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Kennedy


"Angriff und Verteidigung"

von Andreas Drechsler

Kapitel 2


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Logbuch der Cousteau, Sternzeit 21211.4, Commander Spencer: [17.03.2344 08:56:15]
Die Kurzrenovierung des Schiffes ist abgeschlossen und die dringendsten Arbeiten sind Chefingenieur Sanchez zufolge zufrieden stellend erledigt worden. Wir haben Transportgüter für Coltar IV von der Jersey übernommen und werden auf dem Weg dahin Gasanomalien im Menkent-System untersuchen.
Spencer ließ sich im Kommandosessel nieder und fragte: "Wie sieht's denn mit der Verbindung der beiden Aufträge aus?"
"Gut, Sir. Wir müssen nur einen kleinen Umweg machen, um das Menkent-System anzufliegen", antwortete Hwang nach einem Blick auf ihren Navigationscomputer.
"Danke. Miss Hwang. Wir haben Startfreigabe, also bringen Sie uns aus dem Dock."
"Aye, Sir. Ich löse die Andockklammern. Wir verlassen Sternenbasis 53 mit Manöverdüsen", kommentierte Hwang, während sie auf ihrem Pult die notwendigen Tasten berührte.
Kurze Zeit später meldete sie, dass sie für Warpgeschwindigkeit bereit wären.
"Dann setzen Sie Kurs aufs Menkent-System mit Warp 5!"
"Kurs ist gesetzt. Wir werden voraussichtlich in drei Tagen und zwei Stunden ankommen."
"Energie!", sagte Spencer und die Cousteau verließ den Normalraum, um im Subraum auf vielfache Lichtgeschwindigkeit zu beschleunigen, auf das 214fache, um genau zu sein.
"Wir sollten die Splendor kontaktieren, um ihre Sensorenwerte zum Vergleich zu nehmen", sagte Spencer nach kurzer Zeit unvermittelt. "Lt. H'Korr?"
"Ich suche sie und nehme Kontakt auf", reagierte sie.
"Danke."
"Ich habe die Splendor erreicht", meldete sie nach kurzer Zeit Erfolg.
"Auf den Schirm!"
Wieder erschien das Bild Captain O'Malleys auf dem Hauptschirm.
"Captain Spencer? Was wünschen Sie?"
"Captain O'Malley, wie ich hörte, mussten Sie Ihre Untersuchungen im Menkent-System abbrechen. Wir sollen sie fortführen und hätten dazu gerne Ihre Sensordaten zu Vergleichszwecken."
O'Malley drehte sich um und gab seinem Kommunikationsoffizier Anweisungen. "Wir übermitteln die Daten. Und legen Sie die Sensorenwerte bitte nicht auf die Goldwaage. Wir hatten da bis zum Schluss einige Kalibrierungsprobleme. Haben Sie die Daten, Captain?"
Spencer drehte sich um und H'Korr nickte.
"Ja, haben wir. Vielen Dank, Captain", antwortete Spencer.
"Keine Ursache. O'Malley Ende!"
Das Bild der Brücke der Splendor wurde wieder durch die ‚Warpsterne‘ ersetzt. Spencer freute sich auf einen ruhigen Flug.

Am übernächsten Tag hatte Thola wie immer das Kommando während der Tagschicht auf der Brücke, als plötzlich ein Signal an der Kommunikationskonsole ertönte. H'Korr bestätigte und es erschien das Bild eines sorgenvoll dreinblickenden Admiral Paris auf dem Hauptschirm: "Achtung! Hier spricht der Sektorkommandant der Sternenflotte, Admiral Paris, Sternenbasis 53. Dies ist eine allgemeine Warnung an alle Schiffe in den angrenzenden Sektoren. Die Anzeichen für einen bevorstehenden, großangelegten Angriff der Cardassianer mehren sich, wir haben allerdings keine Beweise. Es herrscht ab sofort allgemeiner Alarmzustand Stufe Gelb für alle Sternenflottenschiffe, bis Sie gegenteilige Anweisungen erhalten. Sie werden angewiesen, ihre Augen und Sensoren offenzuhalten und sofort Meldung zu machen, wenn Ihnen etwas Verdächtiges auffällt. Seien sie vorsichtig und halten sie sich kampfbereit! Paris Ende!"
Thola beauftragte H'Korr, den Kanal zu schließen und die Bestätigung, dass sie die Nachricht empfangen und verstanden hätten, hinauszuschicken. Dann rief er Spencer auf die Brücke und wies H'Korr an, die Nachricht zu wiederholen.
"Also gut", meinte Spencer mit erhobener Stimme, nachdem die Wiederholung der Ansprache Paris' beendet war. Er gab Thola durch eine deutliche Geste zu verstehen, dass er jetzt gerne im Kommandosessel Platz nehmen würde. "Geben Sie Alarmstufe Gelb, schalten Sie die Langstreckensensoren auf Maximum und lassen Sie Coreman einen Teil der Wissenschaftsstation zur taktischen Konsole umrüsten. Diese hat während aller Schichten bemannt zu sein, damit wir auf jeden Fall vorbereitet sind. Und holen Sie mich sofort, wenn sich etwas tut oder auch nur zu tun scheint. Alles klar?"

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