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Star Trek


"Repulse: Genesis"

von Alban Werner

Teil 8: ...denn sie wissen nicht, was sie tun


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"Das ist mir klar. Aber ich setze Vertrauen in die Fähigkeiten der Tholianer..."
Sie deutete an, beide sollten etwas zur Seite gehen, damit die tholianische Brückencrew nichts mitbekäme.
"Ich schätze die Tholianer hier auch hoch ein, doch ich würde nicht das Leben aller Zivilisten in diesem Sektor aufs Spiel setzen, wenn ich den Sieg wahrscheinlicher machen kann", flüsterte sie.
"Was schlagen sie also vor?"
Sie zeigte ihm einen Tricorder, auf dem eine Simulation abgespielt wurde.
"Wenn wir mit dem Shuttle vor der Daimonion her fliegen, während sie von den Tholianern beschossen wird, und kontinuierlich Störimpulse abgeben, um deren Navigation zu stören, erhöhen wir die Chancen auf den Sieg!"
"Hört sich gut an. Aber warum glauben sie, dass wir die Jem‘Hadar auch werden stören können?"
"Waren sie nun einmal erster Offizier der Daimonion, ja oder nein?", fragte sie.

T Minus Hundert Minuten

"Die Modifikationen sind bereit. Wir können die neuen Waffensysteme starten, wann immer sie wollen", meldete Lieutenant Commander MacLang über Intercom, "die Ladezeit der Disruptoren könnte einige Mikrosekunden länger sein."
"Damit werden wir wohl leben müssen", entgegnete Garak von seiner Station aus, nicht ohne seine übliche Prise Sarkasmus. Er beobachtete, wie Fähnrich Ro und General Gotha sich noch immer mit einem Angriffsplan auseinander setzten. Sie steuerte ihre Erfahrung als Guerillakämpferin bei, er sein Wissen über den Kampf gegen die Jem‘Hadar im Dominion-Krieg und die Vertrautheit mit der Daimonion.
"Was passiert, wenn die Jem‘Hadar sich ergeben?", fragte Garak und riss die beiden so aus ihrem Eifer.
Der General nahm Abstand von der taktischen Konsole und wanderte hinüber zu Garak.
"Ergeben? Das halten sie für möglich?"
"Aber natürlich. Nach meiner Erfahrung ist den Jem‘Hadar alles zuzutrauen. Wenn sie sich uns ergeben, müssen wir sie den Tzenkethi überlassen- für die Föderation ein moralisches Dilemma, denn sie wissen genau, was dann mit ihnen passieren wird."
"Das wäre eine Möglichkeit, Mr Garak, aber..."
"Nein, ist es nicht", kam Ro dazwischen.
"Wie meinen?", fragte Gotha.
"Dadurch würden sie der Föderation zwar Schaden, aber es gäbe keinen Krieg. Und das ist es, was sie wollen. Krieg."
"Einleuchtend", meinte Garak.

She‘Lak fühlte das Adrenalin durch ihre Adern schießen und rammte ihrem Gegner das Gewehr unters Kinn. Dieser kippte nach hinten, taumelte und suchte mit der rechten Hand verwirrt nach dem Halfter seiner Waffe. Die Romulanerin ließ ihm nicht die Zeit zu realisieren, dass sein Phaser sich auf dem Boden befand. Sie trat eine Fußlänge zurück, erhöhte die Einstellung auf dem Phasergewehr auf tödlich und drückte ab. Der holographische Jem‘Hadar wurde in der Brust getroffen, fiel nach hinten und hatte sich schon in winzige Staubpartikel aufgelöst, bevor er den Boden der simulierten USS Daimonion überhaupt erreichen konnte.
"Computer: Programm Ende."
Nun glaubte sie fest, den Beweis zu haben: Sie war bereit, den Jem‘Hadar im Kampf zu begegnen, ihre Verletzung schmerzte zwar noch, doch die Wunde war nicht mehr aufgebrochen. Nur widerwillig musste sie aber zugeben, dass ihr mit der Zeit oft schwindelig wurde. Es mochte die Gravitation sein, die im Verhältnis zu romulanischen Normen eher gering war, doch so unvorhergesehen wie die Schwindelanfälle sie heimsuchten, so gefährlich konnten sie wahrscheinlich auch in Kampfsituationen sein, dachte sie.
Doch das letzte Wort, überlegte sie, ist noch lange nicht gesprochen.

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