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Phlox überlegte.
"Gut, dann gehen Sie erst mal in ihr Quartier und ruhen sich aus. Ich gebe ihn eine kleines Beruhigungsmittel. Kommen Sie morgen noch mal wieder und wir werden die Tests wiederholen."
T`Pol nickte und rutschte vom Krankenbett.
"Aber wenn Sie andere Veränderungen merken, kommen sie sofort zu mir!"
"Einverstanden!"
Captains Quartier
Archer saß am Fenster und beobachtete die Sterne. Er liebte diese ruhigen Momente, wo er ganz allein war und sich um nichts Gedanken machen brauchte.
Er streichelte Porthos, der neben ihm auf dem Bett lag. Jonathan hatte zwar ab und zu schon mal Heimweh, aber im großen und ganzem hatte er nun endlich seinen Traum erfüllt und den seines Vaters.
"Captain?" Reeds Stimme ertönte aus dem Kommunikator.
"Ja?"
"Die Nachbar Quartiere von T`Pol haben ungewöhnliche Geräusche aus ihrem Quartier entnommen. Ein Poltern und schlagen. Soll ich den Sicherheitstrupp hinschicken?"
"Nein, ich werde mich darum kümmern!"
"Einverstanden!"
Jonathan stand auf und zog sich seine Uniform an. T`Pol benahm sich wirklich seltsam in letzter Zeit. Hoffentlich ist es nichts Ernstes. Er verließ sein Quartier und
ging auf den Korridor herraus. Unterwegs traf er einige Crewmen und nickte ihnen zu. Nach ein paar Minuten war er schließlich vor T`Pols Quartier angelangt und hörte ein Krachen, als ob ein Stuhl ode Tisch zusammengebrochen wäre.
Er betätigte den Summer. Keine Antwort.
Jonathan klopfte. "T`Pol, alles okay?"
"Gehen Sie." rief eine Stimme. Sie war verzerrt und aufgebracht, fast wütend. War das wirklich T`Pol?
Archer betätigte den Notöffnungsmechanismus und trat ein. Der Anblick war unvorstellbar. Die Möbel waren zum Teil zerbrochen und lagen überall im Zimmer herum. Kissen, die Meditationslampe, alles war ein totales Chaos. Und mitten drin saß T`Pol, die Knie an den Körper gezogen und ihr Gesicht geneigt. Sie zitterte. Schweißperlen liefen ihr an Wange und Stirn hinunter. Sofort kniete sich Archer zu ihr hinunter. Sanft berührte er ihre Schulter.
"Lassen Sie mich allein." schluchzte die Vulkanierin.
"Was ist mit Ihnen los?" fragte er mitfühlend.
"Ich weiß es nicht, es fing mit Kopfschmerzen an und plötzlich verlor ich die Kontrolle über meine Emotionen. Ich kann Sie nicht kontrollieren. Das darf nicht sein."
Sie sah ihm direkt in die Augen. Ihr Blick war verwirrt und etwas in ihren Augen flackerte. Tausend Emotionen konnte er erkennen. Wut, Furcht, Stolz, Trauer, es war unbegreiflich. Wasser bildete sich in ihren Augen. Er schlang die Arme um T`Pol und zog sie an sich. Sie wehrte sich nicht, sondern drückte ihn fest an sich. Nach einer Weile löste sich Jonathan und holte seinen Kommunikator heraus.
"Doktor Phlox, Archer hier!"
"Ja, Captain!"
"T`Pol braucht dringend ärztliche Hilfe. ich werde sie auf die Krankenstation bringen."
"Aye Captain."
"Kommen Sie!" Er half ihr hoch und stützte sie. Ihr Zittern ist zwar besser geworden, dennoch war es noch so stark, dass sie beim gehen Hilfe brauchte.
"Ist ihr Verhalten schon mal bei Vulkanier vorgekommen?" fragte er besorgt.
"Nein, naja, doch. Es gibt einen natürlichen Prozess der so anfängt, aber das hier.... ist anders."
Während sie die Korridore entlang gingen, verbarg T`pol ihr Gesicht an Jonathans Schulter. Sie wollte nicht, dass die anderen Crewmitglieder sie so unkontrolliert sahen.
Jonathan fragte sich, von was für einen natürlichen Prozess sie sprach, aber er glaubte ihr, wenn sie meinte, dass das nichts mit dieser Situation zu tun hatte. Doch was kann es sonst sein?"
Sie erreichten die Krankenstation und er ließ den Doktor mit seiner Patientin allein.
"Was stimmt jetzt nicht mit ihr?" fragte Jonathan beunruhigt. T`Pol lag auf dem Krankenbett und schlief. Phlox hatte ihr ein leichtes Beruhigungsmittel gegeben, damit sie sich erst mal ausruhen konnte.
"Tja, wenn ich das wüßte. Vor ein paar Stunden habe ich ein chemisches Ungleichgewicht in ihrem Gehirn festgestellt. Es war nur sehr gering. Doch von Zeit zu Zeit scheint es immer stärker zu werden. Die Werte steigen exponentiell an und sinken genauso schnell wieder. Es gelingt ihr immer weniger dieses Chaos und die Emotionen, die es verursacht zu kontrollieren. Auch Meditation wird daran nichts ändern."
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