Fan Fiction


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Sam & Jack Geschichten


"Die Legende der Kel'ra"

von Sam23


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Ein Lichtschein sickerte durch die Dunkelheit. Er verbreitete sich schnell, zog über Steine hinweg, kletterte Wände hinauf und überflutete den Boden. Schon bald nachdem die Stille die Dunkelheit durchbrach, hallten die ersten Geräusche seit Jahrhunderten durch den Raum. Zwei Schatten erschienen in dem Durchgang, der gerade erst geöffnet worden war. Sie standen einfach nur da, regungslos, als ob sie diesem Raum, dieser Stille, dieser Dunkelheit, Tribut zahlen wollten, die dieses Geheimnis so lange gehütet hatten. Schließlich betraten sie die Kammer und gingen geradewegs auf die Wand auf der anderen Seite zu. Sie stoppten, blickten auf die Worte, die ihre Kraft nicht verloren hatten, obwohl sie schon seit Hunderten von Jahren niemand mehr gelesen hatte.

Wenn das Tor ruft
Werden zwei Krieger sich treffen
Wenn die Reise beginnt
Werden zwei Herzen gebunden sein
Wenn die Allianz geschmiedet wird
Wird die Vereinigung beginnen.
Wenn die Wände zerbröckeln
Werden zwei Zungen die Wahrheit sprechen
Wenn die Zeit stehen bleibt
Werden zwei Seelen die Erleuchtung finden
Wenn der Gelehrte geht
Ist die Zeit der Vereinigung nah.
Wenn der Klang zu den Sternen dringt
Werden zwei Gesichter lächeln
Wenn Krankheiten die kalte Luft verpesten
Werden zwei Seelen einen Pakt schließen
Wenn der Tod nah ist
Wird die Vereinigung beginnen.
Wenn der Krieger vom Tode aufersteht
Sind zwei Herzen wieder vereinigt
Wenn der Mond verschwindet
Ist die Vereinigung geschehen.
Zwei Leben werden geopfert
Zwei Leben werden gerettet
Zwei verbundene Seelen werden ihn finden
Und ihre wahre Liebe wird ihn befreien
Damit die Heilung der Tok`ra beginnen kann.

Nachdem sie diese in den Stein gemeißelten Worte gelesen hatten, sahen sich die beiden Tau`ri an. Schließlich seufzte der Größere und sagte: "Dein Vater wird mich umbringen."

Kapitel eins: Erwachen

Zwei Wochen früher
Jack O`Neill driftete durch die Dunkelheit. Da war kein Licht, kein Geruch, keine Berührung, kein Gedanke, als Körper und Geist versuchten, zu heilen. Er hatte jegliches Gefühl für Zeit und Raum verloren, schwebte auf einer unsichtbaren Wolke durch eine endlose Nacht.
Manchmal sah er kleine, helle Flecke in der Dunkelheit, nahm Stimmen und das Piepsen mehrerer Maschinen wahr bevor ihn die Bewusstlosigkeit wieder zurück in das Schwarz zog.
Es dauerte eine Zeit - Stunden, Tage, Monate, Jack wusste es nicht - bevor er einen ersten klaren Gedanken fassen konnte.
Zwei einzelne Wörter hallten durch die Dunkelheit.
Am Leben?
Gefolgt von zwei weiteren Worten.
Scheint so.
Jack sah, wie die Dunkelheit sich veränderte, wie der Nachthimmel kurz vor Sonnenaufgang. Er hörte, wie sich das Flüstern, dass durch die Dunkelheit in seinem Kopf zog, sich in Stimmen wandelte.
"Noch immer keine Veränderung?"
Er kannte diese Stimme. Großer Mann, Glatze, blaues Hemd - Hammond. Das war sein Name.
"Wir müssen Geduld haben, er braucht noch Ruhe."
Eine neue Stimme. Eine Frau, rotbraune Haare, liebt kleine Taschenlampen - Dr. Fraiser.
"Ich kann immer noch nicht glauben, dass es funktioniert hat."
Eine andere Stimme. Ein Mann, grinst immer und überall - Jonas irgendwas. Da war er sich nicht sicher.
"Korrekt. Die Chancen auf Erfolg waren gering."
Diese kannte er! Das war sein Freund Teal`c!
"Er ist jetzt in Sicherheit. Das ist alles, was zählt."
Diese letzte Stimme. Die Stimme, bei der ihm plötzlich bewusst wurde, dass er die ganze Zeit darauf gewartet hatte, sie zu hören. Er musste sie sich nicht vorstellen, um sich an ihren Namen zu erinnern. Plötzlich wusste Jack, was er tun musste. Er öffnete seine Augen. Zuerst sah er nicht mehr als grüne Schatten vor einem grauen Schleier, doch dann veränderten sie sich in etwas anderes. In sein Team. Seine Freunde. Sie sahen nicht in seine Richtung, doch unternahm er auch nichts, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Er war damit zufrieden, sie einfach nur eine Zeitlang anzusehen. Plötzlich kippte Sam Carter ihren Kopf, konzentrierte sich auf etwas, das Jack weder hören noch sehen konnte. Dann drehte sie ihn, langsam, nicht sicher, ob das, was ihre Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, wirklich existent war. Als sich ihre Augen trafen, durchfuhren Jack ein Schwall merkwürdiger Gefühle, die durch seinen ganzen Körper rauschten. Da war eine Art von Bewusstsein, die ihn beinahe zum Schwindeln brachte. Irgendwie schien die Farbe ihrer Kleider heller, ihre Gesichtszüge klarer, ihre gesamte Präsenz eindringlicher als die, aller Anderen im Raum.

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