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Sie betraten die deutlich überfüllte Krankenstation, in der Dr. M'Boya, ihre Krankenpfleger sowie weitere Helfer hin und her eilten, um die vielen Patienten zu versorgen, die während des Kampfes eingeliefert worden waren. Das Erscheinen der vier Senioroffiziere, die den Ersten Offizier trugen, ließ M'Boya mit zwei Pflegern zu ihnen eilen. "Mein Gott! Wie sehen sie denn aus?", war alles, was M'Boya erschüttert hervorbrachte. Ihre Frage war durchaus berechtigt.
"Was ist mit Thola?", fragte Spencer, der äußerlich ruhig erschien, aber innerlich noch aufgeregt und mitgenommen war.
"Es tut mir leid, Captain. Mr. Thola ist tot." M'Boya flüsterte beinahe, nachdem sie ihren medizinischen Tricorder aktiviert und keine Daten von Thola erhalten hatte.
Die beiden Pfleger nahmen Coreman und Xuma den Leichnam ab und Spencer sah für einen kurzen Moment so aus, als müsste er sich setzen, fing sich sofort aber wieder.
"Was ist passiert, Captain?", fragte M'Boya während sie Spencer ungefragt mit einem Hautregenerator bearbeitete und die schlimm aussehende Schramme an seiner linken Gesichtshälfte zu heilen begann. Coreman wurde inzwischen zu einem Bett geleitet, er hatte sich offensichtlich schwer wiegender verletzt, als es auf den ersten Blick schien.
"Hüllenbruch auf der Brücke", knurrte Spencer kurz angebunden und schob die Bordärztin nicht ganz sanft beiseite. "Danke, Doktor. Das reicht. Wir müssen in den Maschinenraum!"
M'Boya wollte zuerst etwas erwidern, nickte dem Captain dann aber zu: "Aber nur wenn sie alle sich später zu einer ausgiebigen Untersuchung einfinden."
"Aye, aye, Doktor!", sagte Spencer und keiner wusste so recht, ob er lachen sollte oder nicht. Alle entschieden sich schließlich, es nicht zu tun, sogar Hwang.
Spencer winkte Hwang, H'Korr und Xuma heraus und betraten wieder den Turbolift.
"Maschinenraum!", hieß das Ziel.
Als sich die Lifttüren öffneten, wurden sie bereits von verkohlten Wänden auf dem Gang begrüßt. Im Maschinenraum selbst sah es furchtbar aus. Überall lagen Querträger und andere Trümmer herum, der hintere Bereich, in dem sich vorher der Hauptreaktor befunden hatte, war von einem Kraftfeld abgeschirmt. Offenbar hatte es beim Abwurf des Warpkerns einige Unregelmäßigkeiten gegeben, so dass dieser Bereich gesperrt werden musste. Mehrere Ingenieure in rußverschmierten Uniformen rannten wild herum und riefen sich hektisch Anweisungen zu. DeFalco und ein Fähnrich standen an der einzigen noch funktionsfähigen Konsole und berieten sich.
Spencer trat dazu: "Hallo, Gerry. Wie sieht's denn mit dem Hilfskontrollraum aus?"
"Wie? Was?" DeFalco drehte sich erschrocken um. "Captain! Gott sei Dank. Nach unseren Anzeigen hier gibt es die Brücke nämlich gar nicht mehr!" Er war spürbar erleichtert.
"Die Anzeigen haben recht, Hüllenbruch. Deswegen würde ich auch gerne in den Hilfskontrollraum."
Der Hilfskontrollraum war ein Raum innerhalb der Maschinensektion, in dem die wichtigsten Brückenkonsolen in vereinfachter Form verfügbar waren, eine Brücke für den Notfall sozusagen.
"Nicht berauschend. Wir haben überall auf dem Schiff kleinere Risse, Plasmalecks und so weiter. Ein Energiefeedback vom Hauptreaktor kurz bevor wir ihn abgestoßen haben hat einige wichtige Systeme und Leitungen beschädigt."
"Weiter", forderte Spencer.
"Wir haben Hüllenbrüche auf den Decks 1, 3, 8 und 9. Die Notkraftfelder sind in Betrieb, außer auf Deck 1, Deck 1 ist versiegelt. Unsere Backbordstrebe hat sieben größere Risse. Lebenserhaltung OK, Fusionsreaktor funktioniert mit 30%. Mehr wäre drin, allerdings nicht ohne vorherige Prüfung, auch Deuterium haben wir auch nicht mehr im Überfluss. Über den Warpantrieb muss ich ja wohl kein Wort mehr verlieren. Impuls- und Manöverdüsen sind auch defekt. Strukturelles Integritätsfeld ist soweit OK, aber unzuverlässig, Trägheitsdämpfung ist auf Reserve. Die Torpedokammern sind zerstört. Phaser funktionieren prinzipiell, es gibt aber Probleme mit der Energiezufuhr. Die Kommunikation ist ausgefallen. Die Schilde sind nur auf Minimum, die Sensoren teilweise betriebsbereit, von Transportereinsatz würde ich abraten. Shuttlehangar..." DeFalco wurde in seinem Monolog von einem wild hereinstürmenden Müller mit zwei seiner Piloten im Gefolge unterbrochen.
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