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Logbuch der Cousteau, Sternzeit 21198.3, Commander Spencer: [12.03.2344 13:52:02]
Wir befinden uns im Anflug auf Sternenbasis 53. Die Botschafterdelegation wird in zwei Tagen von der Jersey abgeholt und uns erwartet ebenfalls ein neuer Auftrag.
Spencer beendete die Aufzeichnung und nahm einen tiefen Schluck aus der Kaffeetasse, die er neben sich auf einer speziell angebrachten Halterung platziert hatte.
"Wir nähern uns der Sternenbasis!", meldete Hwang.
"Danke", sagte Spencer, nachdem er den Schluck Kaffee ausgiebig genossen und hinuntergeschluckt hatte.
Er wollte gerade die Anweisung geben, den Dockvorgang vorzubereiten, als H'Korr meldete: "Sir, wir werden gerufen!"
"Auf den Schirm!" Admiral Paris erschien auf dem Schirm und Spencer, der gerade einen Versuch unternommen hatte, die Tasse auszutrinken, brach diesen sofort ab.
"Admiral", begrüßte er Paris vorschriftsmäßig.
"Ah, Commander." Er bedachte Spencer kurz mit einem strafenden Blick, da er trotz Spencers Bemühungen, seinen Kaffeekonsum vor ihm zu verbergen, diesen in den letzten Ausläufern mitbekommen hatte.
"Ich habe von ihren Erfolgen im Kaus-System gehört und bin zufrieden", begann Paris.
"Danke, Sir", antwortete Spencer.
"Des Weiteren hat sich eine Terminänderung für Sie ergeben", fuhr er fort. "Die Cousteau ist in den nächsten fünf Tagen für eine Wartungsinspektion vorgesehen."
"Was ist mit den Transportgütern, die wir von der Jersey übernehmen sollten?", fragte Spencer, der unterwegs bereits die neuen Einsatzorder erhalten hatte.
"Die Jersey wird sich wegen eines Maschinenproblems verspäten. Benachrichtigen Sie ihre Ingenieursabteilung und docken Sie an Schleuse 3 an", antwortete Paris in seiner wie üblich kurz angebundenen Art.
"Verstanden, Sir." Spencer war erfreut, da die Cousteau schon seit einigen Monaten für eine Überholung vorgesehen war, es aber immer entweder an freien Kapazitäten oder an dringenden Aufträgen gescheitert war.
"Ich erwarte dann ihren Bericht in zwei Stunden. Melden Sie sich dann bei mir. Paris Ende." Der Admiral schloss den Kanal.
"Miss Hwang, Sie haben es gehört. Docken an Schleuse 3!", wiederholte Spencer überflüssigerweise.
Sie nickte und gab den Kurs ein. Nach einigen Minuten meldete sie: "Der Dockvorgang ist abgeschlossen."
"Also dann!" Spencer gab den ersehnten Wink an die Brückenoffiziere, dass sie von Bord gehen könnten. Er informierte via Rundruf die restliche Crew und wies Sanchez an, am Ausgang auf ihn zu warten. Zum Schluss informierte er die Botschafter und verließ dann die Brücke, vergaß aber nicht, vorher seine Kaffeetasse zu leeren.
Er traf Sanchez am Durchgang zur Basis zusammen mit den Botschaftern.
Botschafter Saran richtete das Wort an Spencer: "Es war sehr angenehm, mit Ihnen zusammenzuarbeiten, Captain Spencer!"
"Es war mir eine Ehre, Botschafter", gab Spencer das Kompliment zurück.
Saran erhob seine rechte Hand zum vulkanischen Gruß. "Leben Sie lange und in Frieden, Mr. Spencer."
Auch Spencer hob seine rechte Hand, allerdings zuckten seine Finger nur. "Verzeihen Sie, Botschafter, wenn ich ihren Gruß nicht erwidere, ich habe ihn noch nie hinbekommen", gestand Spencer. "Ich wünsche Ihnen ebenfalls ein langes Leben und Frieden, außerdem eine gute Heimreise."
Saran wandte sich nach einer leichten Verbeugung um und führte seine Delegation gemessenen Schrittes den Korridor entlang.
Nachdem sie hinter der nächsten Biegung verschwunden waren, sprach Spencer Sanchez an: "Wir werden jetzt hier fünf Tage verbringen, in denen die Cousteau für eine Überholung eingeplant ist. Stellen Sie die notwendigen Änderungen nach ‚Unbedingt‘, ‚Erforderlich‘ und ‚Wäre schön, wenn‘ zusammen. Wir treffen uns um 16:00 bei Paris."
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