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Sam & Jack Geschichten


"Die Legende der Kel'ra"

von Sam23


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"Was?", fragte Sam.
Jack war nicht im Stande dazu, die Frage zu beantworten. Der Anblick, der sich ihm bot, erstaunte ihn zu sehr. Da war es schon wieder! Es war, als würde sie leuchten. Ein Engel, hinabgestiegen aus dem Wolkenreich. Er konnte sie nicht nur sehen, hören, riechen, er konnte sie sogar fühlen obwohl sie ihn nicht mal berührte. Sam runzelte die Stirn.
"Sir, alles in Ordnung?"
"Ja, sicher, 'Tschuldigung. Ich war bloß in Gedanken."
Sam grinste. "Einen Penny für Ihre Gedanken?"
Jack schüttelte den Kopf. "Die sind nicht soviel Wert, glauben Sie mir." log er und machte das Radio an. Es war Hockeynacht und Colorado spielte. Sam lächelte, als sich ein zufriedenes Lächeln auf dem Gesicht ihres CO ausbreitete, während er dem Sportreporter zuhörte. Sie machte sich immer noch Sorgen um ihn, aber die Tatsache, dass er schon wieder lächeln konnte, beruhigte sie. Das Spiel war bald schon wieder zu Ende und der Sender kehrte zu seinem normalen Programm zurück.
"Schnappt euch `ne Flasche Bier, holt euer Teleskop aus der Garage und klettert aufs Dach Leute, denn es kommt eine spektakuläre Mondfinsternis auf uns zu! Morgen Nacht wird der Mond verschwinden wenn sie die Erde zwischen ihn und die Sonne schiebt!"

Jack schreckte auf.
"Das ist schon morgen?", fragte er erstaunt.
Sam nickte. "Ja, warum?"
"Whao, wie die Zeit verfliegt wenn man Spaß hat.", murmelte er.
Sam lachte und schüttelte ihren Kopf. "Werden Sie sich das ansehen?"
"Darauf können Sie wetten!", antwortete Jack aufgeregt.
"Es ist bloß eine Mondfinsternis."
Jack schnaubte. "Astrophysiker. Ihr werdet wohl nie verstehen, um was es eigentlich geht oder?"
"Oh und ich nehme an, ihr Astronomen schon?"
Jack nickte. "Aber sicher. Wir genießen es, die Wunder des Universums zu beobachten die sich direkt vor unseren Augen entfalten. Aber ihr habt die Fähigkeit, dem Ganzen mit einem einzigen hundertsilbigen Wort den Spaß zu nehmen."
Sam lachte. Jack grinste sie an, als er plötzlich eine Leichtigkeit spürte, von der er wusste, dass sie nicht angebracht war. Die restliche Fahrt über schwiegen sie wieder, bis Sam schließlich vor Jacks Haus hielt.
"Hier wären wir Sir. Tür-zu-Tür-Service."
"Danke Carter."
Er wollte sie noch zu sich einladen, aber aus den üblichen Gründen entschied er sich dagegen und stieg aus. Sie verabschiedeten sich, er schloss die Autotür, winkte ihr nochmals zu und ging schließlich Richtung Haustür.
Doch er kam nicht sehr weit.
Irgendwas war anders. Jack konnte nicht wirklich sagen, was es war. Nur, dass er etwas vermisste, dass vorher noch da gewesen war. Er schüttelte seinen Kopf und schob einfach alles auf all den Mist, den er in den letzten Wochen durchgemacht hatte und ging in sein Haus.
Ein paar Meilen die Straße runter, hielt Major Samantha Carter an einer roten Ampel. Sie war nervös, wusste aber eigentlich nicht warum. Es hatte in der Sekunde angefangen, als sie den Colonel zuhause abgesetzt hatte. " Wahrscheinlich nur dein Beschützerinstinkt der durchbricht.", sagte Sam zu sich selbst. Sie hatte jede Nacht an der Seite des Colonels verbracht, dass es so selbstverständlich geworden wurde, dass es jetzt schon wieder komisch war, nicht bei ihm zu sein.
Die Ampel wechselte auf Grün.

Kapitel zwei: Mondfinsternis

Die Nacht der Mondfinsternis. Jack war erleichtert etwas gefunden zu haben, mit dem er sich beschäftigen konnte. Die Nacht davor war nicht sehr entspannend gewesen und auch der darauf folgende Tag verlief nicht sehr viel besser. Egal was er auch versuchte, er konnte die schmerzhaften Erinnerungen die ihn alle paar Minuten heimsuchten einfach nicht verdrängen. Nun war es dunkel geworden. Er saß auf seinem Dach und hatte sich fest vorgenommen, an nichts anderes als den Mond, die Sonne und die Flasche Bier in seiner Hand zu denken. Er stellte sein Teleskop ein und setzte sich in seinem Stuhl. Für einige Minuten funktionierte seine Strategie, aber dann begannen seine Gedanken wieder abzuschweifen. Diesmal waren es aber nicht Ba'al, Daniel oder Kaan'an die ihn beschäftigten. Es war Sam. Jack vermisste sie, und das, obwohl es noch nicht einmal 24Stunden her war, dass sie sich das letzte mal gesehen hatten. Er schüttelte den Kopf und nahm noch einen Schluck Bier. Er blickte durch das Teleskop auf den hell leuchtenden Mond. Immer noch ein paar Minuten bis zum Beginn der Mondfinsternis. Auf einmal fühlte Jack etwas. Eine Präsenz. Eine familiäre Präsenz. Er stand auf, ging zur Leiter hinüber und ließ seinen Blick über die Umgebung schweifen. Es war niemand da. Seine Augen suchten seinen Garten und die dahinter verlaufende Straße ab. Kein Zeichen eines Autos, eines Fahrrads oder irgendetwas anderem war zu sehen. Jack schüttelte nochmals den Kopf. Seine Gefühle spielten ihm einen Streich. Diese blöde Schlange hatte es wahrscheinlich geschafft, sein gesamtes System durcheinander zu bringen und diese Sarkophag-Wiederbelebungsnummer hatte wohl auch seinen Teil dazu beigesteuert. Er seufzte und gerade als er wieder dabei war, sich hinzusetzten, sah er zwei kleine Lichter, die sich in seine Richtung bewegten.

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