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Sam & Jack Geschichten


"Die Legende der Kel'ra"

von Sam23


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"Colonel, Sie sind wach!"
Jonas Stimme brachte Jack zum Blinzeln und der Zauber war gebrochen. Er wollte etwas sagen, doch seine Augen schlossen sich eigenwillig wieder und er fiel zurück in tiefen Schlaf.

Er verbrachte die nächsten paar Tage auf der Krankenstation. Jeder hielt Abstand zu ihm, damit er genügend Raum hatte, mit den Ereignissen fertig zu werden, die ihn hierher gebracht hatten. Mit Carter hatte er schon seit Tagen nicht mehr gesprochen, was jedoch nicht bedeutete, dass sie ihn nicht besuchte. Er wusste, dass sie jede Nacht da war. Jede Nacht, wenn es auf der Krankenstation dunkel und leise geworden war und er schlief. Er hatte keine Ahnung warum, aber er wusste es einfach. Er wurde aus seinen Gedanken gerissen, als Janet zu ihm trat.
"Und, wie fühlen wir uns heute?"
"WIR sind im Moment ziemlich verärgert. WIR wollen nach hause. WIR langweilen uns." Erwiderte Jack, seine Arme vor der Brust verschränkt. Janet lächelte ihn an und seufzte.
"Und was gibts sonst Neues, Colonel?"
"Nun, sagen Sie es mir. Sie sehen ziemlich glücklich aus, Doc."
"Ich habe bloß gerade Ihre Testresultate zurückbekommen und es sieht so aus, als könnte ich Ihnen ihren Wunsch gewähren. Wenn Sie mir versprechen, sich in nächster Zeit zu schonen, dürfen Sie nach Hause."
"Großartig!" Jack wollte gerade aus seinem Bett hüpfen, jedoch ohne Erfolg, denn Janet hielt ihn zurück.
"Hey, was habe ich gerade gesagt?"
"Ich soll mich schonen." Wiederholte Jack wie ein quänglender Erstklassler in seiner ersten Unterrichtsstunde. Janet nickte.
"Und schonen heißt, auch nicht Autozufahren, also befürchte ich, dass Sie hier noch warten müssen, bis ich für Sie eine Fahrgelegenheit aufgetrieben habe."
"Ich schulde Ihnen was, Doc."
"Ich weiss." Grinste sie ihn an und verschwand schließlich aus der Krankenstation.


* * * * * 

Zwei Stunden später stand Jack auf den Parkplätzen und sog die kühle Colorado-Luft in sich ein. Der Seargent am Tor warf ihm bereits misstrauische Blicke zu, weil Jack dort schon seit 10min. nichtstuend rumstand. Ziemlich unmillitärisch. Jack schloss seine Augen und lauschte dem Summen der ihm umgebenden Lichter, als er plötzlich Schritte hörte und lächelte.
"Hey Carter."
"Hey Sir."
Sam stand für ein paar Minuten neben ihm und sie blickten zusammen hinauf in den Nachthimmel. Plötzlich unterbrach sie die Stille mit einer Frage.
"Wie geht es Ihnen?"
Jack wollte ihr eine mehr oder weniger witzige Antwort geben, die soweit wie der Wahrheit wie möglich entfernt war. Aber irgendwie wollten diese Worten seinen Mund nicht verlassen. Um sich ein wenig Zeit zu verschaffen, zuckte er mit den Schultern.
"Keine Ahnung."
Er fühlte Sams betroffenen Blick auf ihm ruhen und seufzte. Er kannte sie gut genug um zu wissen, dass das nicht die Antwort war, die sie von ihm hören wollte. Jedoch schien es ihm die einzige zu sein, die er im Moment geben konnte. Es gab so viel, mit dem er fertig werden musste.
Seine Vereinigung mit Kaan'an. Ba'al und die Folter. Daniels Rückkehr. Daniels Abreise. Jack schüttelte den Kopf um diese Erinnerungen zu vertreiben. Er brachte ein Lächeln hervor.
"So, Sie chauffieren mich jetzt nach hause oder was?"
"Ja, sicher, deswegen bin ich ja hier.", erwiderte Sam als sie zu ihrem Auto gingen.
Die ersten paar Kilometer wechselten sie kein Wort. Jack blickte aus dem Fenster. Ihm müsste es eigentlich ziemlich schlecht gehen, doch er fühlte sich gut! Nicht zu gut, aber ok. Vielleicht lag es an der Gesellschaft, die er gerade genoss. Von Zeit zu Zeit sah er zu ihr hinüber wenn er glaubte, dass sie sich auf die Straße konzentrierte. Jack bemerkte erst zu spät, dass sie an einer roten Ampel gehalten hatte, als sie ihren Kopf drehte und sich ihre Blicke trafen.

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