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Star Trek


"Repulse: Genesis"

von Alban Werner

Teil 4: Es war einmal die Revolution


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Computerlogbuch der USS Repulse, General Gotha. Eintrag verschlüsseln.
Ein intensiver Scan unseres Zielgebietes hat ergeben, dass sich ein oder mehrere Raumschiffe als zusätzlicher Asteroid einer Formation maskiert haben. Die Sensoren konnten noch keinen Aufschluss darüber geben, welcher Schiffstyp sich unter der Attrappe verbirgt, aber ich habe die beschlossen, am Ende des Allianz-Gebietes die Tarnung zu deaktivieren und einen allgemeinen Ruf zu senden.

"Was genau erhoffen sie sich von dem Ruf, General?", fragte Ro Laren auf dem Weg zur Brücke.
Sie, die vornehmlich Guerillataktiken des Maquis gewöhnt gewesen war, bevor man sie in die Strafanstalt gesteckt hatte, misstraute der offenen Verfahrensweise, die ein so hoch dekorierter Offizier wie Kyran Gotha jetzt an den Tag legte. Selbst wenn sich ein Schiff –vielleicht sogar die Daimonion- im Inneren der Asteroidenprojektion verbarg, gab es doch keinen Grund, auf diese Taktik zurückzugreifen, da es die Repulse problemlos mit einem feindlichen Schiff würde aufnehmen können, wenn es nicht gerade ein Borg-Kubus war, so dachte Ro.
Gothas Antwort ließ nicht lange auf sich warten. "Das kann ich ihnen sagen. Wenn wir den Ruf entsenden und es antwortet ein Schiff, sind wir nur ein Patrouillierer der Sovereign-Klasse, dafür sorgt unsere Maskierung. Werden wir angegriffen, wehren wir uns, ist das nicht der Fall, fliegen wir außer Sensorreichweite, tarnen uns und begeben uns auf Schleichfahrt an den Grenzwächtern vorbei."
"Eine umständliche Angelegenheit", erwiderte Ro.
"Oh, glauben sie mir, die Tholianer sind bei weitem die gründlichste Spezies, wenn es um die Bewachung ihrer Grenzen geht. Mal abgesehen davon bin ich nicht bereit, einen diplomatischen Zwischenfall zu riskieren, um einen anderen zu verhindern, Lieutenant."
"Was wurde eigentlich aus dieser anderen Repulse, dem Schiff der Excelsior-Klasse?"
Gotha überlegte- tatsächlich hatte es vor ein paar Jahren ein gleichnamiges Schiff gegeben.
"Es wurde im Krieg vernichtet glaube ich - ja, 2373 im Arkanis-Sektor. Opfer eines klingonischen Angriffs."
Die Türen des Turbolifts öffneten sich, Gotha ließ der Bajoranerin den Vortritt. Sie zögerte nicht lange und fand direkt ihren Platz an der ersten taktischen Konsole.
"Status, Mr Temsarian!", sagte Gotha.
"Wir haben die Grenze zum Gebiet der tholianischen Dynastie erreicht, Sir! Wir warten auf ihre Befehle!"
"Sehr gut. Lieutenant Ro, Status der Tarnvorrichtung?", fragte Gotha.
"Tarnung funktioniert innerhalb normaler Parameter, Sir. Aufgrund des Störfelds der Raumbojen wird, wer immer da auch hinter der Projektion steckt, uns erst registrieren, wenn wir einen Ruf absetzen."
"Aktivieren sie Schiffsmaske ,Sovereign 1‘ sobald die Tarnung abgeschaltet wurde, Lieutenant. Und sie, Mr Ontiveros." Der General drehte sich um zur Ops-Station: "Sie senden den Ruf in demselben Moment."
"Verstanden!", hieß es von beiden Stationen.
Die Repulse kam zum Stillstand und wurde im Weltraum wieder sichtbar und zu fester Materie. Die überall an der Grenzzone verteilten Bojen verhinderten, dass Warpsignaturen von Schiffen auf der anderen Seite der Grenze aufgefangen werden konnten, bevor diese passiert wurde. So wollten die Tholianer ihre Isolation garantieren. Allerdings hatten die Scanner der Repulse dank der Dominion-Technologie die Fähigkeit, Schiffe schon durch geringe Energieabstrahlung zu orten.
Gespannt warteten die Anwesenden auf der Brücke auf eine Reaktion derer, die sich auf der anderen Seite noch versteckt hielten. Was taten sie wohl gerade? Sie fragten sich vielleicht, warum plötzlich aus heiterem Himmel ein Starfleet-Schiff auftauchte. Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen nach so langer Zeit? Niemals.

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