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"Wegtreten." Hammonds Befehl war wie eine Erlösung für Colonel O`Neill. Ohne sich noch zu verabschieden verließ er das Büro seines Vorgesetzten und stürmte zur Krankenstation.
"Doktor Fraiser?", rief er nach dem Doc. Als er sie nirgends fand, betrat er die Quarantäneräume und suchte nach Sam. Seiner Sam. Er fand sie, angeschlossen an eine Infusion und mit blassem, stark gezeichneten Gesicht in einem der Betten.
"Hey", murmelte er, sichtlich besorgt.
"Hey", flüsterte sie und ein Lächeln schlich sich auf ihr Gesicht.
"Wie geht`s?" Jack zog sich einen Stuhl heran und setzte sich rittlings darauf. Seine Arme verschränkte er auf der Lehne.
"Müde", krächzte sie und schloss erschöpft die Augen, sprach jedoch weiter. "Das Zeug, was mir Fraiser ins Blut pumpt, senkt wenigstens das Fieber und ich kann wieder einigermaßen klar denken."
"Freut mich zu hören." Er legte seine Hand auf ihre und sie sah ihn wieder an. "Was hast du mit Hammond besprochen?"
"Ja richtig, unser lieber General..." Jack seufzte. Sein Gespräch mit ihm war eine Tortur gewesen. Immer wieder dieselben Fragen. Immer wieder dieselben Antworten. Wenigstens wusste er jetzt, was eigentlich vorgefallen war. "Nicht viel. Du wirst es nicht glauben, aber Teal`c hatte es noch durch das Tor geschafft, nachdem er mitbekam, dass sie uns gefangen genommen hatten und er in dem Moment nichts dagegen tun konnte. Er erstattete dem General Bericht und die schickten einen Trupp los. Ich brauchte Hammond die Sache jetzt nur noch aus meiner Sicht zu erzählen."
"Und was ist Ihre Sicht der Dinge, Sir?", wollte Carter wissen. Jack sah sie fragend an, nicht verstehend, weshalb sie plötzlich zum Sir übergegangen war.
"Ich hatte Ihnen doch ausdrücklich gesagt, dass Sie noch Ruhe brauchen!", ertönte Doktor Fraisers Stimme hinter ihm, und er begriff Sams Reaktion. Ein Grinsen machte sich auf seinem Gesicht breit.
"Keine Angst, Doc, ich überfordere ihre Patientin schon nicht."
"Das will ich hoffen." Janet sah ihn einen Moment lang skeptisch an, beschloss dann aber sich anderen Dingen zuzuwenden. Sie könnte Sam ja doch nicht davon abbringen, sich über den Stand der Dinge informieren zu wollen, wozu also erst den Versuch starten...
"Wo waren wir gerade?", wandte sich Jack wieder an seinen Major.
"Du wolltest mir erzählen, was eigentlich passiert ist." Erwartungsvoll lehnte sie sich in ihr Kissen zurück.
"Richtig." Er rutschte mit seinem Stuhl etwas näher an ihr Bett. "Ich glaube, ich fange am Besten ganz von vorne an. Also, die Goa`uld gegen die wir gekämpft hatten, gehörten gar nicht zu Sokar. Es waren Anhänger von Hathor."
"Aber die ist doch tot." Ihre Augen waren kugelrund, wie die eines erstaunten Kindes.
"Jaja, aber die hatten sich eben in den Kopf gesetzt, auf eigene Faust weiter zu machen. Jedenfalls haben die so ein neues Gefängnisdingsbums."
"Gefängnisdingsbums?", wiederholte Carter.
"Na ja, da sie keine Mutterschiffe oder andere große Raumschiffe besitzen, haben sie sich in ihrem Platzverbrauch eingeschränkt."
"Wie darf ich das verstehen?"
O`Neill fuhr sich mit einer Hand durch die Haare und schien nach Worten zu suchen. "Sie haben eben alles kleiner gemacht. Die Todesgleiter wurden zu ihren Hauptraumschiffen, da sie jedoch viel kleiner sind, mussten einige Dinge darunter leiden. So auch die Gefängniszellen."
Er sah an Carters Blick, dass sie vergeblich versuchte, seinen Worten zu folgen.
"Normalerweise gibt es in diesen Kampfschiffen keine Schlafräume. Da sie jedoch welche brauchten, wurden andere Bereiche verkleinert oder ganz weggelassen. Darum haben sie eben solche Gefängnisdinger erfunden, die man an jedem beliebigen Ort... aufstellen kann."
Sam begann, es zu bereifen. "Du meinst, sie haben uns in einen Bunker gesperrt und den dann auf ihr Schiff gebracht."
"Genau."
"Das erklärt aber noch nicht, wie wir wieder zurück gekommen sind."
Jack grinste erneut. Sein Major wollte eben immer alles sofort wissen. "Teal`c und SG3, 6 und 9 haben den Todesgleiter aufspüren können und die Jaffa überwältigt. Die waren nicht gerade gesprächig, musst du wissen. Aber von einem haben sie immerhin erfahren, wo wir uns befanden. Wie sie den Bunker öffnen konnten, verriet man ihnen nicht."
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