Fan Fiction


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:: Vorwort
:: Aus der Asche
:: Schreie in der Nacht
:: Vor den Augen der Welt
:: Wie ein leiser Hauch der Ewigkeit
:: Wenn Reiche fallen


die inoffizielle 8. Staffel


"Aus der Asche"

von Martina Strobelt, Gabi Stiene

Ein Ende ist immer zugleich auch ein Anfang


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"No matter what the future holds, no matter how far we travel, a part of us... a very important part of us... will always remain here, on Deep Space Nine."
(Benjamin Sisko in ‚What you leave behind’)

Besser hätte es wohl nicht ausgedrückt werden können, diese Gefühl, welches sich bei mir während der letzten Folgen von DS9 immer mehr einstellte. Ich erinnere mich noch daran, wie es war als TNG geendet hatte. Ich hatte innerlich irgendwie damit abgeschlossen als die letzte Folge über den Bildschirm geflimmert war, daran änderten später auch die Kino-Filme nichts. Mit DS9 war es anders. Da war etwas, was mich festhielt. Es gab wohl keine andere Serie in meinem Leben, in welcher ich derart mitgelebt und mitgelitten hatte, bei der ich derart einzelne Entwicklungen gehaßt und von anderen geschockt war. Mehr als einmal stand ich vor der Serie und dachte mir "das war’s, ich suche mir etwas anderes, ich bin mit der Richtung nicht mehr einverstanden" – und jedesmal hielt ich es nur ein paar Monate aus, bevor ich den Videorekorder wieder aktivierte, die Cassetten einwarf und wußte, daß ich nach Hause kam.
Mit Sicherheit hat DS9 nicht mit innovativen Science Fiction Themen geglänzt, die Aushängeschild von Star Trek sind. Ganz im Gegenteil, zugunsten von politischen Elementen und einem gutem Schuß soap opera wurde hier das SF-Element und Technobubble auf ein Minimum zurückgesetzt. Doch was blieb, waren die Charaktere, ein Ensemble wie ich es in den anderen Serien nicht finden kann – nicht in dieser Art, in welcher absolut jeder Charakter eine Entwicklung durchlaufen hat, und jeder Schauspieler die Fähigkeit besitzt, eine Szene an sich zu reißen. Ebenfalls anders als in jeder anderen ST-Serie traten hier Nebencharaktere hervor, die mühelos ganze Folgen für sich bestreiten konnten. Niemand darunter, der lediglich als Stichwortgeber fungierte, jeder Charakter ausgearbeitet und mit einem wunderbaren Eigenleben.
Es sind diese Charaktere, die mich in ihren Bann gezogen haben und sich nun weigern loszulassen. Gute Science Fiction läßt sich immer wieder finden, aber ein solches Charakter-Ensemble hat Seltenheitswert.
Und so war mir klar, daß ich sie nicht einfach würde gehen lassen können. DS9 zu Ende? Nein, das war irgendwie keine Option. Ich sprach mit Martine über die Möglichkeit, die Serie weiterzuschreiben, und zu meiner großen Freude war sie sofort Feuer und Flamme. Es hieß nur noch abwarten, wie es im Fernsehen enden würde, ob es möglich sein würde, ohne größere Veränderungen weiterzumachen, und wie wir sehen durften, war das Ende der Serie geradezu ideal, um daran anzuknüpfen. Niemand mußte ‚wiederbelebt’ werden (☺selbst die kleinen Kunstgriffe für manche unserer Lieblinge ließen sich wunderbar an der Serie festmachen.) All die Charaktere, die uns über die Jahre so sehr ans Herz gewachsen waren, konnten mit neuen Ideen erfüllt werden. Martina und ich trafen uns, setzten uns zusammen und entwickelten unser Konzept an einem Wochenende, das sich für mich als das produktivste meines Lebens eingeprägt hat. Ich war mir nicht sicher, ob es möglich wäre, gemeinsam zu schreiben. Wir hatten es zuvor noch nie getan und wir haben eine etwas andere Auffassung davon, wie und was wir schreiben wollen. Doch gerade unsere unterschiedlichen Interessen und Herangehensweisen haben dazu beigetragen, daß wir einen Handlungsbogen aufspannen konnten, in welchem Niemand zu kurz kommt.

Es gibt noch so viele Geschichten, die erzählt werden wollen. Dies hier ist erst der Anfang. Deep Space Nine wird niemals zuende sein, nicht in unseren Herzen.

Gabi Stiene

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