schicken, aber darauf kommt es wohl nicht an." Auch bei ihr machte sich inzwischen Mutlosigkeit breit, so musste Spencer feststellen. Kein gutes Zeichen, aber das Überleben aller war im Moment wichtiger als die Moral der Crew, so entschied er für den Moment.

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