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Star Trek


"Repulse: Genesis"

von Alban Werner

Teil 2: Alte Bekannte


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Erehwon, Kolonie der Tzenkethi. Orbitalstation Verada. Sternzeit 54106,4.

Der Miradorn- Frachter Klatu hatte seine Ladungsaktion beendet und musste nur noch die routinemäßige Inspektion über sich ergehen lassen. Sein Captain Hunan Niktu ließ die Luftschleusen öffnen, damit die tzenkethischen Sicherheitskräfte die Frachträume betreten konnten.
"Nichts zu melden", gab der tzenkethische Aufseher dem Commander der Station über Intercom durch, "das Schiff Klatu wird zum Start freigegeben."
Der Commander bestätigte die Freigabe, ließ die Sicherheitskräfte vom Frachter abziehen und die Andockklammern lösen.
Ein Zischen erfüllte kurz den sonst leeren Raum, als ausgetretener Sauerstoff sich um die Klammern verteilte.
Die Klatu bewegte sich von der sphärischen Station fort, um in sicherem Abstand auf Warpgeschwindigkeit zu gehen.
Plötzlich hielt Captain Niktu inne. Etwas erschien auf dem Sensorenschirm.
"Was ist das?", fragte er.
Auf der Brücke konnte ihm niemand eine Antwort geben, bis ein Raumschiff in das System eintrat.
"Die müssen verrückt sein!", rief der Offizier an der vorderen Station, "in einem System mit Warpgeschwindigkeit zu fliegen!"
"Es ist ein Schiff der Föderation!", rief ein anderer.
"Sollten die laut Vertrag die Grenze zu den Tzenkethi nicht übertreten?", sprach der Captain.
"Sie haben recht, Sir, aber das scheinen die da nicht zu wissen..."
Das Starfleetschiff näherte sich mit einem Viertel Impulsgeschwindigkeit dem Planeten. Dann eröffnete es plötzlich das Feuer. Die Klatu wurde getroffen und schon beim dritten Treffer vernichtet.
Das Schiff dund flog einen zweiten Angriff, diesmal auf die Orbitalstation.
Phaser rissen Löcher in die Außenhülle, und auf den oberen Decks wurden tzenkethische Offiziere in den Raum geblasen.
Der Commander der Station ließ, nachdem er schon massive Verstärkung aus dem benachbarten System angefordert hatte, einen Kanal zum Föderationsschiff öffnen:
"Stellen sie sofort ihren Angriff ein! Sie verstoßen gegen das Friedensabkommen von 2360! Schalten sie unverzüglich ihre Waffensysteme ab und halten sie einen Mindestabstand von einer Million Kilometer von dieser Station! Ich wiederhole.."
Der Commander konnte den Satz nicht beenden, als eine Salve Quantentorpedos in die Hauptsektion einschlug und diese erschütterte. Er wurde zu Boden geworfen, wobei er sich an einer Schalttafel den Kopf anschlug. Mit letzter Kraft zog er sich daran hoch und warf einen Blick auf den Hauptbildschirm. Das feindliche Schiff feuerte gerade zwei Torpedos ab, die beide auf die Brücke zu rasten.
Bevor sie ihn und seinen Stab in Stücke rissen, konnte er noch die Hüllenaufschrift des Angreifers entziffern:
"Daimonion..."

Zwei Tage später
Der Botschaftsausschuss der Föderation war auf einiges gefasst, nachdem ihnen der tzenkethische Botschafter seine Wut unmissverständlich offenbart hatte. Der Gesandte hatte sich zunächst geweigert, mit einem anderen Föderalen als dem üblichen Vermittler zu reden. Auf die Frage, warum er diesen diplomatischen Disput begonnen hatte, antwortete er "Die Föderation zeigt eine Impertinenz, die meinem Volk bis dahin nicht gekannt war."
Garyk Tall war sein Name. Inzwischen hatte er sich etwas beruhigt und sich dazu durchgerungen, dem eigentlichen Grund seiner Anwesenheit auf der Station wieder Beachtung zu schenken. Während Vermittler Truffaut mit ihm durch die Gänge des Raumdocks schritt, das im Orbit des neutralen Planeten Epsilon Canaris 3 schwebte, beschwichtigte er ihn noch immer. Der Planet hatte gute Beziehungen zur Föderation, seitdem diese im letzten Jahrhundert hier einen andauernden Frieden hatte erreichen können.
Tall betrat den Konferenzraum, in dem der Botschaftsausschuss dieses Sektors tagte. Ein leises Knurren vermochte er zu unterdrücken, doch seine Gestik ließ den Föderationsbotschaftern keinen Schluss, als dass der Mann vor dem Bildschirm ein großes Unbehagen verspürte.

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