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"Das ist es!", sagte Quark und legte den gelben Würfel auf den Tresen.
"Sehr beeindruckend..." bemerkte Bashir, während er zum Dabotisch hinüber schaute. So lange war es nicht her, dass Leeta und er ein Paar waren. Eine kurze Liason, die aus den unterschiedlichsten Gründen keine Zukunft hatte und bei der er überraschenderweise in Rom, Quarks schwerfälligem Bruder, seinen Nachfolger gefunden hatte. Eine Tatsache, die seinem Ego schwer zu schaffen machte.
Heute hatte sie ein äußerst aufregendes Kleid an, das ein schönes Beispiel für den Grundsatz ‚manchmal ist weniger mehr' darstellte. Wirklich ein sehr schönes Beispiel, dachte Bashir.
"Was ist das?", fragte Miles O'Brien, der Chefingenieur dieser Station, mäßig interessiert.
"Das", verkündete Quark mit einem verärgerten Blick in Richtung Bashir, "ist die Sensation der kommenden Holosuite-Saison!. Ich habe es zwar selbst noch nicht gesehen, aber wenn man meinen Quellen glauben will, und das sollte man", versicherte Quark mit überzeugendem Gesicht, "dann ist es eine permanent laufende Simulation, die..."
O'Brien lachte humorlos auf: "Vergessen Sie's, Quark." Er schüttelte kurz den Kopf und nahm einen Schluck Rootbeer während der Barkeeper sich mit einem verständnislosen Kopfschütteln vor sich hin murmelnd entfernte.
Er war jedes Mal auf Neue erstaunt, wie enthusiastisch Quark im Wochenrhythmus seine neuesten Holoprogramme als Sensation anpries. Noch vor vier Tagen war die ‚Endschlacht gegen das 'Dominion' die absolute Sensation. Vielleicht war es das sogar für den Rest der Galaxie, aber wohl kaum für die Bewohner von Deep Space Nine, einer Raumstation am Rande des Förderationsgebietes, die sich -bedingt durch das bajoranische Wurmloch- nicht allzu weit weg befand von einer realen Version eines solchen Konfliktes.
Das Gefühl permanent einer Bedrohung durch das Dominion ausgesetzt zu sein, lastete schwer auf allen, die auf dieser Station lebten und arbeiteten. Jeder ging auf seine Weise mit dem Druck um. Er selbst schlug in seiner kargen Freizeit immer wieder in der Holosuite die Deutschen zurück, an seiner Seite der unermüdliche Dr. Bashir als forscher Kampfpilot. Sein Freund Julian Bashir. Als ranghöchster Mediziner auf DS9 achtete er peinlich genau auf mögliche Anzeichen von Stress oder Überarbeitung bei allen Personen, die sich unachtsamerweise in seiner Nähe aufhielten. Speziell ihm gab Julian permanent das Gefühl, ein neurologischer Notfall zu sein. Um zu erkennen, dass er nicht unbedingt ausgeglichen war, brauchte Miles keinen Arzt.
Seit Keiko mit Molly und Kirayoshi Richtung Erde abgereist war (das war tatsächlich schon 9 Monate her), hing er immer öfter grüblerisch seinen Gedanken nach. Er hätte sich gewünscht, dass die mögliche Invasion der Jem'Hadar der einzige Grund wäre, warum sie gemeinsam diese Entscheidung fällten. In den vergangenen Jahren hatte sich ihre Beziehung nicht unbedingt zum Besten entwickelt. Als Botanikerin hatte sie stets das Gefühl, nutzlos und auf DS9 fehl am Platze zu sein und er, Miles, war nicht in der Lage, ihr bei diesem Problem dauerhaft zu helfen.
Er glaubte zu wissen, dass seine Freunde -insbesondere Julian- zuweilen der Meinung waren, dass Keiko nicht die richtige Frau für ihn war. Er wusste es besser.
Bis er Keiko traf, wusste er nicht, wie einsam er bis dahin gewesen war. Sie gab seinem Leben einen Fixpunkt. Etwas, wofür es sich lohnt zu leben. Noch an Bord der Enterprise wurde Molly geboren und sein Glück war perfekt. Und als ihm als Mannschaftsdienstgrad die Stelle des Chefingenieurs auf Deep Space Nine angeboten wurde, konnte er nicht widerstehen und sagte zu, ohne daran zu denken, was diese Entscheidung für Keiko bedeutete.
Sicher, die Idee, eine Schule auf Deep Space Nine zu eröffnen und Keiko als Lehrerin vorzuschlagen war kein schlechter Versuch, scheiterte aber schon nach relativ kurzer Zeit aufgrund der unterschiedlichen Ansichten der an Bord lebenden Spezies, wie ihre Kinder bzw. ihre Brut zu unterrichten sei.
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