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Logbuch der Cousteau, Sternzeit 21220.1, Commander Spencer: [20.03.2344 13:21:30]
Wir sind im Menkent-System angekommen und führen die von der Splendor begonnenen Untersuchungen fort. Aufgrund von sektorweiter Alarmstufe Gelb werden wir bald auf Empfehlung meines Sicherheitschefs Gefechtsübungen durchführen.
"Verlagsamen Sie auf Impulskraft und nehmen Sie eine Position oberhalb der Sonne relativ zur Standard-Ekliptikebene ein, um einen größtmöglichen Abtastradius zu erreichen", war Spencers erstes Kommando nach Beendigung des Logbucheintrags. Auf diese Idee war er allerdings nicht selbst gekommen, er folgte einer Empfehlung Tholas.
Hwang bestätigte und Thola begann eine umfassende Sensorenanalyse des Systems.
"Ich werde Hellmann zu meiner Unterstützung auf die Brücke holen", kündigte Thola an, der bei größeren Untersuchungen für gewöhnlich die Teamarbeit vorzog. Er ließ die üblichen Analyseroutinen des Computers ablaufen und konnte danach nur bekannt geben: "Erste Sensorenanalyse beendet und nichts Besonderes gefunden."
"Vergleichen Sie das Ergebnis auch mit den Aufzeichnungen der Splendor. Haben Sie schon eine Ursache für unser Phänomen?" fragte Spencer.
"Im Moment nicht, Sir."
"Andere Phänomene vielleicht?"
Hellmann trat gerade auf die Brücke, nahm auf dem zweiten Stuhl an der Wissenschaftskonsole Platz und begann, Thola bei seinen Analysen zu helfen.
Thola warf einen kurzen Blick auf die Anzeigen und antwortete: "Menkent XI ist ein Planet der Klasse T. Ein Gasriese, der regelmäßig kleinere Mengen inerter Gase durch die Anziehungskraft von Menkent X, einem sehr großen Planeten der Klasse B, verliert. Beide Planeten bewegen sich im Moment nahezu synchron."
"Elf!", war ein erstaunter Ausruf Hwangs. "Dieses System hat elf Planeten?"
Thola, der gerade die Gaszusammensetzung analysierte, überhörte die Frage, doch Hellmann antwortete Hwang: "Ja. Menkent gehört zu den zehn Systemen mit der größten Zahl an Planeten."
"Und was ist der Rekordhalter?", erkundigte sich Hwang weiter neugierig.
"Meines Wissens das Panhelios-System im Beta-Quadranten. Es besitzt neunzehn Planeten, einen Haufen Asteroiden, allerdings keinen Planeten der Klasse M", antwortete Hellmann.
"Panhelios? Panhelios? Ist da nicht eine Raumkampfsimulation auf der Akademie? Ich kann mich da an irgendwas erinnern. Mit Shuttles, glaube ich", sagte Coremans Stellvertreter Xuma halblaut vor sich hin, der gerade einige Subsysteme an der provisorischen taktischen Station prüfte.
Spencer drehte sich nach rechts, hob in nahezu perfekter vulkanischer Weise eine Augenbraue und fragte: "Faszinierend. Was ist denn nun mit dem Gas?" ohne dabei eine Miene zu verziehen.
Hwang, die direkt neben ihm saß und die Gelegenheit hatte, Spencers Imitation aus nächster Nähe zu beobachten, lächelte breit und auch Hellmann und Xuma grinsten.
Thola jedoch, der Spencers Imitation nicht mitbekommen hatte, führte, ohne es zu wollen, den vulkanischen Faden Spencers weiter, indem er mit ruhiger Stimme seine Analyse präsentierte: "Die Zusammensetzung der Wolke, auf die wir gestoßen waren, entspräche in etwa der Zusammensetzung von Menkent XI."
"Die Gaswolke stammt also wahrscheinlich von diesem Gasriesen, was allerdings noch nicht erklärt, woher sie ihren Warpantrieb hat, nicht wahr?"
"Das müssen wir erst noch analysieren, Sir", meinte Hellmann.
"Na dann analysieren Sie mal schön", gab Spencer leicht gelangweilt von sich. "Ich bin offen für jede Art der Spekulation." Er drehte sich wieder nach vorne und lehnte sich zurück.
Nach einer kurzen Zeit, in der die melodischen Rückmeldungen der wissenschaftlichen Computerkonsole die Analysen Tholas und Hellmanns begleiteten, trat Coreman auf die Brücke und ging auf Spencer zu. "Ich habe einige Kampfsimulationen mit einigen cardassianischen Schiffen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden ausgesucht. Von leichtverdaulich bis unmöglich, Sir."
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