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"Sie mobilisieren alle Kräfte für diese Operation?", fragte Temsarian.
"So viele wie möglich. Aber es gar nicht nötig, Befehle dafür zu verteilen, da sich die meisten ohnehin freiwillig für die Einsätze melden. Die Waffenhändler sind verantwortlich für Tausende Tote, und niemand kann von uns erwarten, dass wir ruhig bleiben und abwarten, während das Militär bis ins Unermessliche aufrüstet."
"Was passiert, wenn dem Militär die Waffen ausgehen?"
"Dann, Mr Temsarian, beginnt die eigentliche Revolution."
Zur gleichen Zeit
"Immer noch nichts, Sir."
Gotha verließ seinen Sessel in der Mitte der Brücke und blieb bei Lieutenant Ontiveros stehen. Es war sehr schwer zu glauben, dass die Sensoren bei der geringen Distanz der Repulse zu dem Wrack keine schlüssigen Daten zutage brachten. Die hochauflösende Sequenz zu wiederholen hätte wenig Sinn gehabt, da sie unter Zeitdruck standen und die Scanner seit Abflug aus dem Raumdock tadellos arbeiteten, andernfalls wären die Tholianer-Schiffe niemals in der Projektion entdeckt worden.
"Keine Lebenszeichen, soviel ist sicher. Aber irgend etwas da draußen stört die Sensoren erheblich, Sir, und da hilft auch keine Sonde weiter, glaube ich. Wir kreisen in einem so engen Radius um dieses Wrack, dass wir bei ein paar hundert Metern mehr schon Farbe von der Hülle abkratzen, Sir."
She’Lak erhob sich auf der anderen Seite der Brücke von ihrer Station und rief Gotha zu, dass sie Ontiveros die Ergebnisse ihrer visuellen Scanversuche übermittelt hatte. Zahlen verschwanden von dem kleinen Screen und wurden durch andere Zahlen ersetzt, es baute sich die Graphik eines Raumschiffprofils auf der Sichtfläche auf.
Ontiveros nickte She’Lak anerkennend zu und übertrug die Darstellung auf den Hauptschirm.
Zunächst erblickte man das Wrack, das kaum fünfhundert Meter von der Repulse entfernt ziellos durch das All driftete, dann aber, wie in einem rückwärts abgespulten Zeitraffer regenerierten sich die Komponenten des Raumschiffs, bis sich ein mehr oder minder bekanntes Bild ergab.
"Es ist ein tzenkethischer Frachter!", erklang der Ruf des verblüfften Navigators. Vom letzten Briefing hatte er das Aussehen und die Dimension eines solchen Raumschiffs noch gut im Gedächtnis, und nach diesem denkwürdigen Auftritt würde er die Erscheinung auch kaum wieder vergessen.
"Das ist korrekt." Wie um die Tatsache, dass sie diese Entdeckung gemacht hatte, zu bekräftigen ergriff She’Lak das Wort und fasste die Fakten, wie sie sie verstand, zusammen.
"Ich habe auf der Basis der Logbuchaufzeichnungen aller Außenposten der Tzenkethi, die von der Daimonion angegriffen wurden eine visuelle Vergleichsanalyse vom Computer durchführen lassen. Was sie dort sehen ist höchstwahrscheinlich das Wrack des Frachters Ganshu, der seit dem ersten Angriff der Daimonion vermisst wird. Die Tzenkethi vermuteten schon, dass die Daimonion das Schiff auf dem Rückweg von der Station Verada vernichtet hätte, doch anscheinend entschieden sie sich, es bis hierhin mitzuschleppen und dann..."
"Aber warum sollten sie das tun? Es kostet einiges an Energie, den Traktorstrahl bei hoher Warpgeschwindigkeit aufrecht zu erhalten, und das bei einer Strecke dieser Länge", sagte der Navigator.
Garak hatte sich dem jüngeren Mann genähert und klopfte ihm nun auf die rechte Schulter, um seine Naivität anzudeuten. "Sie sind nie beim Obsidianischen Orden gewesen, Lieutenant, ich merke es", sprach er, "ich bin mir ziemlich sicher, dass unsere romulanische Freundin hinzufügen wird, dass dieser Frachter hier Waffen geladen hatte. Und da die Jem’Hadar auf solche angewiesen sind, haben sie sich entschieden, das Schiff in sicherer Distanz auszuschlachten und dann unkenntlich zu schießen."
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