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Star Trek


"Repulse: Genesis"

von Alban Werner

Teil 3: Der Abgrund ist die Grenze


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"Diese Station hier wurde von der Föderation nicht ohne besonderen Grund im Nebula-Sektor erbaut, Mr Garak. Der Tal‘Shiar vermutete schon seit geraumer Zeit, dass in diesem Gebiet UFP neue experimentelle Schiff der Sternenflotte entwickelt werden. Hier wurden die ersten Quantentorpedos getestet, die ersten Schiffe mit bioneuralen Gelpacks wurden hier ihrer Feuertaufe unterzogen."
Ohne es sich anmerken zu lassen genoss sie den ungläubigen Gesichtsausdruck des Admirals, der ihr ein Gefühl von Überlegenheit verlieh. "Das Gerät, das der General soeben übergeben hat, ist die sogenannte ,Pegasus-Tarnvorrichtung‘. Sie wurde vom Geheimdienst der Starfleet vor 19 Jahren illegal entwickelt. Nachdem die Verantwortlichen vor sieben Jahren aufflogen, wurde die einzige gebaute Version dem Tal‘Shiar übergeben. Leider war sie nicht mit den Systemen unserer Schiffe kompatibel, so dass wir auf einen Einsatz verzichten mussten. Da der Tal’Shiar ein Jahr später durch die Allianz mit dem Obsidianischen Orden und Angriff auf das Dominion vernichtet wurde, wurde für die Föderation ein Teil des Vertrages, der die Konstruktion der Tarnung illegal machte, hinfällig." Sie blickte nun Gotha an als Zeichen für ihn, dass er fortfahren sollte.
"Die Föderation", sagte er, "forderte die Tarnvorrichtung von den Romulanern zurück, aber diese behaupteten, sie sei vernichtet worden. Es blieb uns nichts anderes übrig, als das hinzunehmen. Ich aber...", sein Blick wies auf She‘Lak, "hatte persönliche Verbindung zum Tal‘Shiar durch She‘Lak. Sie schuldete mir noch etwas und zögerte nicht, mir den Gefallen zu tun, die Tarnung zu besorgen, als ich sie darum bat."
Garak erwiderte, er habe auf der USS Defiant die Nützlichkeit einer Tarnvorrichtung zu schätzen gelernt und fragte, bei welchem Raumschiff sie denn eingesetzt werden sollte.
Der Admiral stand auf und bat seine Gäste, ihm zu folgen. Er führte sie in einen Korridor, der sie wieder an der Landebucht vorbei führte. Dort erblickte Garak Starfleet-Ingenieure, die anscheinend das Shuttle untersuchten. Zwar hätte er jetzt einen Einwand äußern können, hielt sich aber zurück.
"Ich fürchte, wir werden die Vorrichtung nicht lange testen können, Sir", sagte Ross zum General, "die Jem‘Hadar haben vor zwölf Stunden einen Konvoi der Tzenkethi vernichtet, in dem sich auch ein Passagiertransporter befand. Nach den offiziellen Angaben wurden 300 Zivilisten getötet. Sie können sich vielleicht vorstellen, wie Botschafter Tall den Unmut seines Volkes bei der Botschaft verdeutlichte."
Beiläufig stimmte Gotha zu, doch seine Aufmerksamkeit hatte schon vor einem kurzen Moment abzudriften begonnen. Die Gänge dieser Raumbasis erinnerten ihn zu sehr an die Korridore der Daimonion, und wie bei vielen seiner Spezies wurden Erinnerungen oft ganz plötzlich ausgelöst, sie waren manchmal von einer Intensität, welche die präsente Umgebung vergessen ließ. Er fasste sich kurz an die Schläfe und schüttelte die Erinnerung wieder ab - auch wenn er das Gefühl behielt, dass sie in seinem Unterbewusstsein immer wieder wie eine Aufzeichnung ablief. "Mein Geist will mir irgend etwas sagen.", dachte er, "Was ist es? Was habe ich vergessen?"

Die Jeffries-Röhren hatten plötzlich etwas Gespenstisches an sich. Sie schienen enger zu sein als noch vor einigen Minuten, als er mit Lieutenant Jarada hindurch gekrochen war. Alle seine Sinne zeugten vom Gegenteil, aber der Eindruck ließ sich nicht verjagen. Das Gewehr in der rechten Hand, den Tricorder in den linken hielt er vor einem kleinen Panel. Es war inaktiv, also musste er es an die Energiezelle des kleinen Computers anschließen. Nach einigen Sekunden des Aufladens flackerte das Display der kleinen Konsole auf, bis es die normale Anzeige wiedergab. Bei kurzer Betrachtung stellte Gotha fest, dass er dem Feind am besten in der Kartographie begegnen konnte, die sich über dem Hauptcomputer befand.

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