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Kennedy


"Angriff und Verteidigung"

von Andreas Drechsler

Kapitel 1


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Lt. H'Korr trat ein und fragte: "Störe ich, Captain? Ich würde Sie gerne kurz sprechen."
"Aber natürlich", antwortete Spencer und bot ihr einen Platz an. "Was gibt's denn?"
"Sir, ich..." Sie sah zu Boden und fuhr dann fort: "Ich möchte um meine Versetzung bitten."
Spencer blickte erstaunt auf und fragte sie: "Versetzung? Warum, wenn ich fragen darf?"
H'Korr zögerte einen Augenblick. "Darf ich offen sprechen, Sir?"
"Ich bitte darum."
"Nun, Sir, um ehrlich zu sein, ich fühle mich auf der Cousteau nicht genug gefordert und habe ein Angebot, auf der Ambassador als Linguistikspezialistin anzufangen. Und..." Sie stockte wieder.
"Schon gut. Ich weiß Bescheid. Sie können mehr als nur Kontrollschalter bedienen und ,Kanal offen!‘ sagen", sagte Spencer und nickte. "Wenn ich Ersatz für Sie bekommen habe, werde ich Ihrem Antrag mit einer Empfehlung zustimmen."
Sie stand überrascht auf, sie hatte nicht erwartet, dass ihr Gespräch mit Spencer so reibungslos laufen würde. "Vielen Dank, Sir!"
"Ich will Ihrer Karriere nicht im Weg stehen, Lieutenant. Und die Cousteau ist zugegebenermaßen nicht gerade ein Karrieresprungbrett", brummte Spencer.
H'Korr neigte ein wenig den Kopf, sie war sich nicht sicher, ob er darauf eine verbale Reaktion ihrerseits erwarten würde oder nicht. Nach einigen Sekunden verließ sie, ohne ein weiteres Wort gesagt zu haben, Spencers Kabine.
Spencer ließ sich wieder in seinen Lieblingssessel fallen und dachte kurz nach. Dann öffnete er einen Kommunikationskanal.
"Commander Spencer an Admiral Paris!"
"Paris hier. Commander?"
"Störe ich Sie im Moment, Sir?"
"Nein, nicht besonders. Worum geht es?"
"Mein 1. Kommunikationsoffizier hat ihre Versetzung beantragt, ihr zufolge hat sie ein Angebot von der Ambassador vorliegen."
"Und?"
"Nun, ich habe vor, ihrem Antrag zu entsprechen und dann brauche ich, wie es immer so schön heißt, ‚Ersatz‘."
Paris warf einen kurzen Blick auf seine Computerkonsolen. "Im Moment steht niemand zur Verfügung. Aber ich werde mich darum kümmern", versicherte er.
"Vielen Dank, Sir."
Paris trennte die Verbindung. Spencer hoffte, dass die Versetzungsabsicht H'Korrs die einzige schlechte Nachricht für die nächsten fünf Tage bliebe.

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