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Star Trek


"Repulse: Genesis"

von Alban Werner

Teil 6: Sterben und leben lassen


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T Minus 32 Stunden

Thehakan-System, innerhalb der tholianischen Dynastie
Begleitet von einem Lichtblitz hatte die Cromethon vor wenigen Minuten Warpgeschwindigkeit verlassen und war derzeitig in ein Raumgefecht mit der Station der Dynastie verwickelt. Die Raumbasis hatte alle Torpedolauncher geladen und feuerte auf den Angreifer. Verschiedene Manöver der Rebellen verhinderten, dass ihr Schiff sofort getroffen wurde. Auf seiner Brücke sprang Tekannon Rah zur Seite, um nicht von den Funken einer explodierenden Konsole erfaßt zu werden. "Na wunderbar", sagte er, "schon wieder Reparaturbedarf!"
"Das Shuttle nähert sich dem Planeten!", meldete einer der Brückenoffiziere. Rahs Aufmerksamkeit galt sofort wieder dem Föderationsshuttle. Er ließ eine Ansicht auf den Brückenschirm geben und betrachtete, wie das Typ 9-Shuttle Thehakan IV anflog. Derweil erreichten immer mehr Gefechtsstrahlen der Raumstation sein Schiff und schwächten die Schilde noch ein Stück mehr. Der taktische Offizier erkundigte sich, mit welchem Angriffsmanöver sie die letzte Attacke erwidern sollten. Wenig begeistert von der Aussicht, sein Schiff nochmals mehrere Rotationen lang im Raumdock ruhen zu lassen, ordnete Rah dem Steuermann an, zunächst einen großen Bogen um die Raumstation zu fliegen. Die Cromethon drehte sich im Flug um neunzig Grad und schwenkte bei leicht erhöhter Geschwindigkeit in einen neuen Kurs. Durch diesen Schachzug schafften es nicht alle abgefeuerten Torpedos der Station, ihr Ziel zu erreichen, sondern verteilten sich im Weltraum. Zufrieden beobachtete Rah, wie das Shuttle seiner Verbündeten die ersten Orbital-Verteidigungssysteme zu passieren begann.
"Sir!", rief der Kommunikationsoffizier seinem Kommandanten zu, "wir werden gerufen!"

Das Shuttle Nicaragua flog langsamer als Standardorbit, weil die orbitalen Abwehrsysteme noch nicht überwunden waren. Arnim Temsarian glitt mit der Oberfläche seiner Finger behutsam über die Kontrollen, wie seine Begleiterinnen Gershyn und K’talla feststellten, war er ein äußerst versierter Pilot, und als Gershyn einen genaueren Blick auf die Bewegungen Temsarians warf, flüsterte ihr die Klingonin etwas ins Ohr, das sie zu einem Schmunzeln veranlaßte. Einen fragenden Ausdruck im Gesicht wandte sich Gershyn an den Piloten: "Sie fliegen besser als Mr Ylva, wenn ich mir den Kommentar erlauben darf."
Temsarian nahm die Bemerkung als Kompliment zur Kenntnis, obwohl er – soviel hatte er inzwischen über K’talla gelernt - diese Bemerkung auch als Anspielung auf die vergangene Nacht hätte verstehen können.
"Danke," gab er zurück, "aber das ist nur natürlich. Commander Ylva ist vom Geheimdienst, da können sie keine großen Fertigkeiten im Bezug auf Raumschiffnavigation erwarten."
"Tatsächlich", erwiderte Gershyn, "und welche Fähigkeiten entwickeln die Offiziere vom Geheimdienst, wenn sie nicht auf Raumschiffen Dienst tun?"
Der ironische Unterton der Frage war Temsarian bewußt, als er antwortete: "Nun, meiner Meinung nach, ich kann ja schließlich nur für mich sprechen, findet man im Geheimdienst der Sternenflotte die Offiziere mit den größten rhetorischen Kapazitäten."
"Ich sehe da keinen Zusammenhang", meinte K’talla, die beschlossen hatte ihre Zurückhaltung aufzugeben.
Sie war bisher ruhig gewesen, um Temsarian nicht in Verlegenheit zu bringen und damit die Mission zu gefährden, aber nun, da die Diskussion einmal im Gange war und es nicht mehr um sie und ihn ging, glaubte sie, ebensogut mitreden zu können.
"Oh, da ist schon einer. Wenn ich beauftragt werde, einen Adjutanten des Tal’Shiar auszuhorchen, dann muß ich doch meine Sätze geschickt wählen, um ihm die Geheimnisse, die ich kennen will zu entlocken, ohne meine eigene Tarnung aufzudecken."

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