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Vorbemerkung:
Von Anfang an waren Begegnungen zwischen verschiedenen Teilen des Trek-Universums besondere Angelegenheiten, die die Fans begeisterten. Auf TOS traf das natürlich weniger zu, weil es ja den Anfang bildete. Doch die wenigen Auftritte von TOS-Darstellern in TNG waren, jeder für sich, Höhepunkte, die der Serie neue Aspekte einverleibten. So McCoys Bemerkung zu Data, er erinnere ihn an einen Vulkanier, den er einst kannte. Oder Sareks und Spocks Auftritte, die mehr oder weniger Meilensteine darstellten. Nicht zu vergessen natürlich Kirks Finale in "Treffen der Generationen". Was ich jedoch seit DS9 vermisse, sind Begegnungen/Verkettungen zwischen den neuen Serien. Von Q als Hauptbindeglied abgesehen und Picards Einführung von Sisko in "Der Abgesandte" machen sich solche Verkettungen sehr rar. Zugegebenermassen könnte sich eine Serie nicht selbständig entwickeln, wenn der Zuschauer den Eindruck hat, die Darsteller wären von den Handlungen/Auftritten einer anderen Crew abhängig. Trotzdem schwebt mir seit langem die Idee zu einem neuen "Treffen der Generationen" innerhalb DS9s im Kopf herum, das schon längst überfällig ist. Die Idee ist wohl, nicht zuletzt aufgrund der finanziellen Vorstellungen der zu Kinostars gereiften TNG-Darsteller, relativ utopisch, aber nehmen wir einmal an, es wäre möglich...
Genesis
DS9
Benjamin Sisko hat eine Vision der Propheten, die von einer Zeit der Entscheidung spricht. Entweder wird sämtliches Leben auf Bajor ausgelöscht und einer neu auferstehenden Kultur Platz machen, die Jahrhunderte lang Schrecken, Gewalt und Unterdrückung bringt. Ausgelöst wird dieses, gemäss der Prophezeiung, durch die Kurzsichtigkeit der eigenen Kultur und zu einem Zeitpunkt, wenn ein Krieger zum Mörder wird. Oder es steht eine Epoche des Friedens und der Glückseligkeit bevor.
Auf die Frage, wie man die Zukunft beeinflussen kann, geben die Propheten nur die Antwort: "Der Schrecken wird mit Gewalt eingeleitet, doch der Frieden mit Nachsicht."
Qo'noS
Die Situation entwickelt sich, als man Dukat in geheimen Verhandlungen mit Klingonen, die mit der Föderation alles andere als zufrieden sind, sieht, wobei er für das Versprechen, der Föderation einen schweren Schlag zu versetzen, von den Klingonen eine Geheimwaffe erhält. Die Klingonen erklären, dass die Waffe alten Quellen zufolge eine Entwicklung der Föderation ist, deren Fertigstellung an Hand von unzureichenden Informationen, die ursprünglich vom Commander eines Bird of Prey stammen, erst kürzlich beendet werden konnte. Anschliessend macht er sich in einem Bird of Prey mit dem Projektil an Bord auf den Weg Richtung Bajor, ein irres Grinsen im Gesicht.
DS9 / Gamma-Quadrant
Während Sisko versucht, den normalen Betrieb aufrecht zu erhalten und Worf und Ezri sich näherkommen, rotten sich im Bereich um Cardassia und auf der anderen Seite des Wurmlochs die Jem'Hadar zusammen. Die im Sterben liegenden Gründer schwenken auf einen neuen Kurs ein: Sie wollen in einem letzten Kraftakt die Kontrolle des Wurmlochs an sich reissen und ihre Feinde im Alpha-Quadranten so weit schwächen, dass ihnen genügend Zeit bleibt. Die Zeit brauchen sie, da sie entdeckt haben, dass Odo nicht erkrankt ist, so dass sie herausfinden müssen, wie das möglich war. Es zeigt sich, dass den Planeten Bajor ein bisher nicht erkanntes Kraftfeld umgibt, das auf mystische Weise mit den Wurmlochwesen zusammenhängt. Dieses Feld scheint Odo, der sich ja seit langem in der Nähe des Planeten aufhält, vor den Auswirkungen des Syndroms, das die Gründer auszulöschen droht, beschützt zu haben. Da die Gründer keinen Weg finden konnten, sich das Kraftfeld auf anderem Wege zu Nutze zu machen, bleibt ihnen nur, dauerhaft auf Bajor zu residieren. Dabei stehen ihnen natürlich die Bajoraner im Weg, aber den Gründern ist klar, dass ihre Verbündeten, die Cardassianer, alles andere als gut auf Bajoraner zu sprechen sind.
Bird of Prey
In einem Gespräch zwischen Dukat und Weyoun per Subraumfunk erfährt man, dass Dukat im Auftrag der Gründer handelt. Mit dem Projektil, das ursprünglich von der Föderation stammt, soll Bajors Oberfläche innerhalb weniger Stunden jeglichen Lebens beraubt und neu gestaltet werden, um anschliessend den Gründern eine neue Heimat bieten zu können. Mit seinem üblichen Sinn für Humor hat Dukat das Projektil "Phoenix" genannt. Damit spielt er auf zweierlei Dinge an: Zum einen soll sein Volk nach der Demütigung durch Föderation und Klingonen wie der Phoenix aus der irdischen Legende aus der Asche auferstehen. Zum anderen bezieht er sich auf ein Schiff der Föderation: Die USS Phoenix unter Captain Maxwell leitete einst durch ihre Entdeckungen den langen Leidensweg des cardassianischen Reiches ein. Diese Schmach soll durch die gleichnamige Waffe gewissermassen wettgemacht werden. Dabei ist natürlich klar, dass sich die Gründer auf Bajor in einer sehr exponierten Position befinden würden, bedroht durch Föderation und Klingonen. Weyoun erwähnt, dass der Nichteinmischungspakt mit den Romulanern wieder intakt ist, so dass sich die vereinten Flotten der Cardassianer und der Jem'Hadar auf ihre beiden gegenwärtigen Feinde konzentrieren können, um einen ausreichend grossen Teil des Quadranten unter ihre Kontrolle zu bringen, so dass Bajor in sicherem Gebiet liegt. Die bisherige Entwicklung des Krieges lässt ja auch vermuten, dass man damit durchkommen könnte.
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