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Kennedy


"Angriff und Verteidigung"

von Andreas Drechsler

Kapitel 4


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"Normalbeleuchtung! Wo sind wir denn hier?", schnauzte Spencer.
Im gesamten Schiff heulten die Sirenen und viele Crewmitglieder blickten erschrocken auf oder brachen hektisch ihre momentane Arbeit ab, um ihre Gefechtsstationen einzunehmen und das Schiff bestmöglich auf den bevorstehenden Kampf vorzubereiten.
"Maschinenraum an Brücke! Melde vollständige Gefechtsbereitschaft. Keine Probleme", sagte Sanchez via Intercom.
"Danke!" sagte er. "H'Korr, einen Kanal öffnen!"
"Kanal offen."
"Hier spricht Captain Robert Spencer vom Föderationsschiff Cousteau. Identifizieren Sie sich und erklären Sie ihre Anwesenheit im Föderationsraum!"
Das Abbild einer typisch cardassianisch aussehenden Brücke erschien auf dem Hauptschirm, ein grimmig dreinblickender Cardassianer wandte sich an die Brückenbesatzung. "Ich bin Gul Dantar von dem cardassianischen Schiff Tormex. Ich muss Ihnen leider mitteilen, dass sie sich am falschen Ort zur falschen Zeit aufhalten. Ihre durchschnittliche Lebenserwartung hat sich gerade dramatisch verkürzt."
Das Bild verschwand wieder.
"Solange der cardassianische Sinn für Rhetorik besser ist, als ihre Waffen, soll es mir recht sein", kommentierte Spencer süffisant.
Coreman hatte inzwischen wieder Xuma an der taktischen Station abgelöst.
"Ihre Analyse?", fragte Spencer, jetzt wieder ernsthaft.
"Ein cardassianisches Scoutschiff. Wesentlich manövrierfähiger als wir, von ähnlicher Bewaffnung, aber deutlich weniger Schildkapazität und Hüllenstärke. Sie fliegen weiterhin höhere Warpgeschwindigkeiten als wir, im Moment Warp 7.8 und werden in etwa fünf Minuten auf Impuls gehen müssen."
"Sieht ja nicht ganz so schlecht aus... Ist ein Planetensystem in der Nähe?", fragte Spencer.
"Ja! Es...", meldete Hwang, wurde aber sofort von Spencer unterbrochen.
"Egal! Kurs setzen mit maximaler Warpgeschwindigkeit. Wir nehmen für den Flug die Schilde runter, um Energie zu sparen."
Aufgrund der überlegenen Manövrierfähigkeit des Feindes suchte Spencer nach Möglichkeiten, diesen einzubremsen und die teilweise wechselnden Schwerkraftverhältnisse innerhalb eines Planetensystems trugen dazu bei. Auf der anderen Seite begünstigte die Anwesenheit von Planeten, die man umfliegen, oder hinter denen man sich verstecken konnte, eher einen kampferfahreneren Kommandanten und dazu zählte sich Spencer nun wirklich nicht.
"Schaffen wir es, bevor er uns erreicht?", fragte Spencer.
"Gerade so, Sir. Mit einigen kleinen Tricks..." Hwang schaute nach links zu Spencer und neigte den Kopf.
"Das will ich auch hoffen", entgegnete Spencer und fuhr fort: "Sobald wir auf Impuls sind, nehmen wir wieder die Schilde hoch und aktivieren die Waffen!"
"Aye, Sir!", bestätigte Coreman.
"Lt. H'Korr: Konnten Sie inzwischen Kontakt aufnehmen?"
"Sie antworten uns nicht mehr."
"Setzen Sie einen Notruf ab und informieren Sie die Sternenflotte. Sie müssen davon erfahren!"
H'Korr machte sich an die Arbeit.
Einige angespannte Sekunden vergingen, bis Hwang meldete. "Ich gehe auf Impuls. Wir fliegen ins Delta Goldur-System ein."
"Schilde und Waffen aktiviert." Das war Coreman.
"Gut. Fliegen Sie das Kumeh-Manöver. Taktische Sicht auf Schirm!"
Das Kumeh-Manöver verbarg die Cousteau solange hinter dem äußersten Planeten des Systems, bis das cardassianische Schiff ebenfalls ins System eingedrungen war. Obwohl Spencer wenig Kampferfahrung aufwies, war er doch einer der wenigen Kommandanten, die es vorzogen, Raumkämpfe mit taktischer Anzeige auf dem Hauptschirm, anstatt mit Außenbild zu fliegen.

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