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Star Trek


"Repulse: Genesis"

von Alban Werner

Teil 8: ...denn sie wissen nicht, was sie tun


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Hauptquartier des Föderationsgeheimdienstes, New Berlin, auf dem Mond.
"Was?"
Commander Bogart glaubte seinen Augen und Ohren nicht. Soeben hatte ihm sein Assistent, Fähnrich Hawks, den letzten Positionsbericht der USS Repulse überspielt. Zu den standardmäßigen Aufgaben des Commanders gehörte es, geheime Operationen jeder Art auf Unregelmäßigkeiten zu überprüfen. Er befasste sich mit Themen wie "Spionage", "Prime Directive" und "Sektion 31".
Von seinem Raum aus hatte er durch eine große Glasscheibe die Möglichkeit, über den Mond auf die Erde zu blicken. Da der Schlafrhythmus der Menschen auf dem Trabanten etwas anders lief als auf der Erde, ging die Sonne hier nicht auf, sondern unter.
"Sind sie auch sicher, dass diese Datei nicht fehlerhaft übertragen oder kopiert wurde?", fragte er den Fähnrich.
"Ja, Sir. Dasselbe Verfahren wie immer, zwei Mal geprüft."
"Huston, wir haben ein Problem", sprach der Commander seinen Assistenten mit Vornamen an, "wenn Gotha diese Frau tatsächlich in sein Team aufgenommen hat, können unter Umständen bald mit Krieg rechnen."
"Dann müssen wir die Repulse rufen, Sir."
"Viel Glück. Laut dieser Meldung befinden sie sich unterwegs im Außensektor, fliegen durch fremdes Territorium. Bis wir sie erreicht haben, ist es längst zu spät. Und wenn das Schiff auch noch getarnt fliegt, können sie es ganz vergessen."
"Was gedenken sie dann zu tun, Commander?", erkundigte sich der Fähnrich.
"Ich werde Admiral Ross Bescheid geben."
"Ist es denn wirklich so schlimm?", fragte Hawks.
"Machen sie Witze? Schauen sie sich die Akte an: Ein Schläfer! Wenn das zutrifft, kann sich jeden Moment die posthypnotische Programmierung einschalten, und dann ist nichts mehr vorhersehbar."
"Bei ihnen hört es sich an wie eine Weltkatastrophe", erwiderte Hawks.
"Wir sind der Geheimdienst, Fähnrich. Es ist unser Job, alles vorherzusehen. Gehen sie- holen sie mir Admiral Ross auf den Terminal, und wenn sie ihn mit Gewalt wecken müssen lassen!"
"Aye, Sir."

T Minus zwei Stunden

Föderations-Grenzsektor nahe Tzenkethi-Gebiet.
"Wie ist unser ETA?", fragte Temsarian den tholianischen Mann, der Schicht an der Navigationskonsole hatte.
"Bei konstanter Geschwindigkeit 72 Minuten, Commander Temsarian."
"Danke. Ich hoffe, dass die Jem‘Hadar zwischendurch auf irgendein Hindernis gestoßen sind, was es auch sei. Hier und jetzt können wir jeden Wink des Schicksals brauchen."
"Sie glauben daran?", fragte Tekannon Rah.
"Im Moment möchte ich an alles glauben, solange wir dadurch nur schneller ankommen", antwortete der Terraner. Er rieb von Zeit zu Zeit die Handflächen gegeneinander, um die aufsteigende Nervosität nur irgendwie abzuschütteln, doch das unwohle Gefühl im Magen und leichte Zittern in den Beinen wollte einfach nicht verschwinden. Statt dessen musste er wieder und wieder an die Verwandten denken, die in diesem Grenzsektor lebten. Zusätzliche Motivation oder Handicap?, fragte er sich.
"Ich habe eine Idee", meldete sich Gershyn plötzlich.
"Ja?", gab Temsarian zurück.
"Das Shuttle ist doch immer noch funktionsfähig, nicht wahr?", fragte die Boleanerin.
"Ja, bis auf ein paar defekte Subsysteme und die angeschlagenen Trägheitsdämpfer. Die Navigation habe ich wiederhergestellt, nachdem K‘talla und ich... nun ja..."
"Ich verstehe schon. Wenn wir auf einen Kampf gegen die Daimonion eingehen, was ja zweifelsohne der Fall sein wird, wäre es angebracht, ein Gleichgewicht zu schaffen, so dass die Cromethon bis zu Gothas Eintreffen nicht vernichtet wird."

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