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"Geben Sie die Programme ein. Um 16.00 Uhr gibt's die erste Lektion." Spencers Laune, die bis eben überdurchschnittlich gut war, erfuhr einen kräftigen Dämpfer.
"Aye, Sir!" Coreman setzte sich an Terminal II, um die Simulationsprogramme vorzubereiten.
Thola schien etwas gefunden zu haben, denn er besprach sich leise mit Hellmann. Dieser nickte mehrmals, Thola sprach daraufhin Spencer an: "Sir, wir registrieren hier eine Art Subraumfluktuation."
"Auf den Schirm!"
Das Bild der Sterne auf dem Hauptschirm flackerte, veränderte sich, doch es war nichts Ungewöhnliches zu erkennen.
"Vergrößern!", versuchte Spencer weiter sein Glück.
"Sir, da ist nichts, was wir sehen können. Ich erhalte nur Messwerte, das da etwas sein muss, jedoch nicht, was es ist", meinte Hellmann.
"Warum?", richtete Spencer seinen fragenden Blick auf Hellmann, der mit den Schultern zuckte.
"Die Instrumente zeigen nur negative Reaktionen", antwortete er.
"Also ist da jetzt etwas oder ist da nichts?"
Thola mischte sich ein: "Da ist mit Sicherheit nicht nichts."
"Hä?" Das war alles, was Spencer hervorbringen konnte.
"Die Instrumente reagieren auf etwas, jedoch gibt es keinerlei positive Werte dieses Objekts", versuchte sich Thola weiter, nach einigen Sekunden Bedenkzeit.
"Und?" Spencer war sich über die Bedeutung der Aussagen seiner Wissenschaftsoffiziere noch immer nicht im Klaren.
Hellmann versuchte jetzt sein Glück: "Im normalen Weltraum ist nichts, dann reagieren die Instrumente auch nicht. Hier jedoch reagieren sie, zeigen aber nur an, was es nicht ist." Er schien im Nachhinein auch nicht sehr zufrieden mit seiner Erklärung.
"Kein Wunder, dass die Splendor sich über eine Sensorenfehlfunktion beschwert hat", seufzte Hwang.
Spencer atmete tief durch und begab sich zur Wissenschaftskonsole.
"Mr. Thola, Mr. Hellmann", er sah die beiden dabei nacheinander an, "ich würde gerne wissen, was da ist, nicht, was da nicht ist." Er verdrehte die Augen und seufzte, als er merkte, dass er inzwischen genauso redete, wie seine beiden Wissenschaftsoffiziere. Er schob nach: "Oder anders formuliert: Was ist da?"
Die Brücke war nahezu still. Thola und Hellmann schauten kurz auf ihre Konsole mit den Sensorenmesswerten, dann sagte Hellmann mit dem Anflug eines Lächelns: "Laut den Instrumenten, Sir: Nichts."
Leises Gekicher im Hintergrund deutete an, dass Hellmanns Witz zumindest bei Hwang Anklang gefunden hatte, auch Xuma musste sich sichtlich beherrschen. Spencer warf Hellmann einen ärgerlichen Blick zu, widerstand aber dem Impuls, einen tiefen, lauten und ärgerlichen Seufzer abzulassen.
"Und wie würden Sie das Vorhandensein von Nichts da erklären? Vor allem, wenn das Nichts im Subraum ist?" Er richtete einen warnenden Blick auf Hellmann, damit dieser nicht etwa wieder eine so konstruktive Antwort gäbe.
Hellmann brummte ein: "Es könnte natürlich...", verstummte dann aber wieder.
"Ja?"
"Den Messwerten zufolge besteht die Möglichkeit, dass wir hier auf ein Schwarzes Loch gestoßen sind."
"Aber Christoph!", rief Thola. "Wenn das ein Schwarzes Loch wäre, dann wären wir alle weg. Das gesamte Planetensystem."
"Nicht unbedingt." Hellmann war sich jetzt seiner Sache relativ sicher. "Schwarze Löcher verschlucken deswegen alles, weil sie ein riesiges Schwerefeld besitzen, dass alles aufsaugt, von den Strahlenemissionen mal abgesehen. Die Stärke des Schwerefelds steigt mit der Größe des Schwarzen Loches. Gesetzt der Fall, wir haben hier wirklich ein Schwarzes Loch, dann muss es extrem klein sein. Wir haben es ja nicht mal auf den Sensoren."
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